FC Sulingen hat den verpassten Aufstieg abgehakt / Trainer Dirk Meyer freut sich auf „megageile Liga“

Alte Leidenschaft – neues System

Mit fünf neuen Spielern geht Fußball-Bezirksligist FC Sulingen in die neue Saison. Trainer Dirk Meyer (rechts) freut sich auf die Zusammenarbeit mit (v.l.) Fabian Schmitting, Phil Wübbeling, Nils Schindler, Thomas Hoyer und Oliver Freitag. ·
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Mit fünf neuen Spielern geht Fußball-Bezirksligist FC Sulingen in die neue Saison. Trainer Dirk Meyer (rechts) freut sich auf die Zusammenarbeit mit (v.l.) Fabian Schmitting, Phil Wübbeling, Nils Schindler, Thomas Hoyer und Oliver Freitag. ·

Sulingen - Von Arne FlüggeDie Enttäuschung, nach einer grandiosen Saison den Aufstieg in die Fußball-Landesliga am Ende erst in der Relegation verpasst zu haben, war beim FC Sulingen im ersten Moment groß. Doch jetzt – mit ein paar Wochen Abstand – ist beim Vizemeister die Erkenntnis gereift, dass es vielleicht doch ganz gut ist, auch in der kommenden Spielzeit weiter in der Bezirksliga zu spielen.

„Wenn wir Woche für Woche solche Gegner gehabt hätten wie HSC Hannover oder Stadthagen – wir hätten vermutlich ganz, ganz große Probleme bekommen“, sagt FC-Trainer Dirk Meyer: „Der Aufwand ist doch sehr hoch. Und ich weiß nicht, ob wir das hätten stemmen können. Wenn du in der Landesliga spielen willst, muss die Trainingsbeteiligung hoch sein. Bei unseren vielen Studenten wäre das zu einem Problem geworden.“

Gewehrt hätten sich die Sulinger nicht. „Wir wären den Weg gemeinsam gegangen“, sagt Meyer, ohne aber einen Hehl daraus zu machen, dass er sich wieder auf die Bezirksliga freut, die seiner Ansicht nach noch stärker geworden ist. „Wenn man sich die Mannschaften anschaut, dann ist das doch eine megageile Liga. Und wir werden alles dafür tun, wieder gut dazustehen. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen.“

Mit dem Druck, als Vizemeister jetzt zu den Topfavoriten in der neuen Saison zu zählen, kann seine Mannschaft umgehen, glaubt Coach Meyer: „Wir haben uns diese Situation doch selbst erarbeitet. Darauf können wir stolz sein.“ Der 33-Jährige weiß aber auch, dass es schwer wird, so eine Saisonleistung noch einmal auf den Platz zu bringen. „Wir waren letztes Jahr komplett am Limit. Wenn wir das bestätigen könnten, wäre das schon eine ganz große Nummer.“ Allerdings heißt es für Meyer auch: „Abwarten, es gibt sehr viele andere sehr gute Mannschaften in der Liga.“

Dazu zählt Meyer den Ortsrivalen TuS Sulingen, der sich mit Manuel Meyer und Mehmet Koc vom Regionalliga-Aufsteiger BSV Rehden verstärkt hat. Ferner hat der Trainer Landesligaabsteiger SC Uchte auf dem Zettel. „Wie stark Diepholz wird, ist schwer zu sagen, und Seckenhausen ist immer ein Mitfavorit.“

Wichtig wird für Meyer sein, wie seine Spieler die letzten Wochen mit dem verpassten Aufstieg mental verkraftet haben – und wie seine Mannschaft aus den Startlöchern kommt: „Starten wir gut, können wir viele Teams ärgern – wenn nicht, kann’s eine ganz schwierige Saison werden.“

Daher will der Sulinger Trainer seine Saisonziele auch nicht an einem Tabellenplatz festmachen. „Jeder will sich in der nächsten Saison immer weiter verbessern. Aber wenn du Zweiter geworden bist, kannst du jetzt nicht einfach das Ziel definieren, Erster werden zu müssen. Das wäre vermessen“, weiß Meyer, dem andere Dinge erstmal viel wichtiger sind. Die Weiterentwicklung der Mannschaft beispielsweise. Zudem denkt der FC-Coach darüber nach, das System zu verändern – weg vom Spiel mit Libero, hin zur Vierer- oder vielleicht auch Dreierkette. „Mal schauen, wir werden einige Dinge, auch in taktischer Hinsicht ausprobieren.“

Dabei steht aber weiter über allem, „das wir erneut im Kollektiv überzeugen müssen. Wir haben nicht die Mega-Einzelspieler. Wir müssen wieder diese Geschlossenheit, dieses Miteinander auf den Platz bringen, dass uns zuletzt so stark gemacht hat“, fordert Meyer: „Wir bekommen nichts geschenkt und werden uns wieder alles neu erarbeiten müssen. Die Jungs sollen kämpfen, das, was sie können auf den Platz bringen. Und wer meint, er will nicht mitmachen – dann hat sich das erledigt.“

Klare Worte des Sulinger Coaches, der aber nicht davon ausgeht, dass irgendjemand aus der Reihe tanzt. „Ich konnte mich auf die Mannschaft in der letzten Saison zu 100 Prozent verlassen, und ich denke, dass jetzt auch die neuen Spieler mitziehen. Oliver Freitag kommt vom TuS Steyerberg und ist sowohl im Angriff als auch defensiver einsetzbar. Nils Schindler (SC Marklohe) bezeichnet Meyer als „einen überragenden Fußballer, an dem wir noch viel Freude haben werden, wenn er den richtigen Fitnesszustand hat“. Aus der A-Jugend des TuS Sulingen wechselt Phil Wübbeling, der als Manndecker einmal in die Fußstapfen von Torben Schoof treten kann. Zudem zieht Meyer in Fabian Schmitting und Thomas Hoyer zwei Spieler aus der Zweiten hoch. „Wir sind gut aufgestellt“, glaubt der FC-Trainer, zumal Spielmacher Alper Yildirim nach langer Verletzungspause endlich wieder beschwerdefrei ist. „Er wird für uns wieder eine richtige Verstärkung sein“, weiß Dirk Meyer.

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