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Uwe Stradtmann - Der Bassumer Pferdenarr

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Uwe Stradtmann sitzt im Sattel – er ist aber nicht nur Reiter, sondern auch erfolgreicher Pferdeausbilder.

Uwe Stradtmann - „Ach“, sagt der 52-jährige Reiter aus Bassum bescheiden, „die ganz großen Erfolge hatte ich ja gar nicht.“ In der Tat: Meistertitel auf Bezirks- oder Landesebene sucht man in Stradtmanns Lebenslauf vergeblich. Die Erfolgsliste des Landwirts mit Pferdeverstand füllt allerdings mehrere Seiten.

„Wir haben unser Hauptaugenmerk auf die Jungpferdeausbildung gelegt“, erzählt Stradtmann.

Und so fand auch der größte Erfolg des 52-jährigen Landwirts, der Sieg im Niedersächsischen Springpferde-Championat beim Dobrock-Turnier im Sattel von Don Oscar, kaum überregionales Echo. Allerdings ist Stradtmann einer der ganz wenigen, der in Dressur, Springen und Vielseitigkeit Erfolge sammelte, was allerdings wiederum die Länge der Erfolgsliste erklärt. Pferde gehören von Kindesbeinen an zu Stradtmanns Leben. Amigo hieß der erste Sportpartner. „Er war etwas schwierig“, erinnert sich der Pferdenarr. „Ich bin bestimmt 100 Mal runtergeflogen“, lacht er.

Seiner Passion hat das allerdings keinen Abbruch getan. Die ersten Turniererfahrungen sammelte der heutige Vorsitzenden des Kreispferdesportverbandes Diepholz in Reiterwettbewerben. „Damals durfte man noch ohne Sattel reiten“, erzählt Stradtmann. Otto Meyer, ehemaliger Leiter der Landesreitschule Hoya, und Ernst Stradtmann, Onkel des passionierten Reiters, begleiteten Uwe Stradtmanns reiterliche Ausbildung. Als echtes Kreis-Diepholz-Gewächs ist Stadtmann seit etwa 40 Jahren Mitglied im RFV Diek-Bassum und übernahm vor zwölf Jahren mit Ehefrau Ute den angrenzenden Pensionspferdebetrieb: „Wir haben das Hobby zum Beruf gemacht.“ Um 6 Uhr morgens wird gefüttert, dann werden die Boxen gemacht. Zwei Stunden sitzt Stadtmann im Sattel. „Nach dem Frühstück“, räumt er ein. Sieben bis acht Pferde reitet der Landwirt täglich in den Hallen des RFV Diek-Bassum: „Hier funktioniert die Symbiose zwischen Reitverein und Pensionspferdebetrieb“, sagt Stradtmann. Der Tag endet manchmal spät. Haben alle Pferde ihre Trainingseinheiten genossen, steht der 52-Jährige manchmal noch einige Stunden als Trainer in der Halle.

Pferde bestimmen sein Leben. Doch kein Tag sei wie der andere. Jedes Pferd habe seine Eigenarten. Es gelte, sich jeden Tag neu aufeinander einzustellen. Wenn Pferd und Reiter guter Dinge sind und dann auch noch eine Turnierprüfung anstehe, dann laufe alles rund, beschreibt der vielseitige Pferdesportler sein persönliches Erfolgsrezept: „Ein Pferd ist eben kein Tennisschläger.“

Reiter, Trainer, Funktionär. Es dreht sich alles um Reitsport. Die Kreis-Diep-holzer Pony-Springmannschaft sammelte mit Equipechef Stradtmann Erfolge. „Das war eine tolle Zeit“, schwärmt der Pferdefan. Die Rolle als Equipechef der Dressurmannschaft des Bezirkspferdesportverbands Hannover-Nord hat Stradtmann allerdings wieder abgegeben. Als Teammitglied sitzt der Kreisvorsitzende selbst wieder im Sattel.

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