Handball-Landesligist baut nach starker erster Hälfte ab

25:24 – HSG Stuhr zeigt zwei Gesichter

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Stuhrs Oliver Link trug sich beim 25:24 über die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II zweimal in die Torschützenliste ein.

Brinkum - Erste Halbzeit hui, zweite Hälfte pfui: So präsentierte sich gestern Handball-Landesligist HSG Stuhr. Der Tabellenfünfte bezwang vor knapp 100 Zuschauern die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II mit 25:24 (19:10). „Hauptsache gewonnen“, hakte Brinkums Trainer Sven Engelmann die Partie ab. Lediglich Torhüter Aschkan Sadeghi, der 23 Bälle parierte, bescheinigte er eine gute Leistung. Alle anderen bekleckerten sich in den zweiten 30 Minuten nicht mit Ruhm.

Die Gastgeber begannen mit einer robusten 6:0-Deckung, führten nach einem Dreierpack von Tim Kieselhorst und einem Treffer von Christoph Schneider mit 4:1 (6.). Gäste-Coach Henning Schomann nahm eine Auszeit, ordnete eine totale Manndeckung an. „Darauf hatten wir die richtigen Antworten“, sagte Engelmann. Den „Schwänen“ unterliefen im Angriff mehrere technische Fehler. Die Stuhrer nutzten das mit Gegenstoßtoren eiskalt aus, zogen von 10:7 (15.) auf 14:7 (19.) davon. Vor allem Schneider (5) glückten mehrere einfache Tor. Es kam sogar noch besser für die Heimmannschaft, denn Florian Peters mit verwandeltem Siebenmeter und Meik Schäfer erhöhten auf 16:8 (25.). Für den 19:10-Pausenstand sorgte Stefan Pfüller. Schomann stellte die Deckung Mitte der ersten Halbzeit wieder auf 6:0 um und wechselte Torhüter Jan-Christoph Morisse ein. Engelmann hatte flache Würfe angeordnet, aber seine Spieler befolgten seine Anweisungen nicht. Sehr zum Ärger des 51-Jährigen: „Wir haben etliche Fahrkarten übers Tor geworfen.“

Nach dem Wechsel führten die Hausherren nach einem Kieselhorst-Tor noch mit 22:16 (43.), bauten danach immer mehr ab. Die Gäste um den zehnfachen Torschützen Marc Blum kämpften sich heran. Jerome Lippe verkürzte in der Endphase auf 21:23 (55.). Im Gegenzug traf Tim Seltmann zum 24:21 (56.). Bis zum 25:22 (58.) durch Schäfer blieb es beim Drei-Tore-Vorsprung. Der Tabellensiebte gab sich noch nicht geschlagen, das 24:25 durch Marc Blum fiel aber zu spät. „Das musste wirklich nicht mehr so eng werden“, haderte Engelmann nach dem Zittersieg. 

mbo

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