Ambitionierte HSG Barnstorf/Diepholz reist morgen zu Aufsteiger HSG Delmenhorst

Alte Bekannte für Rieken im Team des Oberliga-Neulings

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Andrius Gervé (beim Wurf) macht derzeit eine Fußverletzung zu schaffen. Der Kreisläufer der HSG Barnstorf/Diepholz dürfte aber morgen im Oberliga-Spiel bei Aufsteiger HSG Delmenhorst auf die Zähne beißen.

Diepholz - Von Cord Krüger. Dag Rieken kennt die Gefahr, die vor vermeintlich kleinen Gegnern ausgeht. Deswegen will der Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz „alles daran setzen“, seinen Oberliga-Handballern vor dem morgigen Auftritt bei Aufsteiger HSG Delmenhorst schon die kleinsten Ansätze von Überheblichkeit auszureden: „Wir können nur Erfolg haben, wenn wir jedem Gegner den nötigen Respekt entgegenbringen“, fordert der HSG-Coach vor dem Auswärtsspiel ab 19 Uhr in der Halle an der Düsternorstraße.

Höchste Aufmerksamkeit gegen den Drittletzten sei für den Tabellenzweiten aus mehreren Gründen geboten: Erstens „verfügt Delmenhorst über eine Mannschaft von hoher Qualität“, sagt der Lehrer mit Blick auf den Drittliga-erfahrenen Niclas Schanthöfer (kam im Sommer von der SG Achim/Baden an die Delme) sowie einige Verstärkungen aus der Oberliga: Vor allem die beiden Linkshänder Stefan Timmermann und Philipp Freese kennt Rieken noch aus dem Effeff – schließlich spielten sie unter seiner Regie bis zum Sommer beim TV Neerstedt. Hinzu kamen Torwart Olaf Sawicki, Rückraummann Tim Kieselhorst sowie Kreisläufer Meik Schäfer. Die Einsätze der drei Ex-Brinkumer scheinen morgen allerdings fraglich – Kieselhorst steht berufsbedingt nicht immer zur Verfügung, Sawicki und Schäfer fehlten während der jüngsten 26:40-Niederlage in Beckdorf verletzt.

„Delmenhorst hat trotzdem in den ersten 20 Minuten gut dagegengehalten“, berichtet Rieken aus seiner Beobachtung in Beckdorf – und nennt Grund zwei, warum sein Team den Neuling nicht unterschätzen sollte: „Delmenhorst hatte ein schweres Auftaktprogramm, besiegte dabei aber den TSV Bremervörde. Das ist aller Ehren wert“, erinnert der HSG-Coach, dessen Mannschaft die Bremervörder vor knapp zwei Wochen nur mit 26:25 bezwungen hatte. Grund drei zur Vorsicht: „Uns erwartet eine volle Hütte“, prognostiziert der 46-Jährige einen Hexenkessel.

Ob die HSG Barnstorf/Diepholz diese Aufgabe in Bestbesetzung angehen kann, steht allerdings noch nicht fest. Cedric Quader und Arunas Srederis plagen sich mit Rückenverletzungen herum, Kreisläufer Ulf Grädtke machte Anfang der Woche eine Erkältung zu schaffen, und Rückraumspieler Kamil Chylinski zog sich während des 29:21-Siegs am Samstag bei der TSG Hatten-Sandkrug eine Fingerverletzung zu. „Eine Gelenkkapsel ist angeschwollen“, berichtete Rieken. Am Mittwochabend stieg der 22-Jährige aber immerhin wieder mit leichter Ballarbeit ins Training ein. Auch Kreisläufer Andrius Gervé ist angeschlagen, doch seine Fußprobleme hatte der Litauer schon vor der Partie in Sandkrug. Rieken denkt also, dass der Nationalspieler die Zähne zusammenbeißt.

Trotz dieser Liste geht der Coach die Herausforderung optimistisch an: „In diesen Fällen zeigt sich der Vorteil unseres großen Kaders: Wir können dann immer nachlegen.“ Allerdings fordert er von seinem eingesetzten Personal mehr Effektivität im Abschluss: „In Sandkrug hatten wir 16 Fehlwürfe – das ist zu viel. Da waren wir zu überhastet.“ Besonders die Phase mit einer Neun-Tore-Führung in der zweiten Halbzeit ärgerte ihn: „Plötzlich haben wir Spielzüge ausprobiert, die so nicht abgesprochen waren.“

Finn Richter ist einer derjenigen, die der „Chef“ aus dieser Kritik herausnimmt: „Er hat seine Sache auf jeden Fall gut gemacht“, sagt er über den 29-jährigen Linksaußen mit seiner gut 50-prozentigen Trefferquote. Seinem Einsatz in Delmenhorst scheint also nichts im Wege zu stehen.

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