Brinkumer Sprinterin bereitet sich auf Freiluft-Saison vor 

Anna-Lena Freese: Spaß und Arbeit an der Algarve

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Ein kleines Päuschen in Ehren kann keiner verwehren. Ansonsten schuftet Anna-Lena Freese in Albufeira hart für die neue Saison.

Albufeira / Brinkum - So ein kleiner Ausflug in die Stadt ist für Anna-Lena Freese mal eine willkommene Abwechslung. „Immer nur Sport, Sport, Sport – das geht auch nicht“, findet die 20-Jährige. Allerdings bummelte sie nicht etwa durch Brinkum, wo sie herkommt.

Und auch nicht durch Hannover, wo sie im Sportinternat lebt. Sondern durch Albufeira. In der Algarve im Süden Portugals bereitet sich die Sprinterin gerade auf die neue Freiluft-Saison vor. Und die bietet wieder einige Highlights für die Leichtathletin vom FTSV Jahn Brinkum.

Nach ihrer folgenschweren Verletzung im Juli 2013, als sie sich im Training einen Sehnenanriss im Oberschenkel zuzog und deshalb ihren Traum von der WM in Moskau begraben musste, hat Freese lange pausiert. Sie wollte „vorsichtig sein“, nichts riskieren – und verzichtete deshalb komplett auf die Hallensaison. „Das war die richtige Entscheidung“, sagt sie.

Inzwischen ist sie aber längst wieder auf den Tar-tanbahnen unterwegs. „Ich schaue nicht mehr in die Vergangenheit, sondern nur nach vorne. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass es ein gutes Jahr wird. Mir geht es sehr gut, ich konnte ohne Einschränkungen trainieren, es zwickt nichts. Björn (ihr Trainer Björn Sterzel, Anm. d. Red.) ist auch sehr zufrieden. Und in der Sonne macht es sowieso am meisten Spaß“, schmunzelt Freese, die morgen von der portugiesischen Atlantikküste zurückkehrt.

Dann folgen einige Trainingswochen in der Heimat, ehe es wieder auf Reisen geht. Anfang Mai heißt das Ziel Clermont. Im US-Bundesstaat Florida absolviert Freese 14 Tage lang den Endspurt ihrer Saison-Vorbereitung. Von dort fliegt sie direkt weiter zu ihrem ersten Wettkampf – und das wird am 25. Mai gleich ein ganz besonderer. Zum einen wegen des Ortes: Nassau auf den Bahamas. „Ein bisschen wie im Paradies“ wird es in der Hauptstadt des Inselstaates im Nordatlantik sein, glaubt Freese: „Da soll es sehr schöne Strände geben. Hoffentlich habe ich dafür ein bisschen Zeit.“ Zum anderen wegen des sportlichen Werts: Bei der Staffel-WM startet sie für Deutschland und läuft direkt mal um einen Titel mit. „Schön, dass es mit einer großen Meisterschaft losgeht“, meint Freese.

Zu ihren persönlichen Höhepunkten gehören danach auch die Deutschen Meisterschaften. Bei den Titelkämpfen der U 23 startet sie auf jeden Fall, in der Frauenklasse vermutlich auch. „Die Deutschen sind immer Highlights“, betont Freese. Noch bedeutender sind aber natürlich die internationalen Großereignisse – und da gibt es vom 12. bis 17. August die Europameisterschaft in Zürich. „Es wäre klasse, wenn ich da dabeisein könnte“, hofft Freese. Gerne würde sie in der deutschen Staffel laufen, am liebsten zusätzlich auch noch im Einzel. „Aber erst mal muss ich gute Zeiten abliefern, um da überhaupt ein Wörtchen mitreden zu können.“ Sprich: Sie muss sich für die EM in der Schweiz qualifizieren, was gewiss nicht einfach wird.

Unter zu großen Erfolgsdruck mag sich die „Sportlerin des Jahres 2013“ (im Februar von dieser Zeitung gekürt) aber nicht setzen. Nach dem Aufstieg aus dem Juniorenbereich will sie ihre erste Saison in der Frauenklasse „auch ein bisschen genießen und die neuen Eindrücke mitnehmen. Ich

„Konkurrenzkampf bei

den Frauen größer“

habe aus der vergangenen Saison schon ein wenig Erfahrung. Es ist aber noch etwas anderes, jetzt nur noch bei den Frauen zu starten“, urteilt Freese und erklärt: „In der Jugend geht es ziemlich familiär zu. Bei den Frauen merkt man, dass der Konkurrenzkampf größer ist. Da schauen alle noch mehr darauf, das Beste für sich herauszuholen.“

Sie selbst wäre glücklich, wenn sie ihre persönlichen Bestzeiten verbessern könnte. Im vergangenen Jahr lief sie in Mannheim 23,28 Sekunden über ihre Spezialstrecke 200 Meter und war damit 2013 die Zweitschnellste in ganz Deutschland. Und über die 100 Meter steigerte sie sich auf 11,46 Sekunden. „Ich hoffe, dass es noch etwas schneller geht“, sagt Freese. Wenn es ihr gelingt, dürfte einem EM-Start und einer erneut erfolgreichen Saison nichts im Weg stehen. · mr

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