Werder 2:3 gegen Düsseldorf / Teammanager Greber hat Playoffs fast abgehakt

Adrian Crisan versagen im letzten Einzel die Nerven

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Zerknirscht: Werders Adrian Crisan (Bild) verlor das alles entscheidende Match gegen Düsseldorfs Kamal Achanta.

Bremen - Schwerer Rückschlag für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen im Kampf um die Playoff-Plätze: Obwohl Rekordmeister Borussia Düsseldorf ohne Ausnahmespieler Timo Boll in der Hansestadt antrat, zogen die Grün-Weißen mit 2:3 den Kürzeren.

Einen Spieltag vor Schluss der regulären Saison ergibt sich somit folgende Konstellation: Werder muss in knapp zwei Wochen als Fünfter unbedingt beim Tabellendritten aus Frickenhausen gewinnen. Gleichzeitig darf der momentane Vierte 1. FC Saarbrücken nicht über Düsseldorf triumphieren. Nur dann rutscht der amtierende Deutsche Meister noch auf Rang vier und wahrt seine Chance auf die Titelverteidigung.

Laut Bremens Teammanager Sascha Greber ein eher unrealistisches Szenario: „Ich sehe für uns nur noch minimale Chancen.“ Allerdings haben sich die Hanseaten diese miese Ausgangsposition selber zuzuschreiben. Ohne Weltklassespieler Boll wäre Düsseldorf definitiv zu packen gewesen. Zumal die Bremer loslegten wie die Feuerwehr und durch einen kämpferischen Fünfsatz-Kraftakt von Spitzenspieler Chih-Yuan Chuang (nach 0:2-Rückstand) sowie den hochklassigen Viersatztriumph von Adrian Crisan über Nationalspieler Patrick Baum schnell mit 2:0 in Führung gingen.

Alles war angerichtet für die Rückeroberung des vierten Platzes, als den Hausherren urplötzlich die Puste ausging. Konnte man mit der Viersatzschlappe von Constantin Cioti gegen einen wiedererstarkten Christian Süß noch rechnen, so stellte das 1:3 von Chuang gegen Baum schon eine herbe Enttäuschung dar. Trotzdem nahm Greber seine Nummer eins in Schutz: „Chuanny ist erst morgens von einem Turnier aus China zurückgekommen. Ihm fehlte durch die Reisestrapazen am Ende einfach die Kraft. Ich finde es toll, dass er sich überhaupt in den Dienst der Mannschaft gestellt hat.“ Weniger toll fand Greber indes den folgenden Auftritt von Crisan. Als klarer Favorit an den Tisch gegangen, versagten dem Rumänen im Schlusseinzel die Nerven. Trotz einer 2:1-Satzführung scheiterte er noch in fünf Durchgängen an Kamal Achanta zum bitteren 2:3-Knockout. Besonders pikant: In Achanta könnte ausgerechnet ein Ex-Werderaner Bremen die Playoff-Teilnahme vermasselt haben. Für Greber jedoch nur eine Randnotiz. Vielmehr ärgerte er sich maßlos darüber, dass sein Team leichtfertig einen regelrechten Big Point liegengelassen hatte: „Solche Chancen muss man als Deutscher Meister einfach nutzen. Wir hatten es ja selber in der Hand. Jetzt sind wir auf Schützenhilfe angewiesen. So eine Ausgangslage hätte ich uns gerne erspart.“ · drö

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