43-Jähriger begründet Entschluss mit zeitlichem Engpass / Diephaus enttäuscht

Amrhein zieht die Reißleine: Syke steht ohne Trainer da

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Nach nur einem halben Jahr als Trainer des Fußball-Kreisligisten TuS Syke beendete Jörg Amrhein sein Engagement. Am Donnerstagabend teilte er seine Entscheidung den TuS-Spielern mit. Künftig will sich der 43-Jährige verstärkt um seine Familie kümmern, häufiger auch mal die Spiele seines Sohnes Moritz begleiten, der in der G-Jugend von Werder Bremen der Kugel hinterherjagt.

Syke - Von Daniel Wiechert165 Tage nach seinem ersten Kreisliga-Spiel als verantwortlicher Fußball-Trainer beim TuS Syke ist für Jörg Amrhein das Kapitel schon wieder beendet. „Die Situation beim TuS benötigt es, dass man sich zu 110 Prozent einbringen kann. Das schaffe ich zeitlich einfach nicht mehr“, erklärt Amrhein seinen Grund zum Rücktritt.

Der zeitliche Engpass komme daher, dass Amrheins Ehefrau einen neuen Arbeitsplatz angenommen habe, „dadurch bin ich zuhause mit unseren drei Kindern mehr eingespannt. Zusammen mit meinen beruflichen Angelegenheiten fehlt dann die Zeit für die Trainerarbeit“, sagt der 43-Jährige, der einst auch selbst für den TuS Syke die Fußballschuhe schnürte.

Amrhein beteuert, dass die heikle sportliche Situation – mit zuletzt neun Niederlagen in Serie – nicht ausschlaggebend für seinen Schritt gewesen sei: „Es war von vornherein klar, dass es eine schwierige Saison wird. Aber so schlecht stehen wir gar nicht da. Trotzdem ärgert es mich, es nicht geschafft zu haben, diese Negativ-Serie zu stoppen.“ Mit 15 Punkten liegt der TuS Syke derzeit zwei Punkte vor den Abstiegsrängen.

Auch deshalb ist TuS-Teamkoordinator Rolf Diephaus bemüht, einen Nachfolger zu finden, der den kriselnden Sykern neue Impulse geben kann. „Es geht darum, zeitnah jemanden zu finden. Ich habe auch schon einige Gespräche geführt – da waren durchaus interessante Sachen dabei“, so Diephaus, der keine Namen nennen wollte. Von Amrheins Schritt sei der Teamkoordinator „schon etwas überrascht“ gewesen. „Ich bin auch ein bisschen enttäuscht darüber, schließlich habe ich ihn im Sommer geholt“, sagt Diephaus, der aber „nichts Negatives“ über seinen Ex-Trainer sagen könne: „Er hat seine Arbeit verrichtet.“

Eine Arbeit, die für den 43-Jährigen trotz der Kürze der Zeit ziemlich aufreibend gewesen sei: „Ich würde mein Engagement mit dem Wort ‚anstrengend‘ überschreiben“, sagt Amrhein, der aber trotzdem betont, „viele nette Spieler kennengelernt zu haben“. Vor allem das Verhältnis mit den leitenden Akteuren sei intakt: „Rolf Diephaus und Holger Surm sind meine Jungs. Wir können uns weiterhin in die Augen schauen“, sagt Amrhein und hofft, dass die Mannschaft noch rechtzeitig die Kurve bekommt: „Mit der Entscheidung zu diesem Zeitpunkt will ich dem neuen Trainer die Chance geben, jetzt noch aktiv zu werden. So kann er bis zum Start im März noch seine eigenen Ideen umsetzen.“ Er selbst werde sich eine Auszeit vom aktiven Fußballgeschäft gönnen. „Es wird nicht so sein, dass ich in vier Wochen woanders an der Seitenlinie stehe. In den nächsten Jahren wird man mich nur noch in der Nähe eines Fußballplatzes sehen, wenn ich meinen Kindern zuschaue.“

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