Stürmer der SG Hoya macht Vorbereitung bereits mit / Meyer baut auf den Nachwuchs

Andreas Hormann nach Horror-Foul wieder dabei

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsHOYA · „Sie und ich, wir wären vielleicht gehemmt. Aber Andreas Hormann – das ist ein Fußballverrückter“, sagt Jens „Piwi“ Meyer, Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers SG Hoya. Dass er mit seinem Neffen als Stürmer in die Vorbereitung gehen konnte, bezeichnet Meyer auch Wochen nach dem Horror-Foul in der Relegation noch als „Wunder“.

Doch die Sache ist mehr oder weniger durchgestanden. Schwellungen und Verletzungen sind ausgeheilt. Alles, was Hormann noch an den verhängnisvollen Zusammenprall mit Letters Torhüter Fabian Roeseler erinnert, sind zwei verlorene Weisheitszähne und ein paar Absplitterungen, „aber da verpasst mir der Zahnarzt eine Krone“. Sein Arbeitgeber trägt das Hobby weiter mit, die Rahmenbedingungen für eine möglichst treffsichere Saison im Bezirk sind geschaffen. „Ich kann jedes Training mitmachen, bin voll dabei.“ Welche Szenarien die Verantwortlichen der SG innerlich bereits durchgespielt hatten, beweist ein Zitat des Trainers: „Priorität hat das Leben.“

Darin spielt der Fußball für die Akteure aus dem Landkreis Nienburg jedoch eine gewichtige Rolle. „Während der laufenden Saison sind ab jetzt drei statt zwei Trainingstage angesetzt. Mal sehen, ob der Umfang genügt“, ist „Piwi“ Meyer gespannt auf die – auch für ihn persönlich – neue Herausforderung Bezirksliga. Nach 14 Jahren auf der Kreisebene profitierten die Grafenstädter als Nachrücker von einigen glücklichen Fügungen. „Wir sind unserem Zeitplan voraus. Wenn wir die Klasse halten würden, wäre das der größte Erfolg der vergangenen vier Jahre“, relativiert Meyer den Aufstieg von der Kreisklasse bis in die Bezirksliga. Vier Neuzugänge, darunter Rückkehrer und Ex-Kapitän Dervis Gören, sollen helfen, die junge Truppe im neuen Gewässer auf Kurs zu halten. Kurios: Jan Berend Boyer (18 Jahre), Lauritz Singelmann (18) und Dietrich von Behr (19) haben das Stadium der Nachwuchskraft selbst gerade erst verlassen. „Aber sie werden uns weiterhelfen. Körperlich fehlt ihnen natürlich noch eine gewisse Robustheit“, räumt Meyer ein. Gerade im Fall Singelmann sieht er darin jedoch keinen Nachteil: „Lauritz ist ein super schneller Mittelfeldspieler, der auch in dieser Klasse ein Ausrufezeichen setzen kann.“ Und der taktische Aspekt? „Der Sprung von der A-Jugend-Kreisliga in die Bezirksliga ist natürlich gewaltig. Die Mannschaft muss ihnen das nun beibiegen“, setzt der Coach auf bewährte Elemente wie den mit Abstand ältesten Spieler, den 35-jährigen Abwehrrecken Jens Mesloh. Erst zur Winterpause ist mit der Rückkehr des durch einen Bänderabriss in der Schulter auf Eis gelegten Stürmers Özcan Gündogdu zu rechnen.

Sechs weitere Angreifer im Kader können diesen Verlust auffangen. Heikel wird es jedoch ganz hinten auf dem Platz. Der 21-jährige Alexander Jeck ist der einzige Torwart von Meyer. Der Coach denkt gar nicht daran, auf dieser Position nachzulegen: „Alexander ist eine Granate, unser großer Rückhalt. Im Zweifel können Feldspieler aushelfen.“ Ein gewagtes Unterfangen, das die allgemeine Gelassenheit von „Piwi“ Meyer jedoch widerspiegelt: „Wir betreiben hier immerhin einen Freizeitsport.“ Das aber ungehemmt, siehe Andreas Hormann.

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