Anna-Lena Freese holt in Berlin Gold über 60 Meter

Furioses Finish nach schwachem Start

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Das ging gerade noch mal gut: Mit nur einer Hundertstel Sekunde Vorsprung holte sich Anna-Lena Freese Gold über 60 Meter.

Berlin - Von Gerd Töbelmann. Für Anna-Lena Freese war am Wochenende vor allem wichtig, „dass der Körper den Belastungen standhält. Mir geht es wirklich gut.“ Und die Resultate passen auch, denn die 21-Jährige vom FTSV Jahn Brinkum holte sich in Berlin über 60 Meter in 7,47 Sekunden den Titel einer Norddeutschen Meisterin (wir berichteten).

Eine Woche zuvor wurde die Sprinterin bereits Landesmeisterin (7,42) – und bestätigte diese Zeit in der Hauptstadt. „Dass ich die Zeit aus Hannover nicht verbessern konnte, ist nicht so schlimm. Wichtig ist vielmehr, dass ich die Belastungen der Wettkämpfe gut verkrafte – und das ist der Fall“, meinte Freese.

Mailin Schäfer verpasste den Endlauf über 200 Meter.

Dabei sah es nach ihrem Vorlaufsieg (7,45) zunächst im Finale gar nicht so gut aus. „Toll war ihr Start nicht gerade“, stellte auch Stützpunkttrainer Björn Sterzel fest. Freese drückte es noch drastischer aus: „Ich habe den Start total verschlafen.“ Über 60 Meter eigentlich eine Todsünde, die einen späteren Sieg kaum noch zulässt. Nicht so bei der Brinkumerin: „Ich war zwar schnell hinten, habe aber auch schnell gemerkt, dass meine Konkurrentinnen nicht so weit weg sind.“ Also Augen zu und durch. Und es klappte, denn mit einem Vorsprung von nur einer Hundertstel Sekunde setzte sich die 21-Jährige gegen Lisa-Marie Kwayie (Neuköllner SF) durch.

Sterzel jedenfalls war zufrieden: „Anna-Lena läuft konstant auf hohem Niveau. Momentan sind die Ergebnisse nicht so wichtig. Es zählt nur, dass ihr Körper alles wegsteckt.“ Der nächste Start über 60 Meter erfolgt am Samstag beim gut besetzten Hallenmeeting in Gent (Belgien). Eine Woche später stehen dann die Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe an.

Bronzemedaille nur

hauchdünn verpasst

Die Kirchdorferin Mailin Schäfer, die jetzt in Hannover unter Sterzel trainert, ging über 200 Meter an den Start. Bei den U20-Juniorinnen verpasste die 17-Jährige jedoch in 25,80 Sekunden den Endlauf. „Dennoch ist die Zeit okay, denn eigentlich ist Mailin ja eine 400-Meter-Läuferin“, sagte Sterzel.

Im Stabhochsprung der Altersklasse U20 schrammte die Barrierin Kim-Michelle Schwenke (SV Werder Bremen) als Vierte mit übersprungenen 3,45 Metern nur haarscharf an der Bronzemedaille vorbei. Die Drittplatzierte überquerte ebenfalls 3,45 Meter, hatte sich zuvor aber weniger Fehlversuche als Schwenke geleistet.

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