Desolate Leistung im Angriff

24:30 – HSG Barnstorf/Diepholz liefert schlechtes Spiel ab

Barnstorfs Rückraumakteur Kamil Chylinski (am Ball) holte in dieser Szene einen Siebenmeter heraus. Hastedts Max Laube (l.) und Daniel Francke foulten den Polen. Der 24-jährige Torjäger trug sich gestern Abend bei seinem Comeback fünfmal in die Torschützenliste ein.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Nach zuvor sieben Heimsiegen in Folge hat’s die HSG Barnstorf/Diepholz erstmals in dieser Saison daheim erwischt: Der Tabellenzweite der Handball-Oberliga unterlag gestern Abend vor 250 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamphalle dem letztjährigen Vizemeister SG HC Bremen/Hastedt verdient mit 24:30 (10:14). Die Gäste nahmen damit erfolgreich Revanche für die 17:26-Niederlage aus dem Hinspiel.

„Wir haben ein ganz schlechtes Spiel abgeliefert, vor allem im Angriff. Wir haben vorn viele Bälle weggeworfen, außerdem sind uns weitere technische Fehler unterlaufen“, wetterte Barnstorfs verärgerter Trainer Dag Rieken. Lediglich Keeper Donatas Biras, der drei Strafwürfe parierte und weitere Bälle hielt, bot eine ordentliche Leistung. „Alle Feldspieler haben sich nicht mit Ruhm bekleckert“, unterstrich Rieken. Der 48-Jährige kann sich aber eine weitere Zusammenarbeit in der kommenden Spielzeit vorstellen: „Wir sind in Gesprächen, ich bin optimistisch. Wir versuchen, die Mannschaft zusammenzuhalten und zu ergänzen.“

Marten Franke setzte in den ersten Minuten Akzente

Torhüter Frederik Hohnstedt wurde gestern geschont, denn er war in Neerstedt bei einer Doppel-Parade mit dem linken Knie weggeknickt und hatte Beschwerden. „Ich habe eine starke Außenbanddehnung, keine Einrisse. Da ich diese Woche nicht trainiert habe, ist der Bluterguss im Knie schon abgeschwollen“, berichtete der 22-Jährige am Rande der Begegnung von seiner MRT-Untersuchung am Donnerstag in Vechta.

Hastedts Spielertrainer Marten Franke setzte in den ersten Minuten Akzente. Er traf zum 1:0 (1.) und bediente bei der nächsten Angriffsaktion gekonnt am Kreis Max Laube, der einen Siebenmeter herausholte. Der 22-jährige Franke scheiterte per Strafwurf an HSG-Torwart Donatas Biras. In einer guten Phase schafften Arunas Srederis per Kempa-Tor, Raul Lucian Ferent vom linken Flügel und Kevin Heemann mit einem Gegenstoßtor aus einem 0:2 (3.) eine 3:2-Führung (4.). Anschließend unterliefen den Gastgebern im Angriff technische Fehler, außerdem ließen sie erneut Chancen ungenutzt. So brachte beispielsweise Ferent einen Siebenmeter nicht an SG-Schlussmann Farasha Bassam vorbei.

Nach Wechsel mehrere Zeitstrafen

Die Hastedter machten es besser, legten durch Yannick Schäfer zum 5:3 (11.) vor. Ole Fietze erhöhte per Gegenstoßtor auf 7:4 (15.). Rieken reagierte, nahm eine Auszeit und brachte nach fast achtwöchiger Verletzungspause Torjäger Kamil Chylinski. Und er verkürzte mit seinem ersten Tor zum 7:8 (19.). Danach fanden Ferent und Jan Linné in Bassam ihren Meister. Die Hastedter profitierten von weiteren Abspielfehlern und Fahrkarten der Barnstorfer und bauten ihren Vorsprung nach einem Treffer von Franke auf 14:8 (27.) aus. Kurz vor der Pause vollstreckte Linné (7/5) zwei Siebenmeter zum 10:14-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel gab’s hüben wie drüben mehrere Zeitstrafen. Die Barnstorfer kämpften sich zwar nach der vierten „Bude“ von Ferent auf 18:20 (44.) heran, aber Hastedts Max Laube (2), Yannick Schäfer und Ole Fietze sorgten mit vier Treffern in Folge zum 24:18 (48.) wieder für klare Verhältnisse. An diesem Sechs-Tore-Abstand blieb es bis zum Schluss.

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