Skepsis bei Vereinen des Nordkreises

An Fußball-Pokalspiele glaubt kaum jemand

Die Weyher Fußballer Rene Heide (links) und Torben Backhaus halten sich in Dreye beim Badminton fit.
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Unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregelungen (nur Einzel ist pro Court möglich) halten sich die Weyher Spieler (im Vordergrund Rene Heide links und Torben Backhaus) in Dreye beim Badminton fit.

Der Bremer Fußball Verband hat die Pokalspiele im Herrenbereich und die Punktspiele bei den Frauen und Junioren noch nicht komplett aufgegeben. Wir haben einmal nachgefragt, wie sich die einzelnen Teams bis zu einem möglichen Re-Start fit halten.

Brinkum/Weyhe - Der Bremer Fußball-Verband (BFV) hat die Saison bei den Herren und in den Altersklassen annulliert. Aber deshalb sollen und wollen die Fußballerinnen und Fußballer die Beine längst noch nicht hochlegen. Bei den Herren ist geplant, im Bremer Landespokal noch vier Runden (wann auch immer) durchzuziehen, um einen Vertreter für die erste Runde im DFB-Pokal zu ermitteln.

Noch sind der Brinkumer SV, der TSV Melchiorshausen und auch der SC Weyhe in der zweiten Runde im Topf. Für die Brinkumer könnte sich das Training auch deshalb noch auszahlen, weil der Bremen-Liga-Erste eventuell noch eine Regionalliga-Relegation zu spielen hat. Im Frauen- und Jugendbereich sollen gar noch die Punktspiele der Hinrunde beendet werden. Dazu dürfte es auch eine Verlängerung der Saison in den Juli hinein geben.

Beim Brinkumer SV trainieren sie schon seit Wochen in Zweiergruppen – und dies dreimal pro Woche, um unter anderem für das Pokalspiel gegen SFL Bremerhaven gerüstet zu sein. „Zwischendrin haben wir auch mal eine Pause gemacht, um mal wieder runterzukommen. Die Jungs haben zudem noch Athletik-Einzeltraining bei Klaus Lange gemacht“, sagt Brinkums Manager Jörg Bender, der die Hoffnung auf eine Austragung der Pokalspiele noch nicht aufgegeben hat: „Da bin ich momentan ganz entspannt.“

Die Melchiorshauser legen momentan die Füße hoch und treffen sich virtuell nur einmal pro Woche zum gemeinsamen Krafttraining. „Wir haben sozusagen die Sommerpause schon mal vorgezogen“, sagt Landesliga-Trainer Lars  Behrens. Seine Hoffnung für die kommenden Wochen bis zu einem eventuellen Pokal-Heimspiel gegen VfL 07 Bremen lautet, dass die Mannschaft Anfang Mai wieder in Kleingruppen und ab Mitte Mai wieder komplett trainieren dürfte. „Aber insgesamt bin ich eher skeptisch, ob wir tatsächlich noch Pokalspiele  haben werden“, meint Behrens.

SC Weyhe schwitzt beim Badminton

Landesligist SC Weyhe müsste im Pokal zum FC Roland. Ein komplettes Training ist momentan nicht möglich. Die Weyher Spieler treffen sich in Zweiergruppen in einem Dreyer Sportstudio, um dort Tischtennis oder Badminton zu spielen. „Die machen das echt ernsthaft, um ihre Fitness zu halten“, sagt Trainer Dennis Lingnau. Zudem finden privat oder auch auf den Weyher Sportanlagen Übungen zu zweit statt. „Und seit einiger Zeit haben wir den Jungs ja auch noch Pläne fürs Lauf- und Krafttraining gegeben“, sagt Lingnau, der in Sachen Pokal aber skeptisch ist: „Ich glaube wegen der anhaltend hohen Corona-Fallzahlen nicht, dass alle Pokalspiele über die Bühne gehen werden.“

Sollte es keinen Sieger geben, würde Bremen den Verein an den DFB melden, der zum Zeitpunkt der letzten Pokalrunde ligatechnisch am höchsten eingestuft ist. Sollte der FC Oberneuland als Regionalligist nicht vorher ausscheiden, dürfte sich der FCO auf den DFB-Pokal freuen.

Übernimmt die A-Junioren des JFV Weyhe-Stuhr: Dirk Pistol.

Bei den A-Junioren des JFV Weyhe-Stuhr ruht der Trainingsbetrieb momentan. „Ich muss noch mal mit der Gemeinde Weyhe reden, ob wir nicht zumindest in Kleingruppen zum Training ran dürfen“, sagt Rainer Dismer. Der Trainer wird das Team verlassen und künftig nur noch die U 14 des TSV Lahausen coachen. Sein Nachfolger steht aber bereits fest: In der kommenden Spielzeit wird Dirk Pistol den A-Junioren-Verbandsligisten übernehmen. Derzeit ist der Polizeibeamte noch beim SC Weyhe als Trainer aktiv.

Noch sechs Partien haben die B-Junioren des JFV Weyhe-Stuhr in der Hinrunde der Verbandsliga zu absolvieren. Für das letzte Mai-Wochenende wurden schon die erste Spiele nach dem Re-Start angesetzt. Trainer Rainer Bindemann, der die Mannschaft weiterhin in der Verbandsliga trainieren wird, übt in erlaubten Kleinstgruppen und ist mit der Resonanz sehr zufrieden: „Von meinen 21 Spielern habe ich auf dem Rasen- und Kunstrasenplatz in Brinkum immer 18 im Training, die sich auf dem ganzen Platz verteilen, um alle Abstandsvorschriften zu befolgen – und das immerhin viermal pro Woche. Allerdings denke ich nicht, dass wir in dieser Saison noch Punktspiele machen dürfen.“

Überall wird abgebrochen. Da macht es doch keinen Sinn, dass wir Ende Mai spielen sollen.

Sven Möller, Trainer der 2. C-Junioren des JFV Weyhe-Stuhr

Ähnlich sieht es Sven Möller, der die zweite C-Jugend des JFV in der Verbandsliga betreut: „Überall wird komplett abgebrochen. Da macht es doch wenig Sinn, dass ausgerechnet wir Ende Mai wieder spielen sollen.“

Das Training zieht Möller aber konsequent durch: „Die Jungs sind heiß darauf. Wir dürfen mit unserer U14 ja auch noch in voller Teamstärke trainieren. Ich biete das auch dreimal pro Woche an. Und die Spieler nehmen das gut an. Schließlich geht es bei einigen ja auch darum, sich für die Regionalliga-Mannschaft der kommenden Saison zu empfehlen.“

Für Möller ist nach der Saison Schluss als Trainer. Die Verantwortlichen des JFV haben sich darauf geinigt, ein Trio zu installieren. Demnächst tragen Thorsten Kindermann, Marvin Bade und Nico Helmbold die Verantwortung.

Schwenke sucht noch Spielerinnen

Die Frauen des Verbandsligisten SC Weyhe treffen sich nicht zum Training in Kleinstgruppen. „Dafür machen wir virtuell einmal pro Woche ein Workout. Zudem haben die Mädels einen Laufplan und müssen mindestens einmal pro Woche sechs Kilometer bewältigen – und mir das auch bestätigen“, sagt Trainer Rolf Schwenke mit einem Schmunzeln.

Über seine Zukunft ist noch nicht entschieden: „Das hängt davon ab, ob wir mindestens 16 Spielerinnen für die kommende Saison zusammenkriegen.“ Momentan hat Schwenke acht feste Zusagen auf dem Zettel. Interessierte Spielerinnen können sich gern bei ihm melden.

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