Doppelpack für FC Sulingen

2:1! Kafemann versetzt dem Favoriten den Knockout

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Derby-Stimmung in Sulingen: Der FC um Verteidiger Martin Roughley (rotes Trikot) durfte am Ende jubeln, zog durch ein 2:1 gegen den TuS ins Bezirkspokal-Viertelfinale ein.

Sulingen - Von Cord Krüger. Svend Kafemann konnte sich kaum retten. Alle Mitspieler, Betreuer und einige Fans des FC Sulingen defilierten gestern Abend am Matchwinner des Stadtderbys im Fußball-Bezirkspokal vorbei und herzten den Stürmer. Mit zwei Toren hatte er einen 0:1-Rückstand gegen den eine Klasse höher geführten TuS Sulingen gedreht und damit den entscheidenden Anteil, dass der Bezirksligist den Landesligisten mit 2:1 (0:1) aus dem Achtelfinale warf. Und das, obwohl er die ersten 40 Minuten von draußen hatte zusehen müssen.

„Es war mir schon heute Mittag fast klar, dass ich nicht von Anfang an dabei sein würde“, gestand der Joker wider Willen: „Gegen diese Mannschaft brauchten wir da vorn schnelle Leute – und da bin ich mittlerweile nicht mehr der erste Ansprechpartner…“

Sein Trainer Stefan Rosenthal war froh, dass der Knipser dies einsah. Und erleichtert, dass es nach seiner Einwechslung überhaupt noch um etwas ging – denn da hätte der TuS längst hoch führen müssen. „In der ersten Viertelstunde hatte ich ganz schön Bammel“, gestand Rosenthal: „Der TuS hat schnell über außen gespielt.“ Für Rechtsverteidiger Joshua Lehmkuhl und Linksverteidiger Jonas Mesloh „war das eine schwere Klausur“, fand „Thaler“.

Die erste Chance der Gäste hatte Mehmet Koc, als er nach einer Flanke von Danny Arend einen Fallrückzieher leicht zu hoch ansetzte (4.). Marven Rupp zwang FC-Schlussmann Patrick Kühn zur Parade (8.), Arend zielte von halblinks ebenso knapp vorbei (9.) wie Pascal Löhmann von rechts (14.) – trotz akuter Personalsorgen diktierte der Landesligist das Geschehen. „Aber über die Verletzten will ich nicht reden und davon auch nichts hören“, unterstrich TuS-Trainer Maarten Schops: „Unser Kader ist groß genug, und jeder hat den Anspruch, spielen zu wollen. Wir hatten vielleicht zehn gute Chancen, aber gefühlt 20 halbe. Die müssen wir besser ausspielen.“

FC startete mutiger in Halbzeit zwei

Trotzdem: Spätestens, als Kühn ein Geschoss von Marvin Zawodny entschärfte (15.), wäre die Führung für Schops’ Team verdient gewesen. Danach fingen sich die Platzherren in der Defensive, zeigten eine bessere Zuordnung und verschoben gut. In Minute 35 zwang Lars Mesloh TuS-Torwart David Schröder zur ersten Rettungstat – doch im Gegenzug markierte Koc die Führung für die Gäste, als er einen langen Ball von Pierre-Maurice Neuse bekam und den allein gelassenen Kühn überlupfte (36.). „So ein Scheiß-Tor ärgert mich“, monierte Rosenthal die Rückwärtsbewegung: „Da bin ich in der Pause maulig geworden.“

Seine Worte kamen an. Aus der Kabine kam der FC mutiger, zweikampfstärker – und erfolgreicher: Alper Yildirim bediente Kafemann per Diagonalball – und der zog von rechts ins lange Eck zum 1:1 ab (58.). Schops antwortete darauf mit der Einwechslung von Sören Sandmann, der kurz darauf Kühn zur nächsten Parade nötigte (63.). Auch bei einem Versuch Kocs von links war „Paddy“ Kühn auf dem Posten (73.). Und dann schlug wieder Kafemann zu – nach einem Ballverlust Sandmanns im direkten Duell. 

Der Knipser hängte ihn um einen Schritt ab und schlenzte aus 30 Metern flach ins Gehäuse – 2:1 für den Underdog (78.), und die 300 Zuschauer waren aus dem Häuschen, entweder vor Freude (im FC-Lager) oder Frust (beim TuS). Die letzten Minuten verteidigten die Platzherren konsequent und konterten, ehe ihr Viertelfinaleinzug nach dreiminütiger Nachspielzeit feststand. „Es war natürlich Glück dabei – auch bei meinem zweiten Tor“, urteilte Kafemann. Doch Schops hielt dem entgegen: „Glück kann man sich erarbeiten – und das hat der FC getan.“

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