53-jähriger Trainer des SV Heiligenfelde erwirbt A-Lizenz / „Alter Schwede, das war hart“

Brinkmann erfüllt sich seinen Traum

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Trainer Walter Brinkmann hat während des intensiven Lehrgangs viele neue Erkenntnisse gesammelt.

Heiligenfelde - Walter Brinkmann war 24 Jahre alt, als er seine Trainer-B-Lizenz in Barsinghausen ablegte. Jetzt, knapp 30 Jahre später, hat sich der Coach von Fußball-Bezirksligist SV Heiligenfelde einen großen Traum erfüllt. Der 53-Jährige absolvierte den Lehrgang zur A-Lizenz in der Sportschule in Hennef – und bestand.

„Ich schätze ja das Kribbeln im Bauch, und so ist es mir auch in Hennef ergangen“, sagt Brinkmann, der sich rund acht Wochen lang intensiv mit Fußball beschäftigt und entsprechend auf die Ausbildung vorbereitet hatte. „Mit meinen fast 54 Jahren bin ich natürlich mit Abstand der älteste Teilnehmer gewesen. Der weitaus größte Teil war so um die 35 bis 40 Jahre alt. Alter Schwede, das war ganz schön hart“, schmunzelt Brinkmann.

Mit seiner neuen Lizenz könnte er jetzt Herrenmannschaften bis einschließlich Regionalliga trainieren. Doch diese Absicht steckte nicht dahinter, als sich der leidenschaftliche Trainer vor zwei Jahren auf die Warteliste setzen ließ. „Ich habe es getan, weil ich mich unheimlich gern mit Fußball beschäftige, es mich interessiert hat und ich noch eine zusätzliche Qualifikation haben wollte“, erklärt Brinkmann, der vor knapp vier Jahren die DFB-Elite-Junioren-Lizenz absolviert hatte und seitdem auch DFB-Stützpunkttrainer im Landkreis Diepholz ist, wo er den Nachwuchs trainiert.

Der Lehrgang zur A-Lizenz habe ihm unheimlich viel gebracht, erläutert Brinkmann. „Die Ausbildung beinhaltet viele wissenschaftliche Aspekte des Hochleistungssports bis hin zur psychologischen Mannschaftsführung, aber vor allem das professionelle Arbeiten mit einem Team auf dem Platz“, so der Trainer: „Das Erkennen und Anwenden von mannschaftstaktischen Feinheiten steht dabei im Vordergrund.“

Somit wurde zwar auch viel die Schulbank gedrückt, in Gruppen wurden spezifische Themen erarbeitet, Videosequenzen angeschaut. „Wir haben aber sehr, sehr viel auf dem Platz gearbeitet“, sagt Brinkmann, der in Hennef auch viele Persönlichkeiten aus dem Profifußball kennengelernt hat.

„Es war eine tolle Erfahrung“, erklärt der 53-Jährige, der sich jetzt aber wieder auf die Arbeit mit „meinen kleinen Jungs im DFB-Stützpunkt in Sulingen und mit meinen großen Jungs beim SV Heiligenfelde“ freut.

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