Trainer Dirk Meyer heizt Konkurrenzkampf an – und hat dafür nun das Personal

Die alten Lorbeeren sind jetzt verwelkt

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Trainer Dirk Meyer (hinten links) vom Fußball-Bezirksligisten FC Sulingen freut sich auf die Zusammenarbeit mit (hinten von links) Tobias Plümer, Simon Beuke, Co-Trainer Stefan Rosenthal sowie (vorn von links) Waldemar Befort, Alexander Poda, Turan Coskun und Safi Rateb. ·

Sulingen - Von Arne FlüggeJetzt ist Schluss mit lustig beim FC Sulingen! Der Fußball-Bezirksligist hat die zum Teil völlig verkorkste abgelaufene Saison analysiert und will nun – und sei es auch mal mit harter Hand – möglichst schnell in die Erfolgsspur zurückkehren. Das Zauberwort heißt: Konkurrenzkampf. „Und da“, sagt Trainer Dirk Meyer, „darf und soll es im Training auch mal knallen. Es wird Feuer drin sein.“

Für die bisherigen Platzhirsche, die sich nach dem Geschmack des Trainers zu häufig mal auf ihrem Status ausgeruht haben, ist die Schonzeit ebenfalls vorbei. Ab jetzt zählen nur noch Einsatz, Leidenschaft und Leistung. Die Lorbeeren vergangener Tage sind damit beim FC Sulingen verwelkt. „Es wird sicherlich auch mal einen Etablierten treffen, der auf der Bank sitzt“, kündigt der FC-Coach an. Dass diese Spieler dann knurren, kalkuliert der 35-Jährige mit ein: „Wenn die Leute, die draußen sitzen, richtig sauer sind und reinkommen – dann werden sie mit einer Wut im Bauch spielen und wollen zeigen, dass sie zu Unrecht Ersatz waren.“ Meyer und sein Co-Trainer Stefan Rosenthal erhoffen sich von dem Konkurrenzkampf natürlich in erster Linie Erfolg und dass sich dadurch jeder Einzelne noch verbessert und weiterentwickelt. Selbst ein Svend Kafemann mit zuletzt 28 Saisontoren oder Kapitän und Mittelfeldmotor Benjamin Barth hätten „noch Luft nach oben“, glaubt Meyer: „Und wir wollen sie kitzeln, wir wollen vorankommen, den nächsten Schritt machen.“ Gelingt das, verspricht der Trainer, „werden wir einen anderen FC Sulingen sehen als in der abgelaufenen Saison.“

Dass dieser Plan des Trainergespanns überhaupt in die Tat umgesetzt werde kann, liegt vor allem an der neuen personellen Situation. Drei Abgängen (Oliver Freitag, Nils Schindler, Thomas Hoyer) stehen gleich sechs Neuzugänge gegenüber. Tobias Plümer, Simon Beuke, Turan Coskun, Waldemar Befort, Rateb Safi und Alexander Poda heißen die Jungs, die den Arrivierten Zunder machen sollen. „Wir haben darauf geachtet, viele Positionen jetzt mehrfach besetzen zu können“, sagt Meyer. Zudem hätten die Neuen zugesagt, nach Möglichkeit jede Trainingseinheit mitzumachen. Das war in der vergangenen Saison noch anders. Einige Spieler kamen nur zehn Mal in der gesamten Spielzeit, andere meinten, sie bräuchten sich aufgrund des dünnen Kaders nicht zu quälen, da sie ja ohnehin spielen würden. Doch damit ist jetzt Schluss. Und Trainer Meyer hat erkannt, dass seine Spieler diesen Konkurrenzkampf „super annehmen“ und auch sehr ernst nehmen. „Es ist eine Topmotivation in der Truppe. Jeder gibt Gas und freut sich auf die neue Saison“, schwärmt Meyer.

Neben der personellen Situation hatte der FC Sulingen jetzt auch mehr Zeit zum Regenerieren. „Letztes Jahr steckte uns noch die Relegation in den Knochen, wir hatten nur zwei Wochen Zeit zum Luft holen, das war zu wenig“, erinnert sich Meyer.: „Da war es klar, dass wir irgendwann in ein Loch fallen.“ Hinzu kam eine miserable Vorbereitung wegen vieler verletzter Spieler oder abwesender Studenten. Die Quintessenz: schlechte Trainingsbeteiligung, kein Konkurrenzkampf, keine Leistung.

In diesem Jahr, so Meyer, „sieht das alles viel besser aus, und wenn wir jetzt auch noch von Verletzungen verschont bleiben und alle Mosaiksteinchen zusammenpassen, können wir eine supergeile Saison spielen“. Mit den Puzzle-Teilen meint der 35-Jährige neben dem Konkurrenzkampf, die schnelle Integration der neuen Spieler, den ständigen Respekt untereinander sowie die Verfeinerung des 4-2-3-1-Systems und so variabel zu sein, auch mal ein anderes System zu spielen. Das Personal und die Qualität dafür habe der FC Sulingen, ist der Coach sicher. „Ich denke wir werden nicht mehr so schnell auszurechnen sein, weil fast alle Spieler auf verschiedenen Positionen einsetzbar sind.“

Der FC Sulingen als Wundertüte im positiven Sinn also? „Klar, warum nicht“, sagt der Trainer und schmunzelt dabei.

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