Benjamin Barth hat sein Glück beim FC Sulingen gefunden

Absolute Führungskraft

Erfolgreich umgeschult: Früher stand Benjamin Barth als Sechser im Zentrum des Platzes. Mittlerweile beackert er unermüdlich die Außenbahnen. Foto: töbelmann

Stuhr - Von Carsten Drösemeyer. Das Wort von Benjamin Barth hat beim Fußball-Bezirksligisten FC Sulingen großes Gewicht: Schon länger gehört der 31-Jährige dem Mannschaftsrat an und gilt laut Coach Frank Fischer zudem auf dem Platz als verlängerter Arm des Trainer-Duos Fischer/Stefan Rosenthal: „Benni ist ein unglaublich spielintelligenter und technisch beschlagener Spieler. Er führt unsere Anweisungen perfekt aus.“

Der Bankkaufmann gehört also bei den „Roten“ zu den Führungskräften, was angesichts seines Werdegangs doch etwas überrascht. Denn: Barth war lange Zeit ein eingefleischter „Grüner“, wie er schmunzelnd einräumt: „Ich habe die ganze Jugend für den TuS Sulingen gekickt. Als ich dann im ersten Herrenjahr von meinem Kumpel Jens Grunert zum FC gelotst wurde, haben das nicht alle in der Stadt gerne gesehen. Das waren noch andere Zeiten. Damals konvertierte man als ,Grüner‘ eigentlich nicht zu den ,Roten‘.“

Mittlerweile ist der glühende Werder-Fan im roten Dress allerdings längst heimisch geworden. Wenngleich er noch einmal kurz die Trikotfarbe wieder wechselte. Denn: Nach zehn Jahren beim FC wurde aus heiterem Himmel Trainer Dirk Meyer der Stuhl vor die Tür gesetzt. Für den geradlinigen Barth ein Unding: „Dirk gehört ja zu meinem Freundeskreis. Schon deshalb war ich mit seinem Rauswurf nicht einverstanden. Aber auch rein sportlich fand ich es falsch. Schließlich waren wir amtierender Bezirksliga-Vizemeister. Toll fand ich die Entscheidung nicht.“

Sicherlich ein Grund, warum der 31-Jährige damals abermals die Seiten wechselte und sein Glück beim TuS Sulingen in der Landesliga suchte. Einziges Problem: Trainer Maarten Schops schenkte ihm nur selten das Vertrauen, sodass er erstmals häufiger die Ersatzbank drücken musste. „Aber es war trotzdem kein verlorenes Jahr“, beteuert Barth: „Ich konnte in der Zeit einiges lernen und mich vor allem viel besser in Spieler aus der zweiten Reihe hineinversetzen.“

Trotzdem zog es ihn wieder in die erste Reihe: Zunächst zu Ex-Trainer Meyer nach Neuenkirchen, dann zurück in die alte Heimat. Der FC war damals zwar in die Kreisliga abgestiegen, aber Barth erlag dem Lockruf seines langjährigen Mitspielers Rosenthal, der mittlerweile als Coach fungierte, und trug erheblich zum direkten Wiederaufstieg und anschließendem Höhenflug der „Roten“ bei. Allerdings nicht mehr als Sechser. Stattdessen schulte ihn „Thaler“ zum Außenverteidiger um. „Zunächst war ich skeptisch“, gibt Barth zu: „Aber jetzt liebe ich meine Position. Man kann sich ja auch auf der Außenbahn oft in die Offensive einschalten.“

Was er derart gut in die Tat umsetzt, dass ihn Fischer zu einem der besten Außenverteidiger der Liga adelt: „Heiligenfeldes Roman Obst und Benni sind auf der Position kaum zu toppen.“ Aber auch menschlich hat Barth bei Fischer Eindruck hinterlassen: „Ich war erst eine Woche im Verein und wurde von Benni zu seiner Hochzeit eingeladen. Wahnsinn.“ Für Barth hingegen eine Selbstverständlichkeit: „Frank gehört doch jetzt zur FC-Familie. Natürlich wollte ich ihn bei meiner Hochzeit dabei haben.“

Und mit seiner FC-Familie hat der Routinier auch noch einiges vor: „Der Aufstieg in die Landesliga wäre ein Traum. Aber selbst wenn das nicht klappt, einen Wechsel kann ich mir nicht mehr vorstellen.“

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