START IN DIE SAISON: FC Sulingen

Jäger: „Man darf uns auf dem Zettel haben“

Trainer Sascha Jäger (hinten rechts) präsentiert sein neues Stab-Mitglied Stefan Falldorf (hinten links) sowie die Akteure Marvin Zawodny (hinten Mitte), Rico Nölting (vorne links) und Tizian Buß. Es fehlt Neuzugang Sebastian Elvers.
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Ab sofort gemeinsam beim FC Sulingen: Trainer Sascha Jäger (hinten rechts) präsentiert sein neues Stab-Mitglied Stefan Falldorf (hinten links) sowie die Akteure Marvin Zawodny (hinten Mitte), Rico Nölting (vorne links) und Tizian Buß. Es fehlt Neuzugang Sebastian Elvers.

Bezirksligist FC Sulingen ist die nächste Mannschaft, die wir im Rahmen unserer Serie „Start in die Saison“ vorstellen. Das Team von Trainer Sascha Jäger will dort anknüpfen, wo es in der abgebrochenen Spielzeit aufgehört hat - und wieder ganz oben mitmischen. Scheint realistisch zu sein, denn die Neuzugänge sind viel versprechend.

Sulingen – Im März gab es bei Sascha Jäger und Co. einen Tiefpunkt. Die Motivation bei den Protagonisten des FC Sulingen erhielt einen Knacks. Denn es war gerade entschieden worden, dass die Bezirksliga-Saison für annulliert, für null und nichtig erklärt wird. Sieben Siege und ein Unentschieden bedeuteten Platz eins in der Süd-Staffel beim Abbruch – alles umsonst.

„Wir haben richtig gute Arbeit geleistet“, blickt Coach Jäger zurück: „Es hat schon so zwei Wochen gebraucht, bis wir sagen konnten: Es war trotzdem eine gute Zeit.“

Mittlerweile sind mehr als nur diese 14 Tage vergangen, und die Motivation ist auch zurück. „So langsam kribbelt’s wieder“, meint Jäger lächelnd – auch wenn er weiß, dass in der Vorbereitung viel gearbeitet wird.

Das Gefühl, die Erwartungen und die Voraussetzungen sind ähnlich wie vergangenes Jahr. „Erst mal geht es nur um Punkte, dann um neue Systeme und darum, Abläufe reinzubekommen“, gewährt der 37-Jährige Einblick in seine Planung: „An dem Punkt waren wir letzte Saison noch nicht.“ Da war der Trainer neu, vorrangig ging es um Stabilität – aus der schnell eine starke „Balance“ und große Torgefahr wurde. „Das wieder hinzubekommen, ist das Ziel“, betont Jäger.

Ich ärgere mich immer noch über die Testspielniederlagen gegen Seckenhausen (2:3, d. Red.) und Rehden (0:4) im vergangenen Sommer, denn ich nehme aus jedem Spiel etwas mit.

Trainer Sascha Jäger, angesprochen auf seine bisher „ungeschlagene“ Zeit beim FC Sulingen.

Die Defensive um Abwehrchef Martin Roughley ist ohnehin eigentlich immer schwer zu knacken, und in der Offensive können die Sulinger sich auf starke Einzelspieler wie Marian Pingel (acht Tore), 2020-Königstransfer Konstantin Meyer (kam vom TuS Sulingen) oder Lars Mesloh (beide fünf Treffer) verlassen. Und auch Bjarne Meyer bleibt dem FC erhalten, „es wundert mich ein bisschen, dass keiner angerufen hat, um sich über ihn zu erkundigen“, sagt Jäger.

Das Juwel gehöre „in Sachen Spielintelligenz, Taktik und Technik“ ins „oberste Regal der Bezirksliga“ und ist „zu Höherem bestimmt – wenn wir aufsteigen“, meint Jäger lachend. Die Meisterrunde ist das Ziel, „das muss sie sein“ für einen in Pflichtspielen ungeschlagenen Trainer, der keinen Leistungsträger verloren hat.

