50-Jähriger will sich im Sommer weiterentwickeln

Anderer Karriereplan: Freund sagt Tschüss

Melchiorshausens Aufstiegstrainer Wilco Freund macht am Saisonende Schluss. Es sei einzig und allein „eine berufliche Entscheidung für mich“, betont der 50-Jährige. - Foto: Töbelmann
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Melchiorshausens Aufstiegstrainer Wilco Freund macht am Saisonende Schluss. Es sei einzig und allein „eine berufliche Entscheidung für mich“, betont der 50-Jährige.

Melchiorshausen - Fußballtrainer Wilco Freund macht Schluss mit dem TSV Melchiorshausen, im Sommer – und verprellt damit die Verantwortlichen beim Bremen-Ligisten.

„Für mich kam das überraschend“, sagt Spartenleiter Heiner Böttcher über das Gespräch am Dienstag, als Freund dem Vorstand seine Entscheidung mitgeteilt hat: „Ich möchte dazu noch nicht viel sagen. Wir analysieren jetzt erst einmal, wir werden erst einmal schauen, was das Team sagt.“ Freund gibt sich gelassen: „Ich denke, dass ich meinen Job hier erfüllt habe und erhobenen Hauptes gehen kann.“

Der A-Lizenzinhaber hatte den TSV Melchiorshausen im Sommer 2015 übernommen und ihn sensationell in die Bremen-Liga geführt. Derzeit schwächelt der Aufsteiger jedoch, verlor die letzten sieben Spiele, liegt als 14. nur noch einen Rang vor der Abstiegsregion.

Also ein Rückzug zur Unzeit? „Wenn ich es später gesagt hätte, wäre es in der heißen Saisonphase gewesen“, sagt Freund: „So ein Zeitpunkt ist immer schwierig zu wählen. Aber ich wollte es frühzeitig machen, damit der Verein Zeit hat, um die Zukunft zu planen.“

Zukunftsplanung Hauptplanung

Zukunftsplanung – es ist gleichzeitig der „Hauptgrund“ (O-Ton Freund) für seinen Schritt. „Fußball ist zu einer Art Beruf für mich geworden, ich möchte mich weiterentwickeln“, sagt der 50-Jährige. Anspruch und Wirklichkeit hatten für ihn zuletzt nicht mehr gestimmt beim TSV Melchiorshausen. „Wir hatten in der Wintervorbereitung nicht die Möglichkeiten, die Dinge so umzusetzen, wie ich mir das vorstelle“, betont er. Allein der fehlende Kunstrasenplatz sei ein „Riesen-Nachteil gegenüber anderen Teams“.

Freund ist aber bemüht, das Porzellan nicht komplett zu zerschlagen. „Ich habe mich hier immer wohlgefühlt, alle haben mich immer unterstützt.“ Es sei einzig und allein „eine berufliche Entscheidung für mich“. Wie es im Sommer für ihn weitergeht, wisse er noch nicht, er stehe nicht in Kontakt mit anderen Clubs.

Er möchte zunächst seinen Job in Melchiorshausen erfüllen. Er gibt zwar zu, dass es über seinen Sommer-Schlussstrich „gespaltene Meinungen“ in der Mannschaft gibt: „Aber ich hoffe, dass jetzt alle weiter mitziehen werden.“ Er hofft, dass sich spätestens zum ultimativen Kellerduell gegen den wiedererstarkten OSC Bremerhaven (14. April) „die Wogen wieder geglättet haben.“

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