Tischtennis-Bundesliga: Werder Bremen fährt gegen Saarbrücken groß auf und gewinnt 3:1

Abfuhr für den Klassenprimus

Gewann für Werder seine beiden Einzelspiele: Mattias Falck. Foto: Westermann

Bremen – Perfekter Spieltag für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen: Mit 3:1 zwangen die Hanseaten Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken in die Knie, und zeitgleich stolperte auch noch im PSV Mühlhausen der einzige Konkurrent im Kampf um die Playoff-Plätze. Mit 0:3 unterlag Mühlhausen beim TSV Bad Königshofen, sodass Werder als Vierter zwei Spiele vor Schluss vier Punkte Vorsprung zum Tabellenfünften aufweist.

Erstmals seit 2013 wird der SVW also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder an den Playoffs teilnehmen. Auch Bremens Coach Cristian Tamas rechnet nicht mehr ernsthaft mit einem Scheitern: „Das sollten wir uns jetzt nicht mehr nehmen lassen. Es lief natürlich perfekt. Wir schlagen ein Weltklasseteam wie Saarbrücken, und unsere langjährige Nummer eins Bastian Steger putzt auch noch mit Bad Königshofen unseren schärfsten Widersacher aus Mühlhausen.“

Besonders erfreulich: Die Hanseaten gewannen noch nicht einmal unverdient. Allerdings trugen laut Tamas zu diesem Erfolg nicht nur seine Schützlinge entscheidend bei: „Großes Lob an den Teamarzt Thomas Milde. Vor einer Woche waren Hunur Szöcs und Marcelo Aguirre noch verletzt, und nun waren sie auf den Punkt topfit. Unser Doc hat Wunder bewirkt.“ Und auch die Werder-Akteure präsentierten sich in wunderbarer Verfassung. Gewohnt abgeklärt brachte Spitzenspieler Mattias Falck die Hausherren in Front, sodass die einkalkulierte 0:3-Niederlage von Aguirre gegen den Weltklasse-Chinesen Shang Kun zu verschmerzen war. Denn: Anschließend zauberte Gerassimenko nach allen Regeln der Kunst. Obwohl der deutsche Nationalspieler Patrick Franziska im fünften Durchgang schon mit 10:9 geführt hatte, blieb der junge Kasache cool wie ein Eisblock. Seelenruhig wehrte er den Matchball ab, ließ zwei Winner folgen und erkämpfte so die wichtige 2:1-Führung.

Falck konnte nun alles klar machen, traf aber in Kun auf den momentan erfolgreichsten Spieler der Liga (19:3-Einzelsiege). Ein zu großer Brocken also für den schwedischen Vizeweltmeister? Keineswegs. Beide Protagonisten lieferten sich atemberaubende Ballwechsel und einen Fight auf Biegen und Brechen. Doch im Entscheidungssatz traf fast nur noch Falck die richtigen Entscheidungen. Clever änderte er seine Taktik, blieb näher am Tisch stehen und ließ den verdutzten Asiaten keine Luft mehr zum Atmen. Mit 11:3 triumphierte der Skandinavier und machte so die Playoff-Teilnahme eigentlich bereits perfekt. Schon in zwei Wochen kann Werder mit einem Sieg in Fulda die letzten Restzweifel beseitigen. Was absolut machbar erscheint. Dennoch nahm Tamas noch keine Glückwünsche an: „Erst wenn nichts mehr passieren kann, lasse ich mir gratulieren. Ich gehe natürlich davon aus, dass wir es schaffen, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.“  drö

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