Stindt schimpft nach Klatsche in Stuhr: „Das war nicht mal Kreisliga-tauglich“

„Absolute Katastrophe“ für willenlose Bassumer – 0:8

Stuhr - Von Malte RehnertÄußerlich wirkte Stephan Stindt noch recht gefasst, doch in dem Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Bassum brodelte es gestern um kurz vor 16 Uhr gewaltig. Und das ließ er dann auch raus – nicht wild krakeelend, sondern ruhig und sachlich, aber trotzdem extrem schmerzhaft für sein Team. Die Spielanalyse nach dem desaströsen 0:8 (0:3) beim TV Stuhr war eine knallharte Abrechnung.

„Wie wir uns heute hier präsentiert haben, war nicht mal Kreisliga-tauglich. Eine absolute Katastrophe. Jeder sollte sich mal hinterfragen, ob er die richtige Sportart gewählt hat“, ätzte der Coach des Tabellen-Vorletzten und legte – einmal in Fahrt – noch nach: „Wir hätten Stuhr stoppen können, wenn wir gewollt hätten. Aber der Wille war nicht da. Mich ärgert das maßlos: Man bereitet sich vor, spricht Sachen an – und dann wird nichts davon umgesetzt.“

Naja, fast nichts. Denn in den ersten 15, 20 Minuten war Bassum auf dem Kunstrasen (der Hauptplatz war gesperrt) durchaus noch im Spiel, sogar leicht überlegen. Doch dann traf Benjamin Rose nach Flanke von Timo Wetjen volley zum 1:0 (22.). Das beflügelte Stuhr, das lähmte Bassum. Bei den Gästen lief nun gar nichts mehr, bei den Gastgebern fast alles. „Mit dem 1:0 haben wir den Schalter umgelegt“, meinte Stuhrs Trainer Christian Meyer. Nach einem abgeblockten Schuss schaltete Riccardo Azzarello am schnellsten und schob zum 2:0 ein (31.). Torben Drawert inszenierte wenig später einen herrlichen Konter. André Kucharski zog ab, TSV-Keeper Maik Bönsch klatschte nur ab, Timo Wetjen staubte ab – 3:0 (38.). „Wir haben bei den Gegentoren einfach dumme Fehler gemacht“, stöhnte Bassums Verteidiger René Vogel.

Nach der Pause wollte Bassum dann noch mal Druck machen, wurde aber ziemlich schnell ausgebremst. Wetjen fand Drawert mit einem sehenswerten Diagonalpass, der folgende Schuss war eigentlich relativ harmlos. Doch Zweitherren-Keeper Bönsch, der gestern im Bassumer Tor stand, weil sowohl Patrick Hilbig als auch David Schröder aus beruflichen Gründen fehlten, patzte übel – und musste den Ball zum vierten Mal aus dem Netz holen (49.). Damit war der Bassumer Widerstand endgültig gebrochen, die Gäste zerfielen in ihre Einzelteile und verschossen durch Kapitän Jens Nubbemeyer bezeichnenderweise noch einen Foulelfmeter. Stuhrs Torwart Daniel Bischoff parierte (67.).

Die Stuhrer hingegen zogen groß auf und garnierten ihre Gala mit tollen Toren. Roland Göde (62./Vorlage Azzarello), Daniel Horeis (70./Vorlage Göde und 80./Flanke Kucharski) und Azzarello (90./Pass Horeis) erhöhten. Und wenn die Hausherren (vor allem Azzarello) ihren fetten Chancen noch konsequenter genutzt hätten, wäre Bassum sogar zweistellig unter die Räder gekommen. So blieb’s beim 8:0. Stuhr sprang vom zehnten auf den achten Platz – und Meyer war „hoch zufrieden. Das war schon ein gutes Spiel. Und wir sind an Seckenhausen vorbei, das ist für die Jungs ein netter Nebeneffekt.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Meistgelesene Artikel

Favoritensieg: Trümpler und Bosselmann sind die Padel-Könige

Favoritensieg: Trümpler und Bosselmann sind die Padel-Könige

Favoritensieg: Trümpler und Bosselmann sind die Padel-Könige
Ein Taktikkniff – und schon läuft’s: Brinkum gewinnt 3:0 in Bremerhaven

Ein Taktikkniff – und schon läuft’s: Brinkum gewinnt 3:0 in Bremerhaven

Ein Taktikkniff – und schon läuft’s: Brinkum gewinnt 3:0 in Bremerhaven

Kommentare