Kreisläufer der HSG Barnstorf/Diepholz ist Oberliga-Torschützenkönig / Litauer liebäugelt mit Aufstieg

Start-Nr. 13: Andrius Gervé lässt’s richtig krachen

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Abgehoben und das Tor im Visier: Andrius Gervé (beim Wurf), Kreisläufer bei der HSG Barnstorf/Diepholz, wurde in der Saison 2012/2013 mit 232/108 Treffern Torschützenkönig in der Handball-Oberliga Nordsee. Er würde gern aufsteigen. ·

Barnstorf - Von Matthias BorchardtEr ist schnell, zweikampfstark, torgefährlich und ein sicherer Siebenmeterschütze: Eindrucksvoll stellt Kreisläufer Andrius Gervé von der HSG Barnstorf/Diepholz seine Klasse in der Handball-Oberliga unter Beweis. In der Saison 2012/2013 wurde der 27-Jährige mit 232/108 Treffern Torschützenkönig in der Oberliga Nordsee.

„Ich zähle die Tore nicht, aber es freut mich schon“, sagt der ehrgeizige Litauer über seinen persönlichen Erfolg.

Auch in der laufenden Serie ist der Akteur mit der Nummer 33 bei der HSG Barnstorf/Diepholz nicht wegzudenken. Mit 72/25 „Buden“ führt er die interne Torschützenliste beim Tabellenzweiten an. Andrius Gervé verfolgt nur ein Ziel: „Ich würde gern in der Dritten Liga spielen.“ Dies täte er am liebsten mit seiner jetzigen Mannschaft.

Und die HSG Barnstorf/Diepholz ist auf einem guten Weg. Das glaubt der Leistungsträger: „Ich denke, wir sind stark genug, um Meister zu werden. Es liegt an uns.“ Für den Kreisläufer ist es allerdings wichtig, dass seine Mannschaft keinen Gegner unterschätzt. Das war jedoch beim 29:31 in Fredenbeck der Fall. Deshalb fordert Andrius Gervé von seinen Mitspielern: „Wir müssen jedes Spiel konzentriert sein.“

Der Litauer, der im August 2010 von RK Granitas Kaunas (war Vertragsspieler) durch seine Landsmänner Saulius Liutikas und Sigitas Stropus zur HSG Barnstorf/Diepholz kam, hat zu Saisonbeginn eine neue Rolle in der Abwehr übernommen. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Martin Golenia (Kreuzbandriss) spielt Andrius Gervé jetzt in der Mitte der 3:2:1-Formation. „Einer musste das ja machen. Ich gebe in dieser Rolle alles. Und es klappt immer besser, zumal ich sehen kann, wo der Ball zum Kreisläufer hinkommt“, unterstreicht der in Barnstorf lebende Diplomsportlehrer. Das bestätigt auch Trainer Mario Mohrland: „Andrius hat den Part gut angenommen und sich da hineingefuchst.“

Der 36-Jährige hält sowieso große Stücke auf den früheren litauischen JuniorenNationalspieler: „Er hat ein hohes Maß an Ehrgeiz. Außerdem ist er fleißig, will sich und seinen Körper weiterentwickeln.“ Mohrland zählt Gervé zu den besten Kreisläufern in der Oberliga, sagt allerdings auch: „Er könnte noch mehr Sperren stellen.“

Der leidenschaftliche Handballer arbeitet seit einem halben Jahr mit dem neuen Trainergespann Mario Mohrland/Denis Maksimovich zusammen. „Sie bringen etwas Neues bei den Übungseinheiten hinein, und ich lerne weiter“, schildert Andrius Gervé seine Eindrücke. Das Lernen spielt bei ihm auch in anderen Dingen des Lebens eine wichtige Rolle. So belegte er nach seiner Ankunft in Barnstorf im August 2010 bei der Volkshochschule einen Deutsch-Kursus und bildete sich danach in Deutschbüchern weiter. Einen Dolmetscher benötigt der Litauer heute nicht mehr: „Ich brauche keine Hilfe mehr, fühle mich sicher.“

Auch privat gibt’s bei Andrius Gervé eine Veränderung – er hat am 6. Juli seine litauische Studienfreundin Neringa geheiratet. Auch sie ist Sportlehrerin. Die Weihnachtstage und den Jahreswechsel verbringt der Handballer in seiner Heimat, da besucht er auch seine Eltern im litauischen Panevezys. Gervé freut sich auf ein Wiedersehen: „Ich bin gern mit Freunden zusammen. Das ist immer ganz schön.“

Am 4. Januar kehrt der Abwehrchef nach Barnstorf zurück und nimmt mit der Mannschaft die Vorbereitung auf. Denn am Sonntag, 12. Januar, stellt sich der Tabellenzweite um 17.15 Uhr bei Spitzenreiter TV Bissendorf-Holte vor. Und da will Gervé seinen Teil dazu betragen, dass die Barnstorfer die Spitze zurückerobern. Dann käme er seinem Wunsch ein Stückchen näher: „Ich möchte noch höher spielen.“ Die Dritte Liga bleibt sein Ziel.

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