Engelmann: „Haben zu nervös begonnen“

34:27 – Beckmann führt Stuhr zum Derbysieg über Sulingen

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Malte Hamsch (li.) blieb im Derby gegen den TuS Sulingen zwar ohne Torerfolg, dennoch setzte er sich mit seiner HSG Stuhr am Ende mit 34:27 durch.

Brinkum - Von Julian Diekmann. Lange Zeit sah es so aus, als würde der Außenseiter dem Favoriten ein Bein stellen können. Doch am Ende siegte die Cleverness der HSG Stuhr, die sich Sonntagnachmittag dank einer starken Schlussphase im Derby der Handball-Landesliga vor heimischer Kulisse mit 34:27 (16:17) gegen den TuS Sulingen durchsetze.

Für den Sulinger Trainer Hartmut Engelke war die Niederlage aber kein großes Problem. „Ich muss meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment aussprechen. Auch wenn wir am Ende verloren haben, hat mein Team eine tolle kämpferische Leistung geboten“, lobte der TuS-Coach seine Mannschaft.

„Aber am Ende haben uns einfach die Körner gefehlt“, unterstrich Engelke: „Dennoch glaube ich, dass der Unterschied von sieben Toren doch etwas zu hoch ausgefallen ist.“

Denn gerade im ersten Durchgang war Sulingen den Gastgebern ebenbürtig. Zwar lagen die Gäste früh in der Begegnung mit 0:2 (3.) und 3:5 (7.) zurück, kämpften sich aber immer wieder heran. Das machte sich in der 15. Minute bezahlt, als Marco Krause (5) sein Team erstmals in Führung brachte – 9:8. Sein Teamkollege Björn Meyer (8) steuerte wenig später das 12:11 (22.) bei. Jetzt hatte Sulingen Blut geleckt und blieb dank Jannik Knieling in Front – 16:13 (25.). „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht“, freute sich Engelke: „Das war schon eine richtige Steigerung zur Vorwoche, als wir zu Hause gegen die Delmenhorster Reserve verloren hatten.“ Und Sulingen gab weiter Gas, sodass zur Halbzeit eine knappe 17:16-Führung für die Gäste auf der Anzeigetafel stand. „Gerade im ersten Abschnitt haben wir noch viel zu nervös agiert“, ärgerte sich dagegen Stuhrs Coach Sven Engelmann. „Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass die letzten beiden Niederlagen meinen Spielern zugesetzt hatten. Wir waren in der Abwehr einfach zu statisch. Das hat sich erst geändert, als ich auf eine 5:1-Deckung umgestellt habe.“

Aber auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit tat sich Stuhr schwer. Es ging weiter hin und her. Beide Teams schenkten sich nichts. Erst ab der 45. Minute – beim Stand von 25:25 – mussten die Gäste aus Sulingen den Hausherren Tribut zollen. „In dieser Phase hat Stuhrs Torwart Aschkan Sadeghi dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt, und wir haben das Tor einfach nicht getroffen“, analysierte Engelke. So traf erst Jan Burgdorf zum 26:25 (47.), ehe Meik Schäfer das Ergebnis vorentscheidend auf 30:25 (51.) ausbaute. Stuhr spielte nun seine ganze Cleverness aus und gewann am Ende verdient mit 34:27. „Im zweiten Abschnitt waren wir in der Abwehr viel griffiger und haben unsere Chancen eiskalt genutzt“, lobte Engelmann sein Siegerteam.

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