Brinkums Coach kämpft nach dem Oberliga-Aufstieg mit den Tränen / „Ich bin so stolz“/ Wilkens kommt vom SCT

Die andere Seite des Sven Engelmann

Brinkum - Von Gerd TöbelmannSven Engelmann ist ein Hüne, so um die zwei Meter groß. Als aktiver Spieler des Ex-Handball-Zweitligisten SV Grambke lehrte der Rückraum-Shooter die gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten. Doch am Samstag zeigte der 45-Jährige seine andere, seine emotionale Seite. Nach dem 31:24 (15:14) im Verbandsliga-Heimspiel gegen den Elsflether TB schoss ihm das Wasser in die Augen, denn er hatte als Trainer des FTSV Jahn Brinkum den vorzeitigen Oberliga-Aufstieg gepackt.

„Das ist wirklich klasse. Ich bin so stolz auf die Jungs. Ich kann es noch gar nicht richtig fassen, freue mich aber schon tierisch darauf, mit dieser Truppe in der Oberliga antreten zu können“, erklärte der überglückliche Coach.

Vier Spieltage vor dem Saisonende könnte Brinkum ruhig alle weiteren Spiele verlieren und würde doch hochgehen, weil der Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz (TuS Haren) bereits neun Punkte beträgt.

In der ersten Halbzeit war den Gastgebern vor diesmal allerdings recht karger Zuschauerkulisse die Nervosität anzumerken. „Stimmt. Es war schon besonders, weil wir vor dem Spiel wussten, dass wir es heute klarmachen können“, berichtete Routinier Stefan Schröder (40). Brinkum konnte sich nie absetzen, leistete sich drei Strafwurf-Fahrkarten und hatte zudem Pech mit etlichen Latten- und Pfostentreffern. Folge: Beim 15:14 zur Pause war die Oberliga nach dreijähriger Abstinenz längst noch nicht gebucht.

Doch in dieser Saison lassen sich die „Engelmänner“ auch von kleineren Leistungsdellen nicht aus der Fassung bringen. Wichtig war zudem, dass im zweiten Abschnitt Hauke Hellbernd das Jahn-Tor hütete, denn Aschkan Sadeghi bekam nicht allzu viele Bälle zu fassen. Mit Hellbernd gelang der zügige Umschwung, denn der 26-Jährige hielt Strafwürfe und freie Würfe des Gegners am Stück und war Hauptgarant dafür, dass sich Brinkum bis zur 41. Minute vorentscheidend auf 22:16 absetzen konnte. Danach hatte auch Elsfleth ein „Einsehen“ und stellte seine Bemühungen, als Partybremse aufzutreten, ein. Spätestens in den letzten zehn Minuten genossen die Hausherren das Match so richtig.

Zwei-Minuten-Strafe gegen Schröder – na und? Fröhlich trottete der Mittelmann vom Feld, um die Zwangspause für ein erstes Statement zu nutzen: „Jetzt will ich mit der Truppe auch Meister werden. Aber leicht wird das nicht, denn wir haben noch drei schwere Auswärtsspiele vor der Brust.“ Sollte man nicht abtreten, wenn es am schönsten ist? Schröder schüttelt den Kopf: „Auf keinen Fall. So lange die Knochen es hergeben, werde ich weitermachen,“

Was auch für Matchwinner Hellbernd gilt: „Das Umfeld hier in Brinkum passt für mich. Ich werde auf alle Fälle bleiben.“

In der kommenden Saison wird Brinkums Keeper dann zumindest einen neuen Spieler begrüßen können, denn mittlerweile gab Linksaußen Julian Wilkens (128/4 Saisontore) vom abgeschlagenen Kreisoberliga-Letzten SC Twistringen seine Zusage. „Julian will es bei uns versuchen und trainiert auch schon mit. Ich denke, dass er es packen kann“, meinte Engelmann – und da war seine Stimme schon wieder viel fester.

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