27-jähriger Russe ersetzt Adrian Crisan / Morgen Heimspiel gegen Pontoise Cergy

Kirill Skachkov ist Werders neuer Hoffnungsträger

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In der vergangenen Saison gab’s in der Champions League trotz eines 3:0 im Hinspiel noch ein bitteres Aus gegen Cergy. Werders Neuzugang Kirill Skachkov will mithelfen, dass der Start in die Königsklasse mit einem Sieg gelingt.

Bremen - Von Carsten Drösemeyer. Der Meisterschaftsruhm des Tischtennis-Bundesligisten SV Werder Bremen von 2013 beginnt langsam etwas zu verblassen. In den Folgejahren konnte das Team allerdings nicht an diesen sensationellen Erfolg anknüpfen. Zwei Mal nacheinander verpassten die Grün-Weißen die Playoffs. Nun ist drei Mal zwar Bremer Recht, aber auf einen derartigen „Hattrick“ legt Werder-Coach Cristian Tamas vor dem Saisonstart am Sonntag um 15.00 beim TTC Hagen keinen Wert: „Wir wollen unbedingt wieder unter die ersten Vier.“ Bereits morgen Abend um 19.00 steht in eigener Halle das erste Pflichtsieg in der Champions League gegen AS Pontoise Cergy an.

Mit einem Selbstgänger rechnet Bremens Trainer dabei indes nicht: „Es wird sicherlich schwer, doch ich rechne uns gute Chancen auf die Playoffs aus. Düsseldorf und Fulda werden zwar kaum zu gefährden sein, und auch Saarbrücken sehe ich einen Tick stärker als uns, aber der vierte Platz müsste zu erreichen sein.“

Eine Einschätzung, die Teammanager Sascha Greber uneingeschränkt teilt: „Wir haben das Potenzial, endlich wieder in die Playoffs zu kommen. Die Vorbereitung verlief bislang super. Alle Spieler sind verletzungsfrei und brennen auf den Saisonstart. Ich bin optimistisch und freue mich auf die neue Serie.“

In der Bundesliga sind

die Playoffs das Ziel

Darf er sich wohl auch. Schließlich zogen die Bremer in Kirill Skachkov einen richtig dicken Fisch an Land. Der 27-jährige russische Nationalspieler soll in die Fußstapfen von Publikumsliebling Adrian Crisan treten, der nach fünf äußerst erfolgreichen Jahren in der Hansestadt künftig wieder in seiner rumänischen Heimat aufschlagen wird. „Adrian wird uns sportlich und menschlich natürlich fehlen“, seufzt Tamas, traut es Skachkov jedoch zu, die entstandene Lücke auszufüllen: „Kirill macht sich richtig gut.“

Greber geht sogar noch einen Schritt weiter: „Mit Kirill ist uns ein toller Fang geglückt. Er fühlt sich mit seiner Familie in Bremen schon pudelwohl und ist ein super Teamplayer. Kirill passt zu Werder.“

Genau wie die übrigen Mannschaftsmitglieder: Der in der vergangenen Saison von Saarbrücken nach Bremen gewechselte deutsche Nationalspieler Bastian Steger überzeugte von Beginn an als unangefochtene Nummer eins, und auch Constantin Cioti „lieferte“ an Position drei. Gerade auf dieser Schlüsselposition dürfte Werder mit „Costa“ glänzend aufgestellt sein, was sich in vielen Partien als Zünglein an der Waage erweisen könnte.

In Bestbesetzung müssen sich die Hanseaten also keinerlei Sorgen machen – und auch „Backup“ Hunor Szocs scheint näher an das Team herangerückt zu sein. „Hunor ist mittlerweile dicht dran“, lobt Tamas. „Klar fehlt ihm etwas Spielpraxis, aber die wird er sich über die Teilnahme an diversen Pro-Tour-Turnieren holen. In Hunor haben wir einen guten Ersatz, falls jemand ausfallen sollte.“

Zum Saisonbeginn ist davon indes eher nicht auszugehen. Steger, Skachkov und Cioti scharren bereits mit den Hufen, um gleich erfolgreich aus den Startlöchern zu kommen. Doch Vorsicht: Laut Greber hat es der Auftakt „richtig in sich. Das sind schon zwei hohe Hürden. Gegen Cergy haben wir allerdings nichts zu verlieren. Die Franzosen zählen jedes Jahr zu den Mitfavoriten auf den Titel. In Hagen sollten wir dagegen aber unbedingt gewinnen. Angesichts unserer Ziele fällt dieses Match eher in die Kategorie Pflichtsieg.“

Grebers Prognosen klingen nach einer Niederlage gegen den französischen Abonnement-Meister und einem Sieg beim TTC Hagen. Doch Tamas widerspricht vehement: „Selbst gegen Cergy haben wir mit dem Publikum im Rücken eine Chance. Wenn wir in unserer schweren Gruppe mit Cergy, Torun und Eslövs bestehen wollen, muss uns auch mal eine Überraschung glücken.“

Aufstellung: Bastian Steger, Kirill Skachkov, Constantin Cioti, Hunor Szocs, Cristian Tamas.

Saisontipp: Platz vier.

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