33-jähriger Rückraumspieler und die HSG Barnstorf/Diepholz II haben Höhenflug / Trainergeschäft reizt

Mosel wirft Tore wie am Fließband

Leistungsträger Nils Mosel von Landesliga-Spitzenreiter HSG Barnstorf/Diepholz II trifft in dieser Saison aus allen Lagen. Der 33-jährige Linkshänder hat bislang 135/31 Tore erzielt.
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Leistungsträger Nils Mosel von Landesliga-Spitzenreiter HSG Barnstorf/Diepholz II trifft in dieser Saison aus allen Lagen. Der 33-jährige Linkshänder hat bislang 135/31 Tore erzielt.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Er trifft und trifft und trifft: Nils Mosel, Leistungsträger beim Handball-Landesligisten HSG Barnstorf/Diepholz II, hat einen Lauf. Zuletzt steuerte er 15/6 Tore zum 37:28-Sieg über Verbandsliga-Spitzenreiter HSG Osnabrück bei. Mit 135/31 Treffern hat der schnelle Linkshänder maßgeblichen Erfolg am Höhenflug des Spitzenreiters.

Nach der Spielzeit 2013/2014 zog sich der heute 33-Jährige aus gesundheitlichen Gründen (Rückenprobleme) aus der Oberliga-Mannschaft der HSG Barnstorf/Diepholz zurück. In der folgenden Saison gehörte er mit zum Trainer-Team der Ersten und spielte sporadisch in der Zweiten mit. Mit gezielten Übungen hat er seine Rückenprobleme in den Griff bekommen, mischt in dieser Serie bei der Zweiten voll mit. „Ich fühle mich fit“, sagt der in Diepholz wohnende Mosel. Und er fühlt sich in der Landesliga-Mannschaft wohl: „Es passt alles ganz gut. Malte Helmerking schenkt mir das Vertrauen und lässt mich toben.“

Der 30-jährige Helmerking lobt den Routinier: „Nils ist ein Spieler, den sich jeder Trainer nur wünschen kann – ehrgeizig, sozial, erfahren und hat absolutes Spielverständnis. Er ist sowohl auf als auch neben dem Feld absolut präsent und hat die Fähigkeit, Menschen mitzureißen. Wenn Nils eine Sache angeht – privat, Hobby oder Arbeit – ist er hundertprozentig verlässlich und bringt sich mit allem ein, was er hat.“

Diplomsportwissenschaftler und Förderschullehrer Mosel ist froh, eine Stütze in der Zweiten zu sein: „Das ist eine eingeschworene Truppe, da kämpft jeder für jeden. Das ist ein tolles Team, es macht richtig Spaß.“ Früher wirbelte der Akteur mit der Nummer acht am rechten Flügel, aktuell spielt er im halbrechten Rückraum. Außerdem ist er Siebenmeterschütze Nummer eins. Das war er in der Ersten nicht.

Von Nationalmannschaft

bei EM in Polen begeistert

Nach 14 Begegnungen liegt die HSG Barnstorf/Diepholz II bei Punktgleichheit mit dem Wilhelmshavener HV II (beide 24:4 Zähler) aufgrund des besseren Torverhältnisses an der Spitze. In Lauerstellung dahinter liegen die TS Hoykenkamp (22:6) und der FC Schüttorf 09 (20:6).

Mit einem Aufstieg beschäftigt sich der ehrgeizige Mosel noch nicht: „Wir haben noch schwere Partien, wollen aber jedes Spiel gewinnen.“ Wenn er weiterhin Tore wie am Fließband erzielt, dann sollte er die 200-Tore-Marke knacken. Das hat der Linkshänder bereits einmal geschafft: „Ich habe einmal in einer Saison über 200 Tore für die TSG Hatten-Sandkrug erzielt.“ Eines ist für ihn ganz wichtig: „Ich möchte verletzungsfrei bleiben.“

Der gebürtige Bohmter, der die C-Lizenz im Tennis hat und seit einem halben Jahr Trainerstunden beim TC Sankt Hülfe-Heede gibt, hat einen Wunsch: „Ich möchte im Handball ins Trainergeschäft einsteigen.“ Das kann bereits nach dieser Saison passieren.

Natürlich verfolgt auch Mosel mit großem Interesse das Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen. Auch er war nach dem 25:23-Erfolg über Dänemark und dem Erreichen des Halbfinales aus dem Häuschen: „Das ist Wahnsinn! Es macht endlich wieder Spaß, der deutschen Nationalmannschaft zuzuschauen.“ Er nennt Gründe für den Lauf: „Diese unnachgiebige Abwehr – gepaart mit einem sensationellen Torwart – macht einfach Spaß. Ich traue den Jungs jetzt alles zu. Wer derart viele Verletzungen kompensieren kann, hat definitiv Edelmetall verdient. Dass diese junge Truppe gegen Dänemark in einem K.o.-Spiel so souverän ihre Nerven im Griff hat, hätte ich nicht erwartet. Auf geht's Männer: Kämpfen und Siegen!“

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