Bezirksliga-Schlusslicht feiert ersten Saisonsieg über Wagenfelds Notmannschaft / Haji trifft doppelt

7:2-Erfolg: SG Diepholz sendet Lebenszeichen

Brachte das Schlusslicht früh auf die Siegerstraße: Diepholz´ Offensivmann Viktor Bart, der in dieser Szene Wagenfelds Julian-Andre Gläser enteilte, erzielte das 1:0. Foto: Borchardt

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Dieses Gefühl kannten die Bezirksliga-Fußballer der SG Diepholz seit Wochen nicht – am elften Spieltag feierten sie ihren ersten Saisonsieg: Das Schlusslicht bezwang gestern im Kellerduell eine Notmannschaft (neun Akteure fehlten) des TuS Wagenfeld mit 7:2 (3:1). Diepholz´ Mittelfeldakteur Thomke Dießelberg strahlte: „Ich bin sehr erleichtert. Das war ein Befreiungsschlag.“

Diepholz´ Spielertrainer Marcell Katt lachte nach dem ersten „Dreier“: „Es ist schön, dass wir endlich einmal ein Spiel gewonnen haben. Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Partien.“ Wagenfelds Coach Oliver Marcordes hakte das Nachbarschaftsderby schnell ab: „Mit dieser Mannschaft war heute nicht mehr möglich. Aus meiner Sicht hatte die Begegnung kein Bezirksliga-Niveau.“

Im Kellerduell waren die noch sieglosen Gastgeber motiviert, attackierten den Gegner frühzeitig. Sie erwischten einen guten Start. Nach 187 Sekunden riskierte SG-Kapitän Daniel Lembcke auf dem nassen Rasen einen Distanzschuss. Wagenfelds Torwart Thorben Klöcker ließ den Ball nach vorn abprallen, Viktor Bart staubte zum 1:0 (3.) ab. Die Kreisstädter setzten nach, griffen weiter an. Nach einer Ecke von Bennet Wünning prüfte Luca Vogt Klöcker aus 13 Metern (21.). Die Wagenfelder versteckten sich nicht, setzten immer wieder Nadelstiche. Mit Erfolg: Nach Vorarbeit von Offensivmann Marcel Heyer erzielte der freistehende Muhammed-Taifun Akalin das 1:1 (29.).

Die Hausherren steckten den Ausgleich gut weg, nutzten ihre nächste Chance. Einen langen Abschlag von Torhüter Cederick Heuer verlängerte Bart mit dem Kopf zu Saad Haji. Der 20-Jährige hatte freie Bahn und jagte die „Pille“ zum 2:1 (36.) ins kurze Eck. Die Diepholzer wollten danach mehr, machten Dampf. Der kämpferisch starke Lembcke behauptete sich auf der linken Seite, spielte die Kugel vors Tor, doch Haji schoss das Leder neben den rechten Pfosten (38.). Nur zwei Minuten später bediente Dießelberg bei einem erneuten Konter Haji, der dann von Klöcker im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Lembcke zum 3:1 (40.).

Nach dem Wechsel bemühte sich der Aufsteiger um den Anschlusstreffer. Heyer ließ Tim Wolfram stehen und zog ab. Heuer lenkte den Ball auf die Oberkante der Latte (51.). Auch bei der nächsten Aktion reagierte der 28-jährige Keeper gut, als er einen Heyer-Schuss parierte (68.). Das nächste Tor fiel auf der anderen Seite: Nach einem Haji-Pass schloss Wünning einen Konter mit dem 4:1 (75.) ab. Die Antwort der Wagenfelder ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Linksflanke von Heyer gelang Alec Kuhlmann mit einem Kopfball das 2:4 (78.). Der Tabellen-15. wollte danach mehr und hatte Pech, als Ömer Nalbant nach einer Heyer-Ecke den Ball an den Pfosten köpfte (81.). Die Gäste vernachlässigten in der Endphase ihre Defensive und fingen sich noch drei Kontertore ein. Das 5:2 (83.) durch Vogt (Zuspiel von Henning Johanning) war allerdings stark abseitsverdächtig. Dießelberg (85.) und Haji (90.+1) schraubten das Ergebnis noch in die Höhe – 7:2.

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