2:7-Pleite gegen Bremen – Tennis-Oberligist Barrier TC kann nur noch ein 9:0-Wunder retten

Hartje seufzt: „Das war der Abstieg“

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Lieferte trotz „Mörderhitze“ einen großen Kampf: Barriens Till Heilshorn drehte sein Match noch.

Barrien - Nun kann den Barrier TC nur noch ein Wunder vor dem Abstieg aus der Tennis-Oberliga der Herren bewahren: Mit 2:7 zog das Team um Mannschaftsführer Florian Hartje gegen den Bremer TV von 1896 den Kürzeren und benötigt so im abschließenden Saisonspiel gegen Lilienthal ein makelloses 9:0, um doch noch die Klasse zu halten. Laut Hartje allerdings keine realistische Hoffnung: „Das war der Abstieg. 9:0 werden wir nicht gewinnen. Das ist illusorisch.“

Wahrscheinlicher wäre da hingegen schon ein Erfolg gegen die Bremer gewesen. Zumindest dann, wenn die Hanseaten mit ihrer eigentlichen Formation angetreten wären. Taten die Gäste aber nicht, sondern flogen extra zum Kellerduell ihren Spitzenspieler Richard Gabb ein, der die Qualität der Bremer natürlich immens erhöhte. „Bitter für uns, dass der ausgerechnet gegen uns dabei ist. Gabb ist schon ein Guter. Das hat man ja beim 6:2, 6:1 gegen Tobias Kuhlmann klar gesehen“, seufzte Hartje. Trotzdem hätten die Hausherren das Match mit etwas mehr Fortune durchaus ausgeglichen gestalten können. Doch bei fast schon unmenschlichen Bedingungen – zeitweilig kletterte das Thermometer auf 40 Grad – fehlte Barrien im entscheidenden Moment oftmals das letzte Quäntchen Glück. So konnte Lennart Lonnemann an Position drei gegen Ahmad Hamijou im ersten Durchgang einen Satzball nicht nutzen – und Philipp Meyer scheiterte trotz einer bärenstarken Leistung mit 4:6 im dritten Satz an Bremens deutlich favorisierter Nummer fünf Rico Hesse. „Wenn wir die beiden Partien gewinnen, steht es vor den Doppeln 3:3. Wirklich schade“, trauerte Hartje den verpassten Chancen hinterher.

Freuen durfte er sich hingegen über den Galaauftritt von Till Heilshorn. Barriens Nummer zwei drehte gegen Jannik Schepers am ganz großen Rad, holte im Entscheidungssatz ein 1:4 auf und triumphierte mit 7:6. „Und das bei dieser Mörderhitze. Die Bälle standen ja regelrecht. Wahnsinn, was Till geleistet hat“, staunte Hartje. Dumm nur, dass für die Gastgeber ansonsten kein Einzelsieg mehr heraussprang. So ging es für Barrien beim Stand von 1:5 vor den Doppeln lediglich noch um Ergebniskosmetik, die dann auch bedingt glückte: Zwar unterlagen Heilshorn/Hartje und Meyer/Lonnemann, aber das 7:6 von Kuhlmann/Erik Trümpler über Schepers/Kranz hübschte das Endergebnis etwas auf – 2:7.

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