Aber SC Twistringen nach gestrigem 5:1 gegen Rehburg schon auf Platz sieben

Müller will von Rettung nichts wissen

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Duell der Generationen: Twistringens 20-jähriger Verteidiger Andre Marischen (li.) machte seine Sache gegen Rehburgs 40-jährige Sturm-Ikone Heiko Schrage ordentlich.

Kreis-Diepholz - Von Gerd Töbelmann. TwistringenKreis-Diepholz - Von Gerd Töbelmann. Einen Riesenschritt in Richtung Rettung machte Fußball-Bezirksligist SC Twistringen gestern durch das 5:1 (2:1) im Nachholspiel gegen den Drittletzten RSV Rehburg. Im Jahr 2015 holten die Twistringer aus vier Partien satte zehn Punkte und kletterten damit auf den siebten Platz.

Wie fast nicht anders zu erwarten, trat Trainer Stefan Müller allerdings auf die Bremse: „Klar wollten wir heute den Dreier, um Rehburg auf Distanz zu halten. Da Bassum aber auch gewonnen hat, beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur sieben Punkte – und das ist nun wahrlich nicht die Welt.“ Doch Müller gab gestern nicht nur den Skeptiker: „Momentan ist es schwer, gegen uns zu gewinnen.“

Rehburg jedenfalls schaffte das nicht einmal im Ansatz und muss mehr denn je mit der Kreisliga Nienburg planen. Auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz im Twistringer Stadion legten die Gastgeber einen Traumstart hin. Bereits in der siebten Minute erkämpfte sich der starke Marco Kappermann die Kugel, umkurvte noch den Torwart und schob zum 1:0 ein. Nach weiteren Chancen durch Niklas Hiller (20.) und Julian Fuhrmann (21.) war es Hiller, der nach Steilpass von Thorben Deepe auf 2:0 erhöhte.

Doch lange ausruhen konnte sich der SCT auf der komfortablen Führung nicht. 120 Sekunden später kam Andre Marischen gegen Pierre Schmidt einen Schritt zu spät – Elfmeter. RSV-Toräger Heiko Schrage, immerhin 40 Jahre alt, ließ sich nicht beirren und verwandelte cool zum 1:2-Anschlusstreffer. Danach war der SCT etwas verwirrt, bekam das Match bis zur Pause nicht mehr in den Griff.

Das sollte sich nach dem Wechsel schnell ändern. Twistringen brillierte zwar nicht durch technische Kabinettstücke, aber Rehburg war zu schwach, um die Gastgeber ernsthaft zu fordern. In der 55. Minute fiel dann das vorentscheidende 3:1 durch Fuhrmann, der eine Rechtsflanke von Niklas Hiller einköpfte.

Mit der Einwechselung von Bruder Timo Hiller kam mehr Zug in die Offensivaktionen des Müller-Teams. Nach einem Fehler von Rehburgs Keeper Tobias Reimann behielt Hiller den Überblick und erhöhte per Kopfball-Bogenlampe auf 4:1 (70.). „Danach hätten wir mindestens noch drei Tore schießen können“, haderte Müller mit der Chancenverwertung. So aber langte es in der 90. Minute lediglich noch zum 5:1 durch Timo Hiller, der aus sechs Metern traf. Nach der Partie meinte Müller mit einem Augenzwinkern vor dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen Mühlenfeld: „Ich glaube, wir lassen den Rasen weiter wachsen. Das liegt uns ganz gut.“

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