Mittelwesers Coach sagt Nienburgs Landesliga-Frauen zu / 34:35-Niederlage

Abstieg besiegelt – und Enders Ära endet

Abschied nach 13 Jahren: Trainer Michel Ender (l.) verlässt die HSG Mittelweser/Eystrup nach der Saison. Foto: Westermann
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Abschied nach 13 Jahren: Trainer Michel Ender (l.) verlässt die HSG Mittelweser/Eystrup nach der Saison.

Eystrup – Michael Enders Stimme klang brüchig. Nicht nur wegen des grippalen Infekts, den sich der Trainer der Landesklassen-Handballer von der HSG Mittelweser/Eystrup eingefangen hatte. Und nicht nur wegen der 34:35 (14:18)-Heimniederlage gegen den Tabellenzehnten ATSV Habenhausen III, die seine Männer zehn Sekunden vor Schluss durch einen Ballverlust verursacht hatten. Vor allem nagte am 42-Jährigen, dass dadurch der Abstieg des Schlusslichts besiegelt war – und er sich nicht mit einem Happy End von der HSG verabschieden konnte: „Nach 13 Jahren werde ich diesen Verein nun verlassen – aber im Guten“, berichtete Ender, der sich vor gut einer Woche mit der HSG Nienburg einigte. Dort übernimmt er die Landesliga-Frauen. „Eine interessante Aufgabe mit vielen jungen Spielerinnen, die schon in der A-Jugend-Bundesliga ihre Erfahrungen gesammelt haben“, erläuterte Ender.

Die Tatsache, dass Nienburg näher an seinem Dienstort Hannover liegt und die Arbeit im neuen Team dank Trainerkollege Christian Koop auf mehrere Schultern verteilt ist, gab den Ausschlag bei der Entscheidungsfindung, die ihm trotzdem nicht leicht fiel: „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, gesteht der Coach, „aber nach 13 Jahren ist es vielleicht für beide Seiten ganz gut, mal etwas Neues zu versuchen.“ In dieser Zeit hatte er nicht nur die Erste, sondern auch fast alle Jugendteams und zwischendurch zudem Mittelwesers Damen gecoacht.

Vorwerfen konnte er seinem aktuellen Team auch am Samstagabend nichts: „Es war ein Spiegelbild der gesamten Saison: Alle haben toll gekämpft. Die Jungs haben bis zum Ende Moral bewiesen und in den letzten fünf Minuten einen Fünf-Tore-Rückstand aufgeholt – aber mit der letzten Szene haben wir den Sieg weggeworfen“, bilanzierte Ender. Die Hausherren hatten einen Ball erobert, bei einem Fehlpass aber den entscheidenden Gegenstoß zu Habenhausens Siegtor eingeleitet.  ck

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