Startnummer 3

Ulf Grädtke sorgt für Wirbel am Kreis

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Startnummer 3: Ulf Grädtke (r.)

Ulf Grädtke  kehrte nach zwei Spielzeiten beim Handball-Oberliga-Rivalen TV Cloppenburg zur Saison 2014/2015 zur HSG Barnstorf/Diepholz zurück. Mit 88 Treffern war der Kreisläufer fünftbester Werfer in der internen Torschützenliste.

„Das war schon okay“, urteilt der 31-Jährige rückblickend, der mit dem litauischen Nationalspieler Andrius Gervé ein gefährliches Duo bildete. Am Ende sicherte sich die Mannschaft hinter Primus ATSV Habenhausen die Vizemeisterschaft. Ulf Grädtke, der bereits mit drei Jahren in der MiniHandball-Gruppe bei seinem Vater Jürgen und Trainer Heiner Thiemann beim MTV Barnstorf mitmachte, durchlief sämtliche Altersklassen, spielte mit der B- und A-Jugend in der Oberliga und trainierte bereits mit 17 Jahren bei der ersten Herren-Mannschaft mit. Der gebürtige Diepholzer erlebte danach Höhen (gewonnene Meisterschaften) und Tiefen (Abstieg) bei der HSG Barnstorf/Diepholz. In der Serie 2010/2011 erfolgte der Abstieg aus der Dritten Liga West. Da er in der folgenden Oberliga-Saison zu wenig Einsatzzeiten bekam, wechselte er im Januar 2012 zum ostwestfälischen Drittligisten LiT Handball Nordhemmern-Mindenerwald. Diesen halbjährigen Abstecher bereut der Akteur mit der Nummer 13 nicht: „Das war unter Coach Bert Fuchs eine interessante Arbeitsweise.“ Übrigens: Zu der Zahl 13 hat der Handballer eine „besondere Beziehung“. Er trägt sie nicht nur auf dem Trikot, sondern seine Hausnummer ist die 13, und sein Autokennzeichen ziert diese Zahl ebenfalls.

Anschließend nahm Grädtke das Angebot beim TV Cloppenburg an, gehörte bei den Südoldenburgern zwei Jahre lang mit zu den Leistungsträgern. Gern denkt der Gymnasiallehrer mit den Fächern Geografie und Sport an die Saison 2012/2013 zurück: „Da hatten wir eine homogene Mannschaft. Wir haben die Favoriten geärgert und zwei Mal gegen die HSG Barnstorf/Diepholz gewonnen. Die Zeit in Cloppenburg hat mich spielerisch geprägt.“

Nun geht der Rückkehrer, der sich über den Kampf und Emotionen pusht, in seiner zweiten Spielzeit wieder für seinen Heimatverein auf Torejagd. Neu-Trainer Dag Rieken hält große Stücke auf Grädtke: „Er ist ein guter Kreisläufer, der seine Stärken im Offensivbereich hat. Ulf ist ein Diepholzer Junge, der aus dem Verein kommt und eine wichtige Person für Insider.“

Der Pädagoge, der an der Oberschule in Huchting als Angestellter arbeitet, ist mit dem Hinrunden-Verlauf der HSG Barnstorf/Diepholz (Dritter mit 17:7 Punkten) nicht zufrieden: „Wir müssen uns strecken, wenn wir den dritten Platz halten wollen. Spielerisch waren wir vergangene Saison besser.“ Er vermisst auf dem Feld den Teamgeist: „Wir haben zu viele Individualisten.“ Außerdem moniert er: „Wir bekommen zu wenig Bälle am Kreis.“ Diese Aussage untermauert ein Blick auf die Zahlen: Grädtke hat 24 und Gervé 22/2 Tore erzielt. Das ist viel zu wenig für die beiden starken Kreisläufer. Der Diepholzer denkt gern an die Zeiten zurück, als Tomas Lenkevicius, Michael Feldmann, Andrej Kandrac oder Juri Gordionok noch an Bord waren. Sie hatten auch ein Auge für den Kreis.

Am 1. Februar 2016 beginnt Grädtke mit seinem Referendariat. Ob er dann weiter Handball spielt, lässt er offen: „Es muss alles passen.“ Ein sportliches Ziel hat er sich gesetzt: „Ich will einen Triathlon mitmachen.“ Er kann sich auch vorstellen, später als Handball-Trainer im Herren-Bereich zu arbeiten.

mbo

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