Handball-Hit: HSG Barnstorf erwartet Bremervörde / Mohrland setzt auf Fan-Hilfe

Absoluter Gradmesser

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Für Finn Richter (l.) und Mateusz Chylinski ist die morgige Partie gegen TSV Bremervörde ein echter Prüfstein. Schließlich sind die Gäste bereits seit sieben Spielen ohne Pleite. ·

Kreis-Diepholz - DIEPHOLZ · Es dürfte morgen Abend richtig voll werden in der Diep holzer Mühlenkamp halle, denn um 20 Uhr steigt der Handball-Knüller in der Oberliga: Spitzenreiter HSG Barnstorf/Diepholz (14:4 Punkte) erwartet den Tabellendritten TSV Bremervörde (13:5 Zähler). Bei diesem Duell, das es in der Vergangenheit immer in sich hatte, setzt HSG-Trainer Mario Mohrland auf die Karte Heimspiel: „Die Fans sind entscheidend für uns – sozusagen das Extra-Bonbon. Da es beim Sieg gegen Grambke zuletzt schon so gut besucht war, hoffe ich einfach, dass dieses Top-Spiel diesmal noch mehr Zuschauer in die Halle spült.“

Denn auch diesmal wird’s bestimmt wieder hoch hergehen, zumal eine Siegesserie endet. Auch ohne Rotsünder Marius Kasmauskas (letztmalig gesperrt) und Allrounder Martin Golenia (Kreuzband riss) fuhren die Barnstorfer fünf Siege nacheinander ein und eroberten Platz eins. Der TSV Bremervörde ist seit sieben Begegnungen in Folge (sechs Siege und ein Unentschieden) ohne Niederlage, fertigte zuletzt die zuvor noch ungeschlagene TSG Hatten/Sandkrug mit 43:31 ab.

In Person von Shooter Adnan Salkic verfügen die Gäste über einen der wurfstärksten Rückraumakteure der Oberliga. Bislang traf der 32-Jährige 57 Mal ins Schwarze. Außerdem setzt er immer wieder Kreisläuferhüne Marcus Hölling in Szene. Gefahr droht den Hausherren auch von Linkshänder Timo Meyn – mit 59 „Buden“ bester Werfer des Teams von Coach Ralf Böhme. „Das sind drei Spieler, die absolut schlachterfahren sind“, weiß natürlich auch Mohrland. Wichtig ist allerdings auch, dass die Barnstorfer Bremervördes starken Keeper Jan Mühlich nicht warmwerfen.

Alles Indizien dafür, dass der Gast aus Bremervörde einen der ausgeglichensten Kader der Liga vorzuweisen hat. Deshalb nennt Mohrland die Partie auch einen „absoluten Gradmesser. Schwanewede ist noch ungeschlagen und scheint derzeit über allen zu thronen. Aber hier geht es darum, können wir weiter bei der Musik bleiben oder müssen wir uns hinten anstellen?“, formuliert der HSG-Coach die Ausgangslage.

Teamintern wird sich bei der HSG nicht viel ändern. „Wir haben zuletzt gut gespielt, und punktetechnisch läuft es hervorragend“, sagt Mohrland, „daher steht die Abwehr. Falls wir allerdings ins Hintertreffen geraten sollten, werden wir gewappnet sein, während der Partie taktisch zu reagieren“, lässt sich der 36-Jährige im Vorfeld wenig in die Karten schauen.

Wie Nils Mosel bereits letzte Woche erwähnt hatte, hat auch Mohrland ausgemacht, dass das Team aus den Turbulenzen in dem Hatten-Spiel gestärkt herausgegangen ist. „Viele haben sich nach diesen Ereignissen gegenseitig neu beschnuppert. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass dadurch die Akzeptanz für das komplette Trainerteam noch mehr gestiegen ist“, sagt Mohrland. · wie/mbo

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