Okels Rico Volkmann freut sich besonders auf den „Württemberg-Cup“ / Bremer SV Favorit

„Als kleiner Junge schon davon geträumt“

Kleine Heimkehr: Stuhrs Trainer Stephan Stindt hat auch schon mal für Ristedt gespielt. Foto: rehnert

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Es soll ja Spieler, Trainer oder Zuschauer geben, die ihren Urlaub so legen, dass sie auf alle Fälle Spiele beim Ristedter Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“ nicht verpassen. Am Montag ist es wieder soweit, denn dann steigt bereits die 20. Auflage dieser Traditions-Veranstaltung, die im Kreis Diepholz ihresgleichen sucht. An den sechs Vorrunden-Spieltagen und dem Finalabend am 19. Juli werden etwa 2 000 Zuschauer auf dem Ristedter Sportplatz erwartet. „Wir haben wieder ein extrem starkes Teilnehmerfeld auf die Beine gestellt“, meint Bernd Schebitz vom veranstaltenden Fußballförderkreis Grün Weiß ‘92 Ristedt. Sportliche Zugpferde des Turniers sind die beiden Bremen-Ligisten Bremer SV und Brinkumer SV sowie Landesligist TuS Sulingen mit seinem neuen Trainer Walter Brinkmann. Als letztes Team sprang Bezirksliga-Aufsteiger TSV Okel auf den Ristedter Zug.

Gr. A, TuS Sulingen

Zum überwiegenden Teil kann man sagen: Überall dort, wo Walter Brinkmann Trainer ist oder war, war für ihn ein Start beim „Württemberg-Cup“ gesetzt. So ist es natürlich auch jetzt bei seiner Rückkehr zum Landesligisten aus dem Südkreis: „Die Organisatoren haben mich sehr freundlich gebeten, dass wir wieder dabei sind. Dem haben wir natürlich gern entsprochen, denn die Atmosphäre ist immer toll. Auch die vielen Zuschauer sind für solch ein Turnier schon außergewöhnlich. Zudem ist es angenehm, auch mal gegen Teams aus dem Bremer Verband zu spielen.“ Brinkmann möchte gern ins Finale einziehen, erklärt aber auch den Spagat, den er vollführen muss: „Klar will man immer gewinnen. Aber es geht natürlich auch darum, die Neuzugänge einzuspielen. Da muss man eben Kompromisse machen.“

Gr. A, TV Stuhr

Auch die Stuhrer, vor einem Jahr noch vom Bezirksliga-Titel euphorisiert, konnten (wie Brinkum nach dem Titel) in Ristedt nicht überzeugen und blieben als Dritter in der Gruppenphase hängen.

Dennoch freut sich Trainer Stephan Stindt schon auf die Spiele: „Das ist eine toll organisierte Veranstaltung. Weil ich selbst mal in Ristedt gespielt habe, kenne ich natürlich noch sehr viele Leute. Die Atmosphäre auf dem engen Gelände und mit den vielen Zuschauern ist toll – das hat schon Event-Charakter.“

Aber im Vordergrund steht für Stuhr natürlich, das Team für die Punktspiele auf Vordermann zu bringen. „Und dafür ist Ristedt bestens geeignet, weil man mindestens drei gute Gegner hat“, sagt Stindt. Aber der TVS-Coach will mehr: „Wir möchten ins Finale.“ Als Trainer des TSV Bassum schaffte er das schon einmal im Jahr 2011 (damals im Endspiel 0:3 gegen den Bremer SV).

Gr. A, TSV Melchiorsh.

Seit einer Woche ist der Bremer Landesligist wieder im Training. Den „Württemberg-Cup“ müssen die Blau-Weißen aber ohne den im Rücksack-Urlaub in Südostasien weilenden Cheftrainer Lars Behrens bestreiten. „Ich werde meinem neuen Co-Trainer Marc Schönthal aber entsprechenden personelle und taktische Hinweise geben“, erklärte Behrens gestern zwei Tage vor seinem Abflug. „Das Turnier wollen wir mit unserem fast unveränderten Kader dazu nutzen, unsere Fitness zu verbessern“, erklärte Behrens, der wieder auf die Dienste von Jan Schmötzer (zuletzt alte Herren) bauen kann.

