36:17-Kantersieg über SG Neuenhaus-Uelsen / Palevicius und Heemann gefallen

HSG Barnstorf/Diepholz dreht in zweiter Hälfte mächtig auf

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Setzte sich in dieser Szene gegen Tim Diekmann (l.), Jano Wißmann und Rene Diekmann (r.) durch: Barnstorfs Rückraumakteur Tobias Meyer, der zum 10:9 traf. Er steuerte acht Treffer zum 36:17-Sieg über die SG Neuenhaus-Uelsen bei.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Die HSG Barnstorf/Diepholz bleibt in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle eine Macht: Vor 200 Zuschauern schlug der Tabellendritte der Handball-Oberliga gestern Abend das punktlose Schlusslicht SG Neuenhaus-Uelsen mit 36:17 (14:12) und ist nun schon seit 31 Begegnungen (!) daheim ungeschlagen. Die letzte Heimniederlage gab es am 27. September 2013 beim 34:35 gegen die TSG Hatten-Sandkrug.

„Wir haben uns in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert, da hatten wir viel mehr Zugriff in der Abwehr“, sagte Barnstorfs Trainer Dag Rieken, der seine Arbeit in der Saison 2016/2017 fortsetzt (wie bereits berichtet). Auch Mannschaftskapitän Martin Golenia befürwortet die Entscheidung: „Ich finde das gut, von mir bekommt er die Rückendeckung. Die Zusammenarbeit mit Dag Rieken wird immer besser.“

Die Gastgeber begannen vielversprechend, führten nach Toren von Martin Golenia, Tobias Meyer und Kamil Chylinski (Strafwurf verwandelt) mit 3:0 (3.). Wenig später hielt HSG-Torwart Donatas Biras einen Siebenmeter von Goalgetter Jörn Wolterink. Anschließend agierten die Barnstorfer aber zu unkonzentriert, so scheiterten Tobias Meyer und Kamil Chylinski mit halbherzigen Würfen an Neuenhaus’ Torwart Patrick Fründt. Außerdem packten die Hausherren nicht konsequent in der Abwehr zu. Zwar lagen sie bis zum 8:5 (13.) durch einen Gegenstoß-Treffer von Chylinski mit drei Toren vorn, doch der Tabellenletzte hielt weiter dagegen und spielte frei auf. Der Lohn: Per Tempogegenstoß glich Milan Lügtenaar zum 8:8 (18.) aus.

Danach riss sich die Heimmannschaft wieder zusammen. Chylinski sorgte für einen Drei-Tore-Vorsprung (12:9/24.). Die Gäste blieben dank der „Buden“ von Shooter Jörn Wolterink (10/3), der in Hälfte eins sieben Tore warf, auf Tuchfühlung – 12:14. „In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert“, urteilte Rieken.

Nach der Pause deckte der eingewechselte Laurynas Palevicius Jörn Wolterink als Spitze der 5:1-Abwehr offensiv. Das zahlte sich aus. Außerdem spielte der eingewechselte Kevin Heemann im halbrechten Rückraum effektiv, setzte mehrfach Meyer (8) in Szene. Die Barnstorfer kamen in der Deckung zu Ballgewinnen, zogen innerhalb von fünf Minuten mit sechs Treffern in Folge von 17:14 (36.) auf 23:14 (41.) davon. Spätestens nach einem von Chylinski (13/9) verwandelten Siebenmeter zum 25:15 (44.) war die Partie gelaufen.

In doppelter Unterzahl (Zeitstrafen für Tobias Meyer und Cedric Quader) erhöhte Palevicius per Gegenstoß auf 32:17 (55.). Bemerkenswert: Die zweiten 30 Minuten entschied der Tabellendritte mit 22:5 (!) für sich. Beim Sieger überzeugten Palevicius (7) und Heemann (1). Auch der eingewechselte Schlussmann Jakob Kasperlik gefiel.

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