Trainer Walter Brinkmann schwärmt von Aufsteiger und Fast-Meister TuS Sulingen

„Alles richtig gemacht – eine tolle Mannschaft“

Sulingen - Von Malte RehnertDie erste große Party ist gefeiert, doch dabei soll’s nicht bleiben. Nach dem geschafften Aufstieg in die Bezirksliga wollen die Kreisliga-Fußballer des TuS Sulingen am Wochenende auch die letzten Mini-Zweifel an der Meisterschaft beseitigen. „Wir wollen ganz sicher sein – und dann alles genießen. Ich gehe davon aus, dass wir es packen. Alles andere wäre schon sehr ungewöhnlich“, sagt TuS-Trainer Walter Brinkmann.

Bei nur noch zwei Spielen haben die Sulinger, die nach fünf Jahren Abstinenz auf die Bezirksebene zurückkehren, sechs Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten TV Stuhr – und mit + 67 auch eine wesentlich bessere Tordifferenz als der ärgste Verfolger (+47).

Dass der TuS letztlich so souverän die Tabelle anführt, war anfangs noch nicht abzusehen. Brinkmann hebt zwar lobend hervor, dass sein Team das neue 4:2:3:1-System „sehr schnell verstanden“ hat: „Das klappte schon in der Vorbereitung recht gut, das hat mich beeindruckt.“ Allerdings ging Sulingen trotzdem nur als Sechster in die Winterpause. „Wir mussten uns eben auch erst finden. Außerdem hatten die drei A-Jugendlichen Philipp-Rene Meier, Niklas Klare und Rajan Leymann noch die Doppelbelastung. Jetzt haben sie die nicht mehr, weil die A-Jugend schon abgestiegen ist und sie nur noch in der Ersten spielen“, sagt Brinkmann.

In der Rückserie läuft’s dagegen wie geschmiert. In Till Linsenhoff und Sebastian Elvers kamen noch „zwei gute Spieler“ (Brinkmann) hinzu – und: Thorolf Meyer (34), mit 21 Toren Sulingens bester Schütze und in der Hinserie lange verletzt, konnte komplett durchspielen. „Das ist ein 30-Prozent-Faktor“, urteilt der TuS-Coach, der insgesamt wenig Verletzungspech zu beklagen hatte. Deshalb konnte er Spieler wie Kapitän Dennis Neumann, der im Winter am Knie operiert wurde, auch mal ein bisschen schonen.

Sulingen legte eine famose Serie mit zwölf Siegen hintereinander hin – bei 51:5 Toren. „Ein bisschen Glück hatten wir nur beim 2:1 gegen Twistringen, ansonsten war’s deutlich“, erinnert sich Brinkmann, der besonders stolz auf die Disziplin seines Teams ist: „Wir spielen keinen Hurra-Fußball, sondern mit Über-

„Höchstens noch zwei,

drei Neuzugänge“

legung nach vorne. Und die Mannschaft ist extrem fixiert darauf, zu null zu spie- len.“ 17 Mal ist das in 28 Spielen gelungen, insgesamt schluckte der TuS nur 17 Gegentreffer – exzellente Werte, zu denen ein „Umschüler“ einen großen Beitrag leistete. Carsten Sudmann, eigentlich Stürmer, glänzt inzwischen – meistens neben Niko Müller – als Innenverteidiger in der Viererkette. „Anfangs war’s schwierig, die Leute davon zu überzeugen“, schmunzelt Brinkmann.

Mit 31 Jahren ist Sudmann einer der Ältesten in einem sonst sehr jungen, aber schon überaus abgebrühten Team. „Die Jungs sind wunderbar mit der Drucksituation umgegangen“, findet Brinkmann und schwärmt: „Sie haben eigentlich alles richtig gemacht – eine tolle Mannschaft!“

Und die bleibt genau so zusammen. „Das ist schon klar“, freut sich Brinkmann. Lediglich Keeper Benjamin Hanke tritt aus privaten Gründen ein wenig kürzer, dafür hat Sulingen bereits Tim Bösche vom TSV Schwarme geholt. Viel mehr Neuzugänge wird’s auch nicht geben. „Höchstens noch zwei oder drei“, meint Brinkmann, „wir wollen die Mannschaft nicht überfremden. Die Jungs haben es sich verdient, in der Bezirksliga zu spielen. Und wenn die Entwicklung so weitergeht, dürften wir keine großen Probleme haben, uns zu etablieren.“

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