5:1-Spektakel gegen Huchting folgte das traditionelle Spanferkelessen

Melchiorshausen lässt gleich doppelt die Sau raus

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Rustam Arify (re.) war die Schaltzentrale im Melchiorshauser Mittelfeld beim 5:1-Erfolg gegen den FC Huchting.

Melchiorshausen - Von Gerd Töbelmann. Dem gefühlten Punktverlust beim 2:2 in Woltmershausen folgte eine überaus gelungene Heimpremiere: Mit 5:1 (1:1) setzte sich Fußball-Landesligist TSV Melchiorshausen gegen den FC Huchting durch und ließ danach gleich noch einmal außerhalb des Platzes die Sau raus, denn es folgte das traditionelle Spanferkelessen.

Dabei war Blau-Weiß-Trainer Reiner Klausmann mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft gar nicht zufrieden gewesen: „Das war alles auf Sparflamme. Die Jungs haben läuferisch nur 60 Prozent gezeigt. Das ist natürlich zu wenig.“

Dabei hätte das frühe 1:0 (6.) eigentlich die Beine locker machen müssen. Nach schönem Steilpass behielt Kapitän Sascha Otten, der diesmal zunächst zentral hinter der einzigen Spitze Nils Ruscher (Anleihe aus der alten Herren) spielte, die Nerven und schloss aus elf Metern überlegt ab. Danach jedoch hakte es im Offensivspiel der Gastgeber. Da Huchting nur ein halbherziges Pressing zustande brachte, blieben Torraumszenen auf beiden Seiten Mangelware. Tim Cohrs hätte noch auf 2:0 stellen können, doch sein Schuss ging knapp über den Balken.

In der Pauseansprache traf Klausmann, gut gebräunt aus dem Türkei-Urlaub zurückgekehrt, offenbar die richtigen Worte, denn sein Team erhöhte nun die Schlagzahl. Und es waren zwei Youngster, die für die Vorentscheidung sorgten. In der 49. Minute lauerte der eingewechselte Daniel Schmidt (20) nach einer Ecke von Romario Klausmann am langen Pfosten, bekam auch den Ball – 2:1. Nur vier Minuten später schoss der ebenfalls erst 20-jährige Jonas Lüdeke beim 3:1 das Tor des Tages. Der Ex-Sudweyher nahm einen präzisen Pass von Dennis Dörgeloh gekonnt mit, ließ die Kugel auf der halblinken Seite nur einmal springen und knallte das Spielgerät dann per Vollspann ins lange Eck. Huchting war bedint, ein Aufbäumen nicht mehr zu sehen.

„Diese beiden schnellen Tore nach der Pause waren die Vorentscheidung. Besonders freut es mich für Jonas, den ich immer bringen kann, weil er alles gibt und sich für keinen Weg zu schade ist“, lobte Klausmann sein diesmal als linker Verteidiger aufgebotenes Greenhorn.

Doch damit war Melchiorshausen noch nicht satt. Der im Mittelfeld überragende Rustam Arify (gegen Woltmershausen vergab er mit verschossenem Elfer noch den möglichen Sieg) bewies in der 59. Minute Augenmaß und zirkelte das Leder aus 16 Metern mit rechts zum 4:1 ins rechte Eck. Als perfekter Joker erwies sich dann Daniel Schmidt in der 75. Minute, denn der Offensivspieler war nach abgewehrtem Schuss seines Bruders Andre zur Stelle und staubte zum 5:1-Endstand ab. „Das hat in der zweiten Halbzeit richtig Spaß gemacht, weil wir unsere Chancen eiskalt genutzt haben“, freute sich Klausmann.

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