Gr. A, TSV Okel

Okels Spielertrainer Rico Volkmann ist schon voller Vorfreude: „Noch am Abend nach unserem Aufstieg im Juni haben wir davon gesprochen, dass es eine echte Zugabe ist, dass wir jetzt auch erstmals in Ristedt teilnehmen und die Atmosphäre aufsaugen dürfen. Aber natürlich kennen wir das tolle Turnier. Als kleiner Junge bin ich da schon hingefahren und habe davon geträumt, da auch mal zu spielen.“

Bei den Erwartungen gibt sich der 27-jährige Stürmer bescheiden: „Wir wollen uns gegen die namhafte Konkurrenz gut verkaufen und vielleicht den einen oder anderen Punkt holen.“

Gr. B, Brinkumer SV

Wie beliebt der Wettbewerb bei den Brinkumern ist, ergibt sich aus dem Statement von Manager Jörg Bender: „Ich plane das so in meinen Terminkalender ein, als wäre es mein eigener Urlaub. Für uns ist es einfach ein Muss, dass wir in Ristedt dabei sind.“

Dabei schnitt sein Team nicht immer positiv ab. Das war auch im vergangenen Jahr so, denn das Team vom damaligen Trainer Dennis Offermann landete in der Gruppe nur auf Platz drei und verpasste so das Minimalziel: Das Match im kleinen Finale um Platz drei.

An der Strahlkraft des Turniers ändert das für „Jogi“ aber nichts: „Obwohl wir immer die Gejagten sind, ist das Event ein echtes Highlight in der Vorbereitung, das wir nicht missen möchten.“ Das Erreichen des finalen Freitags mit dem kleinen und großen Finale sollte machbar sein. Der aktuelle Bremen-Liga-Meister und Titelverteidiger Bremer SV gilt sicherlich als Favorit auf den Gruppensieg. Brinkum sollte aber zumindest die beiden Bezirksligisten SV Heiligenfelde und TuS Sudweyhe in Schach halten können.

Gr. B, Bremer SV

Ralf Voigt, Trainer des Bremen-Liga-Meisters, drückt seine Wertschätzung für das Ristedter Turnier so aus: „Das ist eine tolle Sache. Wir wären auch gekommen, wenn wir in die Regionalliga aufgestiegen wären. Schließlich müssen sich meine 20 Spieler wieder finden. Und da ist Ristedt ein guter Ort.“ Über die Zielsetzung meint der 53-Jährige: „Wenn wir bei einer solchen Veranstaltung antreten, dann wollen wir auch gewinnen.“

Für den BSV lief das Ende der vergangenen Saison nicht so gut: Erst wurde der Regionalliga-Aufstieg verspielt („Wir waren in beiden Relegationsspielen das bessere Team“, so Voigt) und dann unterlag das Team im Landespokal-Finale auch noch dem FC Oberneuland, der jetzt im DFB-Pokal antreten darf, mit 0:1. Aber Voigt blickt in Sachen Regionalliga schon voraus: „Wir werden es wieder versuchen und wollen endlich aufsteigen.“

Gr. B, SV Heiligenfelde

„Wir wollen viel testen und natürlich einen guten Eindruck hinterlassen“, erklärt SVH-Coach Torben Budelmann, für den es schon eine kleine Überraschung wäre, „wenn wir am finalen Freitag noch ein Spiel hätten“. Personell sieht es beim Bezirksligisten recht gut aus. „Wir haben natürlich Urlauber, aber dennoch einen guten Kader beisammen“, sagt „Budel“.

Gespannt sein darf man auf den Auftritt von dem aus Brinkum zurückgekehrten Stürmer Joshua Brandhoff. Und gegen wen absolviert der SVH sein erstes Turnierspiel? Genau. Am Dienstag geht es gegen Brinkum.

Gr. B, TuS Sudweyhe

Sudweyhes Coach Christian Mach ist Realist: „Wir kämpfen wohl mit Heiligenfelde um den dritten Platz in der Gruppe. Der Bremer SV und danach Brinkum sind wohl zu stark.“ Hinzu kommt, dass die Sudweyher in den beiden ersten Partien wegen Urlaubs und einer privaten Feier erhebliche Probleme haben, eine starke Mannschaft aufs Feld zu schicken. „Vielleicht muss da auch mal der ein oder andere aus der Zweiten aushelfen“, sagt Mach.

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