Junge Diepholzer A-Jugend verliert 0:10 gegen den fünf Klassen höheren VfL Osnabrück

Achtbarer Pokal-Auftritt trotz der Klatsche

Schwer beschäftigt: Rechtsverteidiger Filippo Tomasi (Mitte) stört hier rechtzeitig gegen Osnabrücks Mika Leue. Vor allem in der ersten Hälfte ärgerten Tomasi und seine Diepholzer Teamkollegen (hier mit Sechser Til Jarne Lohaus, links und Innenverteidiger Nick Wegner, 2. von links) den turmhohen Favoriten aus der A-Junioren-Bundesliga.
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Schwer beschäftigt: Rechtsverteidiger Filippo Tomasi (Mitte) stört hier rechtzeitig gegen Osnabrücks Mika Leue. Vor allem in der ersten Hälfte ärgerten Tomasi und seine Diepholzer Teamkollegen (hier mit Sechser Til Jarne Lohaus, links und Innenverteidiger Nick Wegner, 2. von links) den turmhohen Favoriten aus der A-Junioren-Bundesliga.

Diepholz – Nach 76 Minuten am Mittwochabend wurde es dann doch noch ein bisschen emotional im Diepholzer Mühlenkampstadion. Torwart Nick Schawe von der Bundesliga-A-Jugend des VfL Osnabrück hatte im Rauslaufen den fünf Ligen tiefer spielenden Can Deniz Süre von der SG Diepholz „gefällt“. „Karte!“, lautete die Forderung aus Reihen der 150 Zuschauer – gepaart mit dem allseits bekannten „Der hat schon Gelb!“

Allgemeines Gelächter. Wohlwissend, dass der bis dato kaum in Aktion getretene Keeper gar keine Verwarnung hatte kassieren können. Geändert hätte das womöglich wenig: Der fällige Freistoß gut 30 Meter vor dem Tor brachte nichts ein – und zu diesem Zeitpunkt stand’s bereits 0:8 in diesem Erstrunden-Duell des A-Junioren-Niedersachsenpokals, am Ende musste der Bezirksligist noch in eine 0:10 (0:2)-Niederlage einwilligen.

Diepholzer Trainer Heyer lobt sein Team für erste Halbzeit

„Meine Jungs wollten natürlich unbedingt verhindern, dass es zweistellig wurde“, verriet SGD-Trainer Frank Heyer mit Bedauern für seine jungen Kämpfer, von denen drei sogar noch in der B-Jugend spielen. „Am Ende war es dann eine Frage der Kräfte, weil sie wirklich viel gelaufen sind. Aber in der ersten Halbzeit haben sie das richtig gut gemacht“, lobte der Coach seine Underdogs: „Sie waren konzentriert und sind gut die Wege zugelaufen.“

Seine Mannschaft stand von Beginn an tief – verständlich angesichts des Kalibers, mit dem die Gastgeber es zu tun hatten. Rechtsverteidiger Filippo Tomasi und Innenverteidiger Nick Wegner gewannen zwar die ersten Zweikämpfe, doch nach zweieinhalb Minuten war es soweit, als der in den Strafraum getanzte Leandro Ricker Rasteiro zur Führung des Favoriten traf.

Nach einer Stunde dreht der Bundesligist auf

Danach ließen die Kreisstädter allerdings wenig zu – bei gefühlt 90-prozentigem Ballbesitz des Bundesligisten. SGD-Schlussmann Yannis Ah Loy entschärfte einen Flachschuss von Mika Leue (14.), Arvin Moulai zielte knapp am langen Eck vorbei (15.) – viel mehr kam in der ersten Viertelstunde nicht durch. Auch dank der drei für sich entschiedenen Kopfballduelle des aufmerksamen Diepholzer Kapitäns Chris Winkelmann im Abwehrzentrum. Hinzu kam eine defensiv starke Kollektivleistung nach hinten – in des Gegners Hälfte schaffte es der Bezirksligist bis dahin deshalb nur einmal. Ab Minute 20 wurde die Sportgemeinschaft mutiger, fuhr über Süre und Jona Gerding zwei Konter. Auf der anderen Seite musste ein Standard für das 2:0 herhalten: Jan-Philipp Stottmann köpfte einen Eckball wuchtig in die Maschen (24.). Philipp Schmidt vergab anschließend das 3:0, als er einen Heber an die Latte setzte (28.). So blieb‘s tatsächlich beim achtbaren 2:0 zur Pause.

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Sergen Yüksekdag mit einem überlegt abgeschlossen Alleingang auf 3:0, ehe Schlussmann Ah Loy seinen großen Auftritt hatte: Erst rettete er aus kurzer Distanz per Fußabwehr gegen Mika Leue, den Abpraller lenkte er ebenfalls mit dem Schienbein einen Schuss von Moulai an die Latte (55.). Kurz darauf stand es trotzdem 4:0 – durch Schmidt mit einem Schuss von links (57.). Und nach gut einer Stunde schwanden bei den Platzherren die Kräfte: Moulai erhöhte per Doppelschlag auf 6:0 (63./64.), Ah Loy rettete sehenswert mit einer Flugeinlage gegen Felix Ballmann (65.), doch Benjamin Bajrami überwand ihn von links zum 7:0 (68.). Immerhin erst neun Minuten später legte Moulai zum 8:0 nach. Schließlich überlistete Jannik Zahmel Ah Loy noch zum 9:0 (83.), ehe es durch Max Bartels zweistellig wurde (87.).

Komplett chancenlos waren die Kreisstädter dann aber doch nicht: Nach eingangs geschilderter Szene mit dem Foul an Süre ergaben sich noch zwei, drei Flankenläufe für die Underdogs. „Sie wollten unbedingt ein Tor schießen“, erklärte Heyer die zweite Luft, die seine Akteure plötzlich bekamen.

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