41-jährige Mountainbikerin macht ihre WM-Titelverteidigung perfekt

Manja Pleuß – präzise wie ein Schweizer Uhrwerk

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Manja Pleuß‘ Vorbereitung auf die WM im schweizerischen Gossau lief alles andere als glatt. Doch als es drauf ankam, war die 41-Jährige vom RSV Bruchhausen-Vilsen voll da.

Br.-Vilsen - Der Regen hatte die tags zuvor noch 20 Zentimeter dicke Schneedecke zu einer zähen Soße verwandelt, an deren Konsistenz Kinder im Matschbecken des Freibads ihre helle Freude gehabt hätten. Doch im schweizerischen Gossau ging es nicht ums Herumtollen – es waren Weltmeisterschaftswürden zu vergeben. Und für Manja Pleuß bleibt die Strecke trotz der miesen Bodenverhältnisse ein gutes Pflaster. Die 41-Jährige verteidigte am Wochenende ihren Weltmeisterschafts-Titel (Altersklasse 40 bis 44) im Cyclocross.

„Für mich ist dieser Erfolg eine Entschädigung für eine bisschen verkorkste Saison“, sagte die Mountainbikerin des RSV Bruchhausen-Vilsen gestern. Denn Pleuß hatte sich im November einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen, an Wettkämpfe war nicht zu denken, auch das Trainieren fiel schwer. Dazu fing sich Pleuß dann über die Weihnachtsfeiertage auch noch eine fette Erkältung ein. „Es war ziemlich knapp, es hat gerade so geklappt, dass ich hier teilnehmen konnte“, erklärte sie.

Auf der Matsch-Strecke in Gossau, die auf der Veranstalter-Homepage noch als „eine gute Mischung aus Gras, Schotterstraße, As-phaltstraße“ angepriesen worden war, zeigte sich Pleuß jedenfalls frisch. Bereits in der ersten von vier Runden (à 2,5 Kilometer) setzte sie sich gemeinsam mit der Kanadierin Alana Heise ab. „Es war ein deutlich umkämpfteres Rennen als im vergangenen Jahr“, sagte Pleuß, die 2014 mit 1:33 Minuten Vorsprung – Lichtjahre im Radcross – gewonnen hatte. In diesem Jahr fiel die Entscheidung in Runde zwei. Heise legte einen Fahrfehler hin, Pleuß zog vondannen. In der Schlussrunde konnte die Kanadierin zwar nochmal den Rückstand auf Pleuß verkürzen, kam aber nicht mehr an das Hinterrad der Vilserin heran. So machte die 41-Jährige mit 21,3 Sekunden Vorsprung ihre Titelverteidigung perfekt. Die Freude war selbstredend groß. Auch, weil es ihr gelungen war, diese schwierigen Bedingungen zu meistern: „Teilweise war man laufend schneller unterwegs als fahrend.“

Auch Pleuß‘ RSV-Teamkollege Ralf Zeiseweis lieferte in Gossau ein gutes Rennen ab. Der 52-Jährige kam in seiner Altersklasse auf den 25. Rang ins Ziel.

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