Fußball-Kreisligist TSV Weyhe-Lahausen begrüßt 19 Spieler zum ersten Training nach Corona

„Alle haben sich riesig gefreut“

Alle auf Abstand: Das erste Training des Fußball-Kreisligisten TSV Weyhe-Lahausen nach den Coronavirus-Beschränkungen verlief vorbildlich. Fotos: Jdi

Weyhe-Lahausen - Von Julian Diekmann. Der Ball rollt wieder. Zumindest auf der Zentralsportanlage in Weyhe. Genauer gesagt beim TSV Weyhe-Lahausen. Seit der vorigen Woche befindet sich der Fußball-Kreisligist wieder im Mannschaftstraining. Jedoch gehörten Körperkontakt, Zweikämpfe oder sogar ein Abschlussspiel aufgrund der aktuell grassierenden Coronavirus-Pandemie noch nicht zum Trainings-Repertoire. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch – ganz im Gegenteil, wie Lahausens Cheftrainer Thorsten Eppler bestätigte: „Alle haben sich riesig gefreut, endlich mal wieder zusammen auf dem Platz zu stehen – und das Team-Feeling genossen. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.“

Dass die erste Einheit nach Bekanntwerden der Pandemie so reibungslos ablief, hat laut Eppler auch damit zutun, „dass mir mit Torsten Waldmann, Eckhardt Zunft, Christian Topp und Torsten Leymann gleich vier Übungsleiter zur Seite standen“.

Und der hohe Aufwand machte sich bezahlt. Gleich 19 Spieler begrüßte der 53-jährige Chefcoach am Trainingsgelände hinter dem Hauptplatz. Doch gerade die Vorbereitung auf die erste Einheit war für Eppler und seine Assistenten eine Herausforderung: „Wir haben uns bereits eine halbe Stunde vor dem Training getroffen, um alle Elemente vorzubereiten.“ Vier Stationen hatte das Trainerteam für die eineinhalbstündige Einheit ausgearbeitet. „Wir hatten eine Laufstation, an der ich sehen wollte, ob sich meine Spieler auch in der trainingsfreien Zeit fitgehalten haben, eine Station die sich ausschließlich mit dem Passspiel beschäftigt hatte sowie eine mit Torschussübungen und eine, die Passspiel und Flanken beinhaltete“, erklärt Eppler.

Doch bevor es in Vierer- oder Fünfergruppen an die jeweiligen Stationen ging, versammelte der Coach sein Team um sich – natürlich mit gebührendem Sicherheitsabstand. Er erklärte seinen Spielern, wie schön es sei, sie endlich mal wiederzusehen. Richtete aber auch mahnende Worte an seine Akteure. „Bitte achtet auf den Sicherheitsabstand, fallt euch nicht in die Arme“, lauten unter anderem die Ansagen des 53-Jährigen: „Gerade zu Beginn des Trainings habe ich besonders stark darauf geachtet, dass sich alle Spieler an die Regeln halten.“ Doch das tat gar nicht not. Alle Anwesenden hielten sich vorbildlich an die momentan gestellten Verordnungen.

„Die Vorfreude war natürlich riesig. Und es hat enormen Spaß gemacht“, zeigte sich Stürmer Rene Eggers mit der ersten Einheit zufrieden: „Endlich durften wir auch mal wieder mit dem Ball trainieren. Das hat mir schon etwas gefehlt. Auch, wenn es mit einem normalen Training nicht wirklich vergleichbar ist, war es schön, mal wieder die Mitspieler zu sehen. Wir müssen einfach das Beste aus der Situation machen.“

Das ist Eppler und seinem Team auf jeden Fall gelungen. „Ich freue mich, dass die Jungs so gut mitgezogen haben“, meint der Coach. Was aber nach fast zehn Wochen ohne Training kaum verwundert. „Ich muss zugeben, dass die ersten Minuten noch etwas ungewohnt waren“, gesteht Eggers: „Es hat ein wenig gedauert, bis man wieder drin war. Danach ging es aber ganz gut.“

Und wie geht es beim TSV Weyhe-Lahausen nun weiter? „Wir ziehen die Einheiten jetzt erst einmal weiter durch, trainieren bis Ende Juni zweimal wöchentlich mit dem geforderten Mindestabstand“, erklärt Eppler: „Dann warten wir den außerordentlichen Verbandstag ab. Dort wird dann aller Wahrscheinlichkeit die aktuelle Saison abgebrochen. Sollte es so kommen, gehen wir für drei Wochen in die Pause, um uns zu regenerieren. Anschließend wollen wir dann Mitte Juli die Vorbereitung für die kommende Spielzeit wieder aufnehmen. Ich rechne damit, dass die neue Serie dann im September starten kann.“

Doch bis dahin heißt es: Abstand halten. Das Abschlusstrainingsspiel muss also erst einmal noch warten.

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