Landesligist verliert in Oyten 28:31 / Zukunft von Trainer Schweitzer noch offen

Abstieg der HSG Phoenix besiegelt

Beste Werferin bei der HSG Phoenix: Amelie-Sophie Hoffmann (r.) traf neunmal. Foto: wes

Oyten – Nach dem Abpfiff blicken viele Spielerinnen ins Leere. Die Enttäuschung ist riesig, die Wut auf sich selbst auch. Durch die 28:31 (15:14)-Pleite beim Schlusslicht TV Oyten III stehen die Handballerinnen der HSG Phoenix einen Spieltag vor dem Saisonende als Absteiger aus der Landesliga fest.

„Der Umbruch war einfach zu groß. Der Anpassungsprozess hat zu lange gedauert“, urteilt Christoph Schweitzer enttäuscht, aber gefasst. Nach dem Abstieg aus der Oberliga hatte er das Traineramt übernommen. Aus dem damaligen Team waren lediglich sechs Spielerinnen geblieben, von denen mit Mareen Kunze und Jaqueline Hanke zwei Damen erst im Laufe der Saison nach schweren Verletzungen zurückkehrten.

Eine Spielerin kam von außerhalb, die anderen aus der eigenen Kreisoberliga-Mannschaft und der A-Jugend. „Wir mussten sie ins kalte Wasser schmeißen. Daher war es uns klar, dass der Klassenerhalt in der Landesliga eine schwierige Aufgabe wird“, so Schweitzer. Oft hielten die Phoenix-Damen gut mit, lagen in Führung. „Doch wir waren zu grün hinter den Ohren, haben klare Torchancen nicht genutzt.“

So war es auch gegen Oyten III: In der ersten Halbzeit blieben die Gäste stets dran und gingen kurz vor der Pause erstmals in Führung, die sie in der zweiten Hälfte sogar auf drei Treffer ausbauten. Auch beim 27:24 in der 52. Minute lagen sie vorn. „Doch leider haben die Mädels dann die Angriffe nicht lange ausgespielt. Sie wurden unruhig und verloren den Faden“, bedauerte Schweitzer. Ein Dreierpack von Alena Böttjer, die der HSG sogar insgesamt 14 Feldtore einschenkte, brachte innerhalb von nur zwei Minuten den Ausgleich. Kurz darauf gerieten die Phoenix-Damen sogar in Rückstand. Eineinhalb Minuten vor dem Ende gelang Lina Horstmann nur noch der Anschlusstreffer zum 28:29, doch das war es dann.

Wie geht es nun weiter? „Nächste Woche gibt es ein Treffen mit dem Vorstand. Ich könnte mir durchaus vorstellen, hier weiterzuarbeiten. Das hängt natürlich auch davon ab, ob die Mannschaft weiter leistungsorientiert Handball spielen möchte“, verrät Schweitzer.  te

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