Acht Tore beim 34:26 der HSG Barnstorf/Diepholz in Delmenhorst / Rieken gefällt die zweite Reihe

Kamil Chylinski lässt es krachen

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Sieben Tore aus dem Spiel heraus – damit war Tobias Meyer zweitbester Werfer der HSG Barnstorf/Diepholz.

Diepholz - Von Cord Krüger. Zehn Minuten vor Schluss nahm Donatas Biras Maß. Der Torhüter der HSG Barnstorf/Diepholz parierte einen weiteren Angriff der HSG Delmenhorst und warf die Kugel quer durch die Stadionhalle in den leeren Kasten der Gastgeber, die ihren Keeper zugunsten eines siebten Feldspielers ausgewechselt hatten. Biras' Treffer zum 27:21 war die Vorentscheidung zugunsten des noch verlustpunktfreien Tabellenzweiten der Handball-Oberliga, der sich am Ende mit 34:26 (16:15) durchsetzte. „Aber wie ich vorher auch schon geahnt hatte, war es nicht so leicht“, erinnerte HSG-Trainer Dag Rieken: „Delmenhorst hat eben eine gute Mannschaft.“

Und das, obwohl der Aufsteiger ohne Barnstorfs Ex-Schlussmann Olaf Sawicki und weitere erfahrene Akteure auskommen musste. Vor allem in der ersten Hälfte machte der Tabellenzwölfte den Gästen das Leben schwer. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gerieten die Gäste ab Minute acht erstmals unter Zugzwang: Benjamin Janssens verwandelte einen Siebenmeter zum 5:4, Fino Oetken legte zur erstmaligen Zwei-Tore-Führung für die Delmenhorster nach. Dominik Ludwig (7:5/10.) und Janssens (8:6/11.) hielten den Favoriten noch auf Distanz, doch dann stellte Rieken seine Abwehr um: Mit Martin Golenia im Zentrum, Bastian Carsten-Frerichs auf der Halbposition sowie Arunas Srederis und Kamil Chylinski in der Spitze lief es besser.

In der Folge glich Carsten-Frerichs zum 8:8 aus (12.), Srederis sorgte per Doppelschlag mit dem 9:9 und 10:9 (15.) wieder für die Führung. Trotz zwischenzeitlicher Unterzahl wegen der zwei Minuten gegen Bastian Carsten-Frerichs setzten sich die Gäste über 12:10 auf 14:12 (25.) ab. „In dieser Phase haben wir es versäumt, noch einen draufzulegen“, bedauerte Rieken: „Wir haben uns im Ballvortrag zu viele leichte Fehler erlaubt und den Gegner so zu Toren eingeladen.“

Das sprach der Trainer in der Pause an – und seine Worte verfehlten ihre Wirkung nicht: Über 19:18 (35.) und 22:19 (40.) zog das Top-Team auch dank seiner zurückgewonnenen Geduld davon. Und nachdem sich auch der in der zweiten Halbzeit stärkere Biras in die Torschützenliste eingetragen hatte, machte Kamil Chylinski mit seinem achten Treffer zum 30:24 vorzeitig den Deckel drauf (56.). „Kamil kommt immer besser ins Spiel“, lobte Dag Rieken den Rückraummann, freute sich aber ebenso über die Leistung des für den Polen eingewechselten Saulius Liutikas sowie über die sieben Treffer aus dem Spiel heraus von Tobias Meyer – obwohl der Aufsteiger ihn zwischenzeitlich noch in Manndeckung genommen hatte. „Unser großer Kader hat wieder einmal funktioniert“, bilanzierte der 46-Jährige. Damit meinte er unter anderem den später gebrachten Linksaußen Raul Ferent und Laurynas Palevicius, der die Rechtsaußenposition von Carsten-Frerichs übernahm.

Darüber hinaus fügte sich Ulf Grädtke nach gerade erst überstandener Grippe nahtlos ein: Der Kreisläufer erwies sich als adäquater Ersatz für Andrius Gervé, auf den Rieken demnächst wegen seiner Einsätze für die litauische Nationalmannschaft verzichten muss. „Ulf war während der Vorbereitung verletzt, hat seinen physischen Rückstand aber wieder aufgeholt“, schilderte der HSG-Coach.

Deshalb hat der B-Lizenz-Inhaber ein besseres Gefühl, wenn er an den bevorstehenden Oberliga-Gipfel nach knapp dreiwöchiger Herbstferien-Pause denkt: Für das Heimspiel am Freitag, 6. November, ab 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle gegen Spitzenreiter HSG Schwanewede/Neuenkirchen muss Rieken definitiv auf Auswahl-Akteur Gervé verzichten, doch mit Grädtke, den er deshalb bewusst für knapp 40 Minuten spielen ließ, sieht er da keine Probleme. „Und ich freue mich tierisch auf dieses Topspiel vor eigener Kulisse – zumal es mein erstes als HSG-Trainer ist, wenn es um Punkte geht“, verrät der HSG-Coach. Den vorherigen Heimsieg gegen den TSV Bremervörde hatte er wegen eines Lehrgangs in Barsinghausen zur Verlängerung seines Trainerscheins verpasst.

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