Landesligist unterliegt VfL Horneburg 27:30 

Abschlussschwäche bricht Stuhr Genick

Erst am Kreis, später am linken Flügel: Christoph Schneider von der HSG Stuhr erzielte zehn Tore beim 27:30. - Foto: Westermann

Stuhr - Die Landesliga-Handballer der HSG Stuhr warten auch nach dem vierten Spiel (1:7 Punkte) im neuen Jahr auf den ersten Sieg: Der Tabellenfünfte unterlag am Sonnabend vor 120 Zuschauern in der Brinkumer KGS-Halle 1 dem VfL Horneburg mit 27:30 (13:13). Vor allem die Abschlussschwäche brachte Stuhrs Trainer Sven Engelmann auf die Palme: „Wir haben 36 Bälle vergeben und immer wieder halbhoch geworfen.“

Die Gastgeber lagen nach einem Treffer von Mittelmann Timo Meyn (7) mit 5:10 (12.) zurück. „Die Einstellung in der Abwehr fehlte. Wir haben die Horneburger bis in den Nahwurfbereich kommen lassen. Da war kein Kampfgeist in der Deckung vorhanden“, wetterte Engelmann. Nach 18 Minuten stellte er die Abwehr von 6:0 auf 5:1 um. Der 50-Jährige ließ Linkshänder Meyn zunächst von Christoph Schneider und später von Elias Wührmann kurz decken. Erst beim Stand von 8:13 (23.) durch Yannik Löhden (6/4) rissen sich die Stuhrer zusammen. Schneider traf zum 9:13 (23.). Anschließend setzte Mittelmann Oliver Link Kreisläufer Elias Wührmann (spielt sonst in der Zweiten) gut in Szene, der mit einem Dreierpack auf 12:13 (28.) verkürzte. Die Stuhrer schlugen dabei aus Zeitstrafen gegen Meyn und Daniel Usadel Kapital. Torben Schierenbeck glich mit verwandeltem Siebenmeter zum 13:13-Pausenstand aus.

In der zweiten Hälfte lief’s bei den Hausherren in der Deckung besser. Als Rückhalt erwies sich Torhüter Aschkan Sadeghi, der neben 29 Bällen auch noch einen Strafwurf hielt. Zwar geriet die Heimmannschaft zunächst mit 14:18 (35.) in Rückstand, blies danach aber zur Aufholjagd. Mit Erfolg: Oliver Link egalisierte zum 19:19 (42.). Anschließend ließen die Stuhrer weitere Chancen liegen. Besser machten es die kampfstarken Horneburger, die vorentscheidend auf 26:22 (53.) davonzogen. Sie gaben ihren achten Saisonsieg nicht mehr aus der Hand.

Beim Verlierer gefielen Allrounder Christoph Schneider (10/2), Elias Wührmann (5) und Oliver Link (3). Dagegen blieb der rechte Flügel mit Marvin Rauer und Dennis Brüggemann blass. Beide Linkshänder gingen leer aus. Engelmann nimmt seine Mannen nach der siebten Saisonniederlage in die Pflicht: „Wir müssen uns jetzt am Riemen reißen.“ - mbo

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