Rehden muss morgen zum Oberliga-Primus Goslar / Stoffregens Personalsorgen

Angst um Abwehrchef Meyer – nur gut, dass es Wessel gibt

Kreis-Diepholz - REHDEN · Da hat das Hinrunden-Ende für den BSV Rehden doch noch eine Premiere parat: „Ich glaube, wir fahren erstmals nicht als Favorit irgendwo hin“, sagt Rehdens Trainer Jürgen Stoffregen. „Vielleicht ist das ja mal gut.“ Doch „irgendwo“ endet die morgige Reise nicht, sondern bei keinem Geringeren als dem Goslarer SC 08, der nach seiner bisher einzigen Niederlage im August mit 36 Punkten einsam seine Kreise an der Spitze der Fußball-Oberliga zieht. Und ausgerechnet für dieses Spiel ab 14 Uhr steht der Einsatz von Manuel Meyer in den Sternen.

Rehdens Kapitän und Konstanz in Person wollte sich erst gestern Abend nach dem Training festlegen, ob es nach seiner Bänderdehnung nun für einen Einsatz reicht. Falls nicht, schweben Stoffregen die Mittelfeldleute Maarten Schops oder Florian Greve in der Innenverteidigung vor. Denn Abwehrspieler Lars Schiersand laboriert an einem Knorpelschaden, Defensivkollege Sören Sandmann trainiert nach seiner Verletzung noch nicht lange.

Immerhin steht der zweite „Turm in der Schlacht“: Michael Wessel, für Stoffregen die positivste Überraschung der Hinrunde: „Michael hat alle Erwartungen übertroffen“, lobt der Fußballlehrer den Neuzugang vom Landesligisten FC Preußen Espelkamp: „Er ist sehr ehrgeizig, kann Rückschläge gut verarbeiten und nimmt Tipps schnell an.“

Wessel selbst muss sich manchmal wundern, dass es so fix mit einem Stammplatz geklappt hat. Wenn er es jedoch auf die Verletztenmisere zurückführt, stapelt er damit zu tief: „Ich kam auch ins Team, weil sich Sören und Lars verletzt hatten – und mehr Innenverteidiger gibt's bei uns nicht.“

Ob ihm noch jemand den Stammplatz streitig macht, scheint zumindest momentan fraglich: Namhafte Gegner beißen sich an Wessel die Zähne aus – und er genießt die neue Atmosphäre. „Das alles war ja eine ziemliche Umstellung. In Espelkamp haben wir manchmal zweimal pro Woche trainiert – oft nur mit einem Spielchen. Hier ist es viermal wöchentlich – mit Koordinations-, Technik- und Passspiel-Einheiten. Und auch vom Kopf her geht's in dieser Liga viel schneller zu.“ Viel hat sich der 24-Jährige von Nebenmann Meyer abgeschaut: „Von Manu kann man nur lernen: Er ist abgeklärt und macht so gut wie keine Fehler.“

Doch vielleicht muss er morgen auf ihn verzichten. Und Francis Banecki, der

„Wenn wir sicher stehen,

verlieren wir nicht“

vor seiner Umschulung zum Stürmer den Großteil seiner Profizeit als Defensivspieler verbrachte, hat wegen Kniebeschwerden zwei Wochen nicht trainiert. „Ich hoffe, dass Francis trotzdem mitfahren kann und vielleicht eine Jokerrolle übernehmen kann“, verrät Stoffregen mit Blick auf einen Einsatz in der Offensive, wo ebenso der Schuh drückt. Denn für den rotgesperrten Mehmet Koc ist zwar Cüneyt Özkan als Nebenmann von Erdal Ölge in vorderster Front gesetzt, aber dahinter drängt sich niemand auf: Benjamin Belka und Sergej Dikthiar konnten nicht komplett trainieren, Maxim Dyck warf eine Grippe zurück.

Auf Goslarer Seite hingegen hat Stoffregen zuletzt am Sonntag keine Schwachstellen ausgemacht: „Ein Highlight war das 2:0 in Ottersberg nicht, aber Goslar war effektiv: drei Chancen, zwei Tore.“ Zudem fielen ihm Zweikampfstärke auf allen Positionen, ein flexibler Peter Endres sowie der zehnfache Torschütze Muhamed Alawie und Justin Eilers (7) als „echt gute Stürmer“ auf.

Goslars Kapitän Nico Lauenstein gibt die Blumen gleich zurück: „Rehden spricht für sich, wenn man auf die Tabelle guckt: Sie haben den besten Sturm, sie haben die beste Abwehr der Liga“, sagt der Torwart.

Michael Wessel hätte nichts dagegen, wenn er weiter zur besten Defensive zählt: „Goslar steht mit Recht da oben, wir dürfen uns auf einen heißen Tanz gefasst machen. Aber wenn wir vernünftig stehen, verlieren wir nicht.“ · ck

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