29:27-Erfolg gegen Jever / Starker Sawicki / Schäfer: „Luft nach oben“

Brinkum lässt viel liegen – aber nicht den Sieg

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Christoph Schneider war am Ende mit acht Toren (davon fünf Siebenmeter) bester Brinkumer Torschütze. Doch in Halbzeit eins ließ er auch ein paar Chancen liegen.

Brinkum - Von Daniel Wiechert. Olaf Sawicki plusterte sich auf, streckte die Arme weit von sich und schrie immer wieder lautes lang gezogenes „Ja“ durch die Halle. Die Energie, die ihm seine Monster-Paraden zuvor verliehen hatten, musste raus. Schließlich lag es elementar an Brinkums Handball-Torwart, dass sein Team soeben mit 29:27 (16:12) gegen die HG Jever/Schortens in der Verbandsliga gewonnen hatte.

Nur fünf Minuten nach dem Ende war Sawicki wieder besonnen, analysierte die Partie im gedämpften Tonfall. „Wir hatten heute eigentlich alles in Griff, aber leider hatten wir wie schon beim 28:29 gegen Osnabrück am Ende einen Bruch im Spiel“, sagte der Torwart: „Zum Glück konnte ich uns dann am Ende helfen, in dem ich wichtige Bälle gehalten habe.“

Dass das überhaupt vonnöten war, hätte sich über weite Strecken der Partie eigentlich niemand vorstellen können. Denn die Brinkumer starteten gut, lagen schnell mit 3:0 (4.) in Führung. Auch als Jever auf 3:3 (8.) ausglich, blieben die Gastgeber ruhig, gingen anschließend über 9:5 (15.) mit 16:12 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel konnten die Brinkumer stets die relativ komfortable Führung halten. Als dann Linksaußen Christoph (8/5) Schneider innerhalb weniger Sekunden dreimal getroffen hatte, schien beim 28:22 (55.) die Messe zugunsten der Heimmannschaft gelesen. Doch plötzlich verwarfen die Hausherren zu viel in der Offensive und fingen sich Tempogegenstöße – 27:28 (58.). Noch während Brinkums Trainer Sven Engelmann aufgrund eines in der Offensive verdaddelten Balles die Hände vor das Gesicht schlug, schlugen die Sekunden von Sawicki: Erst fischte er mit der linken Hand einen Wurf von Jevers Mark Bergers aus dem Eck, dann wehrte er per Fuß ebenfalls gegen Bergers ab. Der dritte Brinkumer Erfolg im vierten Saisonspiel war perfekt.

Zu Jubelstürmen war Engelmann aber nicht bereit, vielmehr haderte er. „Wir waren einfach offensiv zu lethargisch, haben dann das Torewerfen komplett eingestellt“, sagte er: „Zumindest war unsere Deckung gut drauf, mit einem sehr sicheren Olaf Sawicki dahinter.“

Bereits in der ersten Halbzeit haderte der Jahn-Trainer ein ums andere Mal mit dem Abschlüssen seiner Außenspieler Schneider und Robert Gums. „Die Außen haben sowieso wenig Möglichkeiten“, sagte Engelmann: „Aber wenn sie diese Chancen dann auch noch leichtfertig liegen lassen, ärgert mich das einfach.“

Zufrieden sein konnte der 48-jährige Coach dagegen mit seinem Kreisläufer Meik Schäfer, der es oft gut von Torben Schierenbeck in Szene gesetzt auf sieben Treffer brachte. „Mit sechs Punkten ist es ein guter Start in die Liga“, sagte Schäfer, „aber wir haben spielerisch und auch vom Willen her noch Luft nach oben.“ Eine unschöne Szene musste Schäfer auch erleben. Am Kreis krachte er mit Jevers Sebastian Pudelko zusammen, der sich einen blutenden Cut zuzog.

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