Auf Bremens 3:2 folgt 2:3 in Saarbrücken

Werders Doppel Aguirre/Szöcs sorgt für Happy End

Bremens Mattias Falck an der Tischtennis-Platte
+
Gestern in Gala-Form: Bremens Mattias Falck.

Grünwettersbach/Saarbrücken – Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen ist nur haarscharf an einem perfekten Wochenende vorbeigeschrammt: Nach einem 3:2-Thriller beim ASV Grünwettersbach hatten die Hanseaten auch gestern den amtierenden deutschen Meister 1. FC Saarbrücken am Rande der Niederlage, um am Ende hauchdünn mit 2:3 den Kürzeren zu ziehen.

ASV Grünwettersbach – SV Werder Bremen 2:3: „Das war ein richtig gutes Match von beiden Seiten. Eigentlich hatte die Partie keinen Verlierer verdient“, schwärmte SVW-Coach Cristian Tamas nach einem Wechselbad der Gefühle. Denn: Die von Manager Sascha Greber anvisierten zwei Punkte („Ich hoffe stark auf einen Sieg und dann 10:8 Zähler“) lagen nach den beiden Auftakteinzeln fast schon in unerreichbarer Ferne.

Erst zerschellte Marcelo Aguirre an der ASV-Abwehrwand Wang Xi, dann musste Werder-Spitzenspieler Mattias Falck nach einer 8:4-Führung im Entscheidungssatz noch gegen Tobias Rasmussen passen. Völlig aus dem Nichts kam die Niederlage der Bremer Nummer eins allerdings nicht, da er auch schon in der Vorsaison an Rasmussen gescheitert war. Trotzdem natürlich ein eigentlich folgenschwerer Lapsus der Gäste. Beim Stand von 0:2 aus Sicht der Grün-Weißen. Aber die Norddeutschen bewiesen eine bravouröse Moral: Allen voran Kirill Gerassimenko, der Grünwettersbachs deutschen Nationalspieler Dang Qiu in vier Sätzen keine Chance ließ. Nun witterte Werder wieder Morgenluft und setzte nach. Falck hatte seinen Patzer gegen Rasmussen offenbar in Windeseile aus den Klamotten geschüttelt und brachte die „chinesische Abwehrmauer“ Xi souverän zum Einsturz – 2:2. Also musste das Schlussdoppel entscheiden – und hier erwies sich das SVW-Duo Aguirre/Hunor Szöcs als etwas nervenstärker und sorgte durch ein 11:9 im fünften Durchgang für ein Bremer 3:2-Happy-End.

Falck in Gala-Form

1. FC Saarbrücken – SV Werder Bremen 3:2: Viel fehlte aus grün-weißer Sicht nicht zu einer makellosen 4:0 Punkteausbeute. Selbst bei den sich in Topform befindenden Saarländern standen die Werderaner kurz vor einem Sieg. Okay, Aguirre und Gerassimenko wurden in ihren Einzeln rasiert, doch dafür lieferte Falck eine absolute Weltklasseleistung ab. Schon Deutschlands Nummer drei, Patrick Franziska, hatte gegen den Vizeweltmeister nichts zu bestellen – und auch der formidable Chinese Shang Kun wurde von Falck regelrecht vom Tisch geschossen. „Besser kann man nicht spielen“, applaudierte Tamas: „Mattias hat gezeigt, warum er zu den besten Spielern der Welt zählt.“

Wie bereits am Freitag stand es demnach am Sonntag ebenfalls 2:2, sodass erneut alle SVW-Hoffnungen auf der Kombination Aguirre/Szöcs ruhten. Beinahe hätte es auch abermals für die Gäste gereicht. Einen 1:7-Rückstand im ersten Durchgang drehte das Bremer Tandem in einen 10:8-Vorsprung – konnte jedoch keinen der beiden Satzbälle verwerten. Genau wie im dritten Durchgang, sodass Werder schlussendlich unglücklich mit 2:3 unterlag. Trotzdem machte Tamas der Auftritt Mut: „Diese Leistung muss unser Maßstab sein, dann können wir weiterhin um die Playoffs mitspielen.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Rehdens Abwehrriegel hält lange

Rehdens Abwehrriegel hält lange

Rehdens Abwehrriegel hält lange
Aus der Traum

Aus der Traum

Aus der Traum
„Die Freude ist riesengroß“

„Die Freude ist riesengroß“

„Die Freude ist riesengroß“
Historischer Sieg: Diepholzer Kreis-Team holt sich Standartentitel

Historischer Sieg: Diepholzer Kreis-Team holt sich Standartentitel

Historischer Sieg: Diepholzer Kreis-Team holt sich Standartentitel

Kommentare