Fusion der Verbände in vollem Gange

Allein 420 Seiten für den Spielbetrieb

Bremen - Die Tennisverbände Nordwest und Niedersachsen sind enger zusammengerückt. Das verdeutlicht die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre und der Kooperationsvertrag, der vor kurzem von beiden Seiten unterschrieben wurde. In den kommenden Jahren kann und soll es sogar zu einer Fusion der beiden Verbände kommen.

Der erste Schritt der Kooperation ist der gemeinsame Spielbetrieb – von der Oberliga bis zu den Regionsklassen. „Die Zusammenführung aller Mannschaften hat ein immenses Arbeits pensum im Zuge der Staffeleinteilung mit sich gebracht“, verdeutlichten die beiden Präsidenten Hanns-Gerd Fischer (TV Nordwest) und Gottfried Schumann (Niedersächsischer TV). Unter ihrer Führung wurden die Strukturreform und die geplante Fusion der beiden Verbände stark vorangetrieben.

Durch die Zusammenarbeit sollen Synergieeffekte genutzt sowie die Ressourcen der Vereine geschont und optimiert werden. Ein Beispiel ist der gemeinsame Spielbetrieb. „Oft waren die Grenzen der beiden Landesverbände nicht nachvollziehbar. Vereine, die nur wenige Kilometer auseinanderliegen, spielten in unterschiedlichen Verbänden und mussten teilweise weite Fahrten in Kauf nehmen“, erklärt Carsten Hartung, Spielleiter im TV Nordwest. Dem soll nun entgegengewirkt werden. „Wir wollen die Gesamtzahl der Fahrtwege aller Mannschaften eines Vereins minimieren und damit auch die Kosten. Denn die Bereitschaft für Punktspiele hängt häufig auch mit den Finanzen zusammen“, betont Hartung. Je höher eine Mannschaft jedoch spiele, desto weiter müsse sie natürlich fahren.

Dem gemeinsamen Spielbetrieb werden Schritt für Schritt weitere gemeinsame Maßnahmen folgen. Bereits jetzt werden viele Sitzungen, Gremientagungen und Seminare gemeinsam durchgeführt, beispielsweise im Lehr- und Ausbildungswesen. Ein verbesserter Vereinsservice und gemeinsame Turniere stehen auch auf dem Programm. Zudem gibt es ein über 420 Seiten (!) dickes Handbuch zum Spielbetrieb.

Die Mitglieder haben

das letzte Wort

„Für unsere weitere Arbeit gilt es, das Ziel weiterhin mit Kontinuität in der Amtsführung in erreichbare Nähe zu führen“, erklärt Norbert Köpp, Nachfolger von Hanns-Gerd Fischer als Vorsitzender des TV Nordwest. Dabei seien die Vorteile einer Fusion im Hinblick auf einen Gewinn für Niedersachsen und Bremen ins Auge zu fassen. Es müsse zu einer Win-Win-Situation kommen, „damit möglichst zusammenwächst, was zusammengehört“.

„Geschwindigkeit, Intensität und Umfang der Umsetzung sind aber noch nicht abzusehen“, betont Hartung. „Und eines sollten wir nicht vergessen: Die Mitglieder sind die Basis. Sie entscheiden, ob es tatsächlich zu einer Fusion der beiden Tennisverbände kommt.“ · an

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