Aufsteiger unterliegt beim SV Marienwerder mit 5:9 

Abstieg des TSV Barrien aus der Bezirksliga so gut wie besiegelt

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Entschied einen Fünfsatz-Krimi für sich: Barriens Christian Gerlach. 

Marienwerder - Rabenschwarzes Wochenende für den TSV Barrien in der Tischtennis-Bezirksliga der Herren: Beim SV Marienwerder zog der Aufsteiger nach hartem Kampf mit 5:9 den Kürzeren und zeitgleich leistete, sich der designierte Meister MTV Bücken bei Barriens Hauptkonkurrent SG Ronnenberg einen folgenschweren 8:8-Patzer. Mittlerweile kann Barrien wohl nur noch ein Wunder vor dem Abstieg bewahren.

SV Marienwerder - TSV Barrien 9:5: „Wir sind wohl einfach zu grün hinter den Ohren“, seufzte TSV-Spitzenspieler Patrick Damaschun nach einem Wechselbad der Gefühle: „Auswärts fehlt uns immer wieder die nötige Abgezocktheit.“ Gut auf den Punkt gebracht, da für die Gäste eindeutig mehr drin gewesen wäre. Da aber in den Doppeln nur Damaschun/Hendrik Wünderlich punkteten und danach das obere Paarkreuz fest in der Hand des bärenstarken SVM-Duos Besim Emruli/Alexander Tefov blieb, hechelte das Kreisteam schnell einem 1:4-Rückstand hinterher.

Doch Barrien bewies Moral und wehrte sich. Zwar musste im ersten Durchgang noch TSV-Kapitän Karsten Meyer knapp gegen Dirk Herrmann passen, aber kampfstarke Erfolge von Hendrik Wünderlich, Christian Gerlach (Fünfsatz-Break gegen Jörg Bank) sowie Abwehrstratege Carsten Drösemeyer brachten den TSV wieder auf 4:5 heran. Und es kam noch besser für den Vorletzten: Dank einer regelrechten Gala schickte Damaschun im Spitzeneinzel Emruli in drei Sätzen auf die Bretter, sodass die Partie wieder Spitz auf Knopf stand. Zumindest kurzzeitig. Als dann jedoch nach der erwartbaren Niederlage von Malte Wünderlich gegen Tefov auch Barriens mittleres Paarkreuz komplett leer ausging, sah es beim Stand von 5:8 bereits zappenduster für den Neuling aus. Kurz darauf ging für die Gäste dann endgültig das Licht aus. Da Drösemeyer im dritten Durchgang gegen Bank einen 9:7-Vorsprung nicht ins Ziel retten konnte und so die womöglich vorentscheidende 2:1-Satzführung knapp verpasste, kam es, wie es kommen musste: Bank gewann erst immer mehr an Sicherheit - und kurz darauf auch das Spiel zum 9:5-Endstand. Der tapfere Barrier Auftritt blieb also einmal mehr unbelohnt.

SG Ronnenberg - MTV Bücken 8:8: „Was für ein gebrauchter Tag“, ächzte Bückens Mannschaftsführer Jens Habermann nach dem erst zweiten Punktverlust des MTV in der laufenden Saison: „Wir haben nie richtig ins Match hineingefunden. Es lief einfach kaum etwas.“ Dabei musste der Abstiegskandidat aus Ronnenberg sogar auf seine exzellente Nummer zwei Thomas Gerlach verzichten - und zunächst schien Bücken diesen Vorteil auch durchaus ausnutzen zu können.

Zwei Doppel blieben in der Hand der Gäste, und nach einer Dreisatzniederlage von Hartmut Jülke gegen SGR-Spitzenspieler Fabian Weiß erkämpften Andreas Scholz, Habermann sowie Raimund Köster eine komfortable 5:2-Führung. Aber selbst dieses schöne Polster verlieh den Gästen keinesfalls Flügel. Im Gegenteil: Im weiteren Spielverlauf schmierte der Klassenprimus regelrecht ab. So musste Bückens Abwehr-Haudegen Johann Meyer aufgrund von Schulterproblemen zweimal chancenlos passen, Oldie Jülke wurde von Ronnenburgs Youngster Kevin Viet frisch gemacht, Michael Neuhaus patzte überraschend gegen SGR-Ersatzspieler Simon Krenzer und auch Köster kassierte gegen Oliver Zach eine unerwartete Fünfsatzpleite.

Trotzdem lag der MTV dank Erfolgen des offenbar unschlagbaren Spitzenspielers Scholz (mittlerweile 22:0-Siege in Folge), Habermann und Neuhaus vor dem Abschlussdoppel noch mit 8:7 in Front. Den Arbeitssieg schon dicht vor Augen zeigte der Spitzenreiter jetzt aber im unpassendsten Moment Nerven. Obwohl das bestens eingespielte Gespann Scholz/Köster gegen Weiß/Zach den ersten Durchgang für sich entschied, ging das Match noch in vier Sätzen an das SGR-Duo. Laut Habermann allerdings kein Beinbruch: „Der Punktverlust tut uns im Titelkampf kaum weh.“ Barrien im Abstiegskampf hingegen schon.  drö

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