19-Jähriger soll sich in Ruhe entwickeln

Löhmann – das Mittelfeldjuwel

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Jubeln mit den Kollegen: Pascal Löhmann (re.) vom TuS Sulingen.

Sulingen - Von Arne Flügge. Eigentlich hatte der Tag für Pascal Löhmann „richtig scheiße begonnen“, wie er sagt, „denn der Trainer hatte mich draußen gelassen.“ Im Heimspiel am Sonntag gegen Almstedt saß der ehrgeizige Mittelfeldspieler von Fußball-Landesligist TuS Sulingen also zunächst nur auf der Bank.

Zähneknirschend, aber auch einsichtig: „Salam hatte im Training auch richtig gut gearbeitet, er hatte den Einsatz verdient“, meint Löhmann über seinen Kollegen Garaf.

Doch der verletzte sich in der 38. Minute, Löhmann durfte nun doch ran – und machte beim 4:0-Sieg ein Klassespiel im zentralen Mittelfeld: Balleroberer, Ballverteiler, Doppeltorschütze! „Wir hatten uns schon etwas dabei gedacht, Pascal nicht von Anfang an zu bringen“, erklärt TuS-Trainer Maarten Schops, „und es ist gut, dass ein Spieler unzufrieden ist, wenn er nicht spielt. Dass Pascal dann so eine Antwort auf dem Platz gegeben hat, ist natürlich super.“

Löhmann ist aus der Jugend des TuS Sulingen gekommen, spielt das erste Jahr Herren – und das gleich in der Landesliga. Ein großer Sprung. „Das Tempo ist enorm hoch, der Unterschied zur Jugend riesengroß. Da konnte ich ab und zu noch mal rumstehen. Die Zeiten sind jetzt leider vorbei“, schmunzelt der 19-Jährige, der seit der F-Jugend auf der „Zehn“ spielt. „Das ist meine Position, ganz klar“, verrät Löhmann.

Schops will sein Mittelfeldjuwel aber nicht gleich verheizen, sondern lieber behutsam in den Landesliga-Alltag integrieren. Vermutlich saß Löhmann auch deswegen erstmal auf der Bank. „Es ist ein großer Schritt für ihn“, sagt der Belgier, der mit der Entwicklung seines Spielers momentan aber zufrieden ist: „Er ist auf einem guten Weg.“

Schops bezeichnet Löhmann als einen guten Typ, der sehr ehrgeizig ist. „Er hat Qualitäten, die nicht jeder hat. Er ist clever, hat Spielwitz und ist torgefährlich, wie er jetzt unter Beweis gestellt hat.“ Löhmann hatte auf seinen Doppelpack im Training hingearbeitet. „Der Trainer hatte angemahnt, dass ich auch mal treffen sollte. Da mussten die Tore jetzt auch mal sein“, grinst der Fußballer.

Wichtig ist für Schops, dass sein Spieler jetzt auf dem Teppich bleibt. „Seine Entwicklung muss so weitergehen. Das weiß er“, fordert der TuS-Trainer seinen Spieler auf, sich nun nicht auf den Lorbeeren eines richtig guten Spiels auszuruhen. Und er ist zuversichtlich. Schops: „Pascal hat gut realisiert, woran er noch arbeiten muss.“ Löhmann, Student für Wirtschaftsingenieurwesen in Braunschweig, hat das verinnerlicht. Und so lange ein Tag, der für ihn schlecht beginnt, am Ende doch noch ein schöner Tag wird, ist ohnehin alles gut.

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