Vom Bezirksligisten TuS Lemförde

Philipp Tubee ist Spieler des Wochenendes

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Für den TuS Lemförde ist Philipp Tubee kein Weg zu weit.

Lemförde - Hinter Philipp Tubee liegt ein ereignisreiches Wochenende. Erst war der Außenstürmer des Fußball-Bezirksligisten TuS Lemförde am Samstag bei seinem Lieblingsclub Borussia Dortmund im Stadion und feuerte die Schwarz-Gelben beim 3:2-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf an, um nur einen Tag später in dem wichtigen Kellerduell bei Rot-Weiß Estorf-Leeseringen selbst auf dem Platz zu stehen.

Dazu muss man allerdings wissen, dass Tubee seit Anfang Mai in Stuttgart wohnt. „Ich mache dort gerade im Rahmen meines Studiums (Geografie und Politikwissenschaft; d. Red.) ein Praktikum“, erklärt der BVB-Fan: „Da der TuS momentan aber arge Personalsorgen hat und noch um den Klassenerhalt spielt, habe ich meinem Trainer David Schiavone angeboten zu kommen.“ Und Schiavone ließ sich nicht lange bitten. „Ich habe sein Angebot natürlich gerne angenommen. Immerhin ist Philipp ein Fußballverrückter“, weiß der Coach des Tabellenzwölften über den 23-Jährigen zu berichten.

Also machte sich Tubee von Stuttgart, wo er sich beim Kreislisten TB Untertürkheim fit hält, ins 421 Kilometer entfernte Dortmund auf. Nach dem BVB-Sieg ging es dann noch mal 154 Kilometer weiter in die Heimat, um seinen Club im Abstiegskampf zu unterstützen. „Das hätte ich aber wohl nicht gemacht, wenn wir schon gerettet gewesen wären. Aber aufgrund der prekären Situation habe ich mich dafür entschieden.“ Echte Vereinsliebe. „Ich habe den Trip nicht bereut“, betont der 1,83 Meter große Flügelstürmer.

Verständlich. Immerhin erzielte Lemfördes Nummer elf in der 72. Minute den Siegtreffer gegen Estorf. „Das war ein extrem wichtiger Erfolg“, betont der Student der Universität Osnabrück: „Somit haben wir Estorf auf Distanz gehalten und nun fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.“ Besser hätte das Wochenende für Lemförde, dem BVB und Tubee selbst nicht laufen können. „Ich habe mich natürlich ganz besonders für Philipp gefreut. Ohne ihn hätten wir das Spiel vermutlich nicht gewonnen. Für ihn war es einfach ein perfektes Wochenende“, lobt Schiavone seinen Matchwinner, der nebenbei auch 90 Prozent der Facebook-Texte der ersten Herren schreibt.

„Der Sieg in Estorf nützt aber nichts, wenn wir jetzt nicht nachlegen“, bleibt Tubee Realist. Doch das Restprogramm hat es für den Aufsteiger in sich. Am Sonntag gastiert der starke TSV Wetschen in Lemförde, anschließend geht es zum SV Heiligenfelde, um am letzten Spieltag den SC Twistringen zu empfangen. „Das sind alles Mannschaften, die in der Tabelle über uns stehen“, weiß der Flügelstürmer: „Doch wir haben in dieser Spielzeit auch schon den Tabellenführer STK Eilvese geschlagen. Insofern bin ich mir auch sicher, dass wir gegen alle drei Teams mithalten können.“

Und dann auch wieder mit Tubee? „Ich habe zumindest auch gegen Wetschen angeboten zu kommen.“ Schiavone wird wohl auch diesmal auf seine Offerte zurückkommen. „Zeitlich passt es mir sowieso ganz gut. Samstag bin ich eh in Mönchengladbach, um mir das letzte Saisonspiel der Dortmunder anzuschauen. Dann kann ich anschließend auch weiter nach Lemförde fahren“, betont Tubee, der seit seiner Jugend, mit Ausnahme eines kurzen Ausflugs zur SG Diepholz, seine Fußballschuhe für den TuS Lemförde schnürt.

Frei nach dem Motto: Einmal Lemförde, immer Lemförde. Dafür ist Philipp Tubee auch kein Weg zu weit.

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