Jonas Finke verlässt die Sulestadt in Richtung TSV Schwaförden. „Ich hatte ihn noch gar nicht als Spieler, er war nur verletzt und hat keine Chance gesehen zu spielen“, erklärt Jäger: „Wir haben ihn aber nicht aus den Augen verloren und hätten ihn gerne nächstes Jahr wieder.“ Anders sieht es bei Abgang Nummer zwei aus. Mathis Reichert hätte der Coach gerne behalten, der Aufwand ist für den Studenten (Produktion und Logistik in Hannover) jedoch zu groß.

Auffangen sollen das Rico Nölting und Tizian Buß, die beiden Angreifer werden aus der zweiten Mannschaft hochgezogen. Und dann wären da ja noch die Meyer-Nachfolger Marvin Zawodny und Sebastian Elvers. Beide Ex-TuSler gehen ebenfalls den Weg zum Stadtrivalen. „Er kann ein wichtiger Baustein werden“, traut der Trainer Zawodny eine große Rolle zu: „Marvin ist ein Ausnahmespieler, der auch in die Kabine passt.“ Ähnlich sieht es bei Elvers aus. „Er hat eine Qualität am Ball, die wir so vielleicht nicht im Kader haben“, erläutert Jäger die Vorzüge seines Neuen: „Wir bekommen einen gestandenen Mann mit unglaublicher Erfahrung dazu, einen Spieler für die besonderen Pässe.“ Beide sind vornehmlich zentral eingeplant.

Mit 20 Spielern ist der Kader – der in dieser Form bereits im Dezember nahezu feststand – fertig. Und Jäger ist mehr als zufrieden. „Wir wollten nicht viel machen, nicht groß verändern, es hat ja letztes Jahr funktioniert“, betont er: „Der Kader ist richtig, richtig gut. Man darf uns auf dem Zettel haben.“ fs

Hartkamp führt FC Sulingen zum 2:0 gegen SVH

Sulingen – Nächster Testspielerfolg für den FC Sulingen: Die Mannschaft von Trainer Sascha Jäger behält in der Vorbereitung ihre weiße Weste, setzte sich am Mittwochabend gegen den Bezirksliga-Konkurrenten SV Heiligenfelde mit 2:0 (1:0) durch. „Beide Teams sind an ihre Grenzen gegangen“, betonte Jäger: „Kämpferisch war es eine Partie auf sehr hohem Niveau.“ Spielerisch klappte hingegen noch nicht alles, was auch daran lag, dass beide Mannschaften doch einige personelle Probleme haben.

Gerade die Anfangsphase hatte sich ziemlich zerfahren gestaltet. Die Gäste – gecoacht von Torben Budelmann – konzentrierten sich zunächst auf ihr geordnetes Defensivkonzept. „Heiligenfelde war wirklich gut organisiert, hat die Räume gut zugestellt“, sagte Jäger. Sein Team agierte etwas zu schlampig im Pass- und Positionsspiel. Zur Führung musste daher ein Standard herhalten. Viktor Gense schlug einen Freistoß von links in den Strafraum, Julian Hartkamp ließ den Ball per Hinterkopf ins lange Eck gleiten – 1:0 (28.). Auch am zweiten Treffer war Gense beteiligt. Per Steckpass hebelte er die Heiligenfelder Defensive aus, ehe Lars Mesloh zum 2:0 (85.) vollendete.

„Die Sicherheit hat uns in einigen Aktionen gefehlt“, resümierte Jäger: „Es gibt auf jeden Fall noch Inhalte, an denen wir arbeiten müssen.“ Der Coach lobte vor allem seine Verteidiger Martin Roughley und Hartkamp, auf Heiligenfelder Seite zeichnete sich besonders Torwart Jörn Wachtendorf aus.

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