Weyher Triathlet unter neun Stunden

Aloha Hawaii: Schindler packt Quali

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Gerhard Neye darf sich jetzt Ironman-Europameister der AK 70 nennen. ·

Kreis-Diepholz - Von Daniel WiechertFRANKFURT · Aloha Hawaii, heißt es am 12. Oktober für Maik Schindler vom SC Weyhe. Der Triathlet sicherte sich am Sonntag in Frankfurt die Qualifikation für den Wettbewerb im hawaiianischen Kailua-Kona – dem Triathlon-Mekka schlechthin. In 8:59:25 Stunden legte er seine persönliche „Fabelzeit“ hin. Auch für Gerhard Neye von den Tri-Wölfen des LC Hansa Stuhr war der Frankfurter Wettbewerb äußerst erfolgreich. Der 69-Jährige darf sich nun Ironman-Europameister in der Altersklasse (AK) 70 nennen.

Schindler erwies sich als echter Ironman. Nach 57:02 Minuten Schwimmen, 4:43:44 Stunden Radfahren und 3:13:04 Stunden über die Marathondistanz belegte er den 45. Gesamtrang und Platz vier in der AK 25. „Besonders meine Zeiten sind krass. Ich habe trotz der extremen Temperaturen in allen drei Disziplinen meine persönliche Bestzeiten hinlegen können“, freute sich Schindler.

Da in seiner Altersklasse insgesamt fünf Startplätze für Hawaii zu vergeben waren, zählt der 28-Jährige zu den Glücklichen. Bei der Sieger ehrung wurde dann alles eingetütet. Denn direkt vor Ort musste die Hawaii-Startgebühr in Höhe von 775 Dollar hinterlegt werden.

Die Erleichterung war bei Schindler besonders groß, weil er sich bereits im vergangenen Jahr fit für die Hawaii-Qualifikation fühlte. „Das sah damals echt gut aus – ich war top-fit. Umso schlimmer war es für mich, dass ich 14 Tage vor dem Wettkampf einen Ermüdungsbruch erlitten habe“, erinnert er sich.

„Ich fahre da jetzt nicht hin, um Weltmeister zu werden. Für mich ist die Qualifikation zunächst einmal eine große Genugtuung“, sagte der 28-Jährige. Nun möchte er erst einmal zwei bis drei Wochen die Füße hochlegen, bevor es im Training heißt: Quälen für Kailua-Kona.

Neye holt EM-Titel

in der Altersklasse 70

Gerhard Neye sprach davon, dass es angesichts der hohen Temperaturen eine Riesen-Plackerei gewesen sei und etliche Athleten mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatten. Der Kreislauf spielte bei Neye mit, doch Muskelprobleme machten ihm zu schaffen.

So hatte der 69-Jährige zunächst schwer in den Wettkampf gefunden und wechselte nach einer Schwimmzeit von 1:36:21 Stunden auf‘s Rad. „Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch fünf Minuten Rückstand auf meine ärgsten Konkurrenten“, sagte Neye. Doch auf dem Rad sog er sich mit der Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,89 km/h Stück für Stück wieder an seine Mitstreiter heran.

„Beim abschließenden Laufen habe ich sie dann alle geschrubbt“, berichtete Neye mit einem Lächeln. Nach 3,8 Kilometer (km) Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,2 km Laufen lag der Athlet vom LC Hansa Stuhr am Ende mehr als eine Stunde vor dem Zweitplatzierten in der AK 70. Mit dem Titel sicherte er sich auch die Qualifikation für Hawaii. „Damit habe ich das Ziel eines jeden Triathleten erreicht“, freute sich Neye kurz nach der Siegerehrung.

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