Arsen Orzjan und Sören Gerdes holen Vizetitel bei eFootball-Landesmeisterschaft / Großes Lob für das Event

„Es hat alles funktioniert“ – Vilser begeistern in Hannover

Zweiter: Vilsens Sören Gerdes (li.) und Arsen Orzjan. Foto: mm

Hannover – „Wir konnten es selber gar nicht glauben, wir haben nie damit gerechnet, das war einfach mega!“ Arsen Orzjan und sein „Fifa“-Partner Sören Gerdes waren komplett überwältigt. Platz zwei bei der Niedersachsen-Meisterschaft im eFootball, ein Adidas-Gutschein im Wert von 2 000 Euro für ihren SV Bruchhausen-Vilsen. Diese sieben Stunden Zocken in der Hannoveraner Life Swiss Hall hatten sich am Sonntag mal so richtig gelohnt.

Im Finale waren sie zwar letztlich deutlich mit 0:4 am Duo des SV Wehrstedt 65 (Kreis Hildesheim) gescheitert, doch spätestens mit etwas Abstand war das den beiden Vilsern völlig egal. „Das war eine super tolle Erfahrung, und wir sind echt stolz auf uns“, strahlt Orzjan.

Gerdes und er hatten sich Ende November als Dritte bei der Kreismeisterschaft in Heiligenfelde für Hannover qualifiziert, vertraten den Kreis Diepholz gemeinsam mit Kreismeister SV Marhorst und einem Duo des TSV Wetschen, das für die kurzfristig verhinderten Starter des TSV Okel einsprang.

Während die Marhorster Georg Lampe und Lars Rußmann in der zweiten Qualirunde nach der Gruppenphase (insgesamt 24 Gruppen à vier Teams) die Segel streichen mussten, zeichneten sich aber auch die Wetscher Christian Gruhn und Moritz Bollhorst aus. Als Gruppenzweite spielten sich die beiden durch die Qualirunden bis ins Achtelfinale, zogen dort aber mit 0:2 gegen den TuS Barendorf (Kreis Lüneburg) den Kürzeren – im Viertelfinale wären schon die ersten Preise sicher gewesen.

„Wir dachten, dass wir gar nix gewinnen“, sagt Gruhn, der von einer „ziemlich geilen“ Erfahrung spricht: „Moritz und ich haben nach der Kreismeisterschaft kaum gespielt. Wir sind ja Vierter geworden und hatten uns damit eigentlich gar nicht qualifiziert – da hatten wir die Schnauze von ,Fifa‘ ein bisschen voll und wollten erst auch gar nicht mit nach Hannover.“ Doch letztlich ließen sich die beiden breitschlagen – und bereuten es nicht. „Es war ganz gut“, meint Gruhn, „dass wir beide da sehr locker reingegangen sind.“

Anders als Orzjan und Gerdes. Die beiden hatten zwar berufsbedingt im Vorfeld auch nicht viel trainieren können, setzten sich am Freitag und Samstag zusammen, um sich auf den bei der Landesmeisterschaft gespielten Modus (85er-Teams) vorzubereiten. „Wir haben dann einfach drauflos gespielt“, schildert Orzjan den ersten Auftritt: „Es war am Anfang noch etwas holprig, wir haben innerhalb kürzester Zeit nach einer 2:0-Führung noch das 2:2 kassiert.“

Danach ging es aber so richtig los: Zwei souveräne Siege später (4:0 und 4:1) stand der Gruppensieg und damit das direkte Erreichen des Sechzehntelfinals fest. Einem knappen 1:0 ließen die Vilser, die mit der AS Monaco spielten, ein 4:3 im Achtelfinale folgen, waren damit sicher in den Preisen. „Wir haben uns gedacht: ,Das darf doch nicht wahr sein‘“, berichtet Orzjan grinsend: „Es hat alles funktioniert.“

Und es ging so weiter. Nach einem 3:1-Erfolg wartete im Halbfinal-„Derby“ ein Duo vom TSV Wechold-Magelsen aus dem Nachbarkreis Nienburg (am Ende Vierter, für den SC Haßbergen war in der ersten Quali-Runde Schluss). „Wechold war sehr stark, ich muss zugeben, dass wir unverdient gewonnen haben“, sagt Orzjan über den 1:0-Sieg. Dann endete die Glückssträhne der Vilser. „Bei uns war ein bisschen die Luft raus, und der Gegner hat es wirklich sehr, sehr gut gemacht“, lobt Orzjan, der „total begeisterte vom Event in Hannover ist: „Das Turnier war super organisiert, der NFV hat ganz große Arbeit geleistet.“  fs

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