33-Jähriger die Konstante bei den Landesliga-Überfliegern vom TuS Sulingen

Torjäger und Talentförderer: Koc ist unentbehrlich

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Mehmet Koc übersprang in den vergangenen drei Spielzeiten immer die 20-Tore-Hürde. Auch in dieser Saison ist der 33-Jährige auf dem besten Weg, diese Marke zu knacken.

Sulingen - Von Daniel Wiechert. Die zwei Leben des Mehmet Koc. Außerhalb des grünen Rechtecks ist der 33-Jährige ein äußerst angenehmer Zeitgenosse. Jemand, der Sätze mit Bedacht wählt. Jemand, der alles dafür gibt, dass es seinen Mitmenschen gut geht. Betritt Koc den Platz, kommt ein anderes Gesicht zu Tage. Jemand, der so ehrgeizig ist, dass es zuweilen verbissen wirkt. Jemand, der laut wird, auch mal Kraftausdrücke bemüht.

Mitte August: Der TuS Sulingen spielt 1:1 gegen Garbsen. Zweites Landesligaspiel, zum zweiten Mal nicht gewonnen. Stürmer Koc ist unzufrieden. Er schimpft wie ein Rohrspatz, lässt sich nach dem Abpfiff frustriert auf den Rasen fallen. Doch als seine dreijährige Tochter auf den Platz stürmt, ihn umarmt, hellen sich Kocs Gesichtszüge auf – Fußball-Frust, welch‘ lächerliche Nebensächlichkeit.

„Für mich dreht sich alles um meine Familie“, sagt der TuS-Angreifer: „Ich bin meiner Frau einfach extrem dankbar, dass sie diesen Riesen-Aufwand mit betreibt.“ Gemeinsam mit Tochter Emilia und Sohn Can (5) lässt sich Ehefrau Tiffany Koc bei jedem Sulinger Spiel blicken – auch auswärts. „Wir versuchen als Familie so viel wie möglich gemeinsam zu machen. Da hat man zwar immer viel zu tun, aber Action ist garantiert“, sagt „Memo“ Koc mit einem Schmunzeln.

Für soziale Netzwerke bleibt da wenig Zeit. Während das Gros der TuS-Spieler bei Facebook aktiv ist, sucht man Koc vergeblich. „Ich verurteile das nicht, ich mag das nur nicht.“ Einen Draht zu den jüngeren Mitspielern hat er auch so. „Ich versuche voranzugehen – auf und außerhalb des Platzes.“ Koc ist jemand, der seine Fühler aufstellt, der ein Gespür dafür hat, wenn sich die Nachwuchskräfte so ihre Gedanken machen. „Junge Spieler sind schnell enttäuscht, wenn sie mal nicht spielen. Da muss man ihnen noch einmal klar machen, dass sie hier richtig aufgehoben sind, dass sie sich einfach durchbeißen müssen.“ Zuletzt glänzten Akteure wie Pascal Löhmann (19), Pierre Neuse (21) oder Tim Rieckhof (21) – eine Entwicklung die auch Koc „ein Stück weit stolz“ macht.

Stolz könnte Koc auch auf seine Zahlen sein: In den vergangenen drei Jahren erzielte er immer mehr als 20 Tore, mit dem Doppelpack am Sonntag beim 3:1-Sieg gegen den TSV Krähenwinkel-Kaltenweide stockte er sein aktuelles Treffer-Konto auf neun auf. „Nachdem ich mir am Anfang der Saison vielleicht selbst etwas zu viel Druck gemacht habe, läuft es jetzt wieder gut“, erklärt Koc: „Natürlich ist es schön, wenn ich treffe. Aber eigentlich ist mir die Torausbeute wirklich egal, die Gesamtleistung muss stimmen – dann bin ich zufrieden.“

Und er kann es sein. Sulingen gewann zuletzt sechs Spiele am Stück, ist mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tuchfühlung mit dem Spitzenreiter SV Ramlingen-Ehlershausen. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass man nicht nach oben schaut“, so Koc: „Doch wir haben nicht das klare Ziel Aufstieg, auch nicht intern. Vorrang hat jetzt erstmal, dass wir die Serie weiter ausbauen.“